Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Bild wird geladen...
Eigentlich sollten am letzten Märzsonntag vor der Kirche 9 Jugendliche stehen, um sich - schick gekleidet - fotografieren zu lassen. Am 28. März ist dieser Platz aber leer geblieben. Warum? Weil die Konfirmation, wie so vieles, aufgrund der Pandemie-Massnahmen nicht stattfinden konnte.
Joachim Finger,
9 Konfirmandinnen und Konfirmanden und nur 50 Gäste? Wie soll das gehen? Aber mehr dürfen zur Zeit nicht in die Kirche. Singen? Verboten! Apéro? Verboten! Draussen nach dem Gottesdienst zusammenstehen? Verboten! Restaurantbesuch? Verboten!
Das gebe keine richtige Konfirmation, befanden die Jugendlichen und haben den Pfarrer vor vollendete Tatsachen gestellt: Die Konfirmation wird verschoben! Auch, wenn der Pfarrer dann schon pensioniert ist. Am 13. Juni können alle Konfirmandinnen und Konfirmanden, und der pensionierte Pfarrer doch sicher auch, oder?
Tja, der überwältigenden Mehrheit muss man sich beugen. Und so fand also am letzten Märzsonntag ein normaler Gottesdienst - immerhin mit einer Taufe - statt. Und am 13. Juni werden Sie, liebe Beringer, mich nochmals in unserer Kirche wirken sehen. Und ich freue mich darauf, mit dieser mitdenkenden Schar dann die Konfirmation feiern zu dürfen.