«Min erschte Zahltag» – und der göttliche Lehrmeister

Lifetime 2018-08-25 Predigt 2<div class='url' style='display:none;'>/kg/beringen/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>4678</div><div class='bid' style='display:none;'>47831</div><div class='usr' style='display:none;'>108</div>

Am Samstag, 25. August 2018, beschäftigte sich der ökumenische Jugendgottesdienst «Lifetime» zum Ende der Sommerpause mit dem «ersten Zahltag». Was der Glaube mit dem Geld zu tun hat, war das Thema der Predigt des 21-jährigen Ex-Lehrlings Marco Russenberger.
Lukas P. Huber,
«Du, wie viel wirst du im ersten Lehrjahr verdienen?», fragte vor allen Leuten Moderatorin Liv Weltzien ihre Co-Moderatorin Karina Spichiger. «800 Franken.» – «Das ist aber nicht gerade viel.» – «Naja, bei dir Kantischülerin wird es noch viele Jahre gehen, bis du überhaupt etwas verdienst». Das Beringer Moderationsteam erntete gleich zu Beginn des Lifetimes in der Kirche Gächlingen den ersten Lacher.

Mit viel Tempo stieg die fünfköpfige Band aus Hallau in einen Liederblock ein, in dem sie neben neuen Kirchenliedern, viele davon auf Englisch, auch den Klassiker «Gott ist gegenwärtig» aus dem 18. Jahrhundert sangen.

Das Anspiel-Team John Hagmann und Yanik Wulle aus Beringen nahm das Thema Lehre vs. Kantonsschule auf, indem sie zwei junge Menschen spielten, die mit grossen Erwartungen in ihre jeweilige Ausbildung einsteigen und am Schluss beiden desillusioniert aufgeben.

Der 21-jährige ehemalige Lehrling Marco Russenberger aus Hallau erzählte aus seinem Leben und aus seiner Lehre und verglich Gott mit einem Lehrmeister, der einen glaubenden Menschen nicht los- und im Stich lasse. Er habe in seiner Konstrukteuren-Lehre einmal einen Plan «schludrig» gezeichnet, worauf ihn der Lehrer wieder an den Platz geschickt habe, um den Plan neu zu zeichnen. Weil auch die überarbeitete Version noch Fehler aufwies, musste Marco wieder und wieder zu seinem Platz, bis der Lehrmeister – um 19.30 Uhr! – endlich zufrieden war. «Ich habe mich sehr geärgert, als ich endlich draussen war, aber dann fiel mir auf, dass der Lehrer ja auch bis halb acht da blieb, damit ich etwas lerne und die Prüfung in der folgenden Woche nicht versiebe.» So ähnlich sei es auch im christlichen Glauben: Man erlebe mit Gott viel Schönes, aber auch manche Herausforderungen, die es mit Gott gemeinsam zu meistern gelte. Er empfahl den 50 Teenagern und Erwachsenen, eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus aufzunehmen und von ihm zu lernen, was es bedeutet, nicht nur an sich zu denken, sondern auch an andere.

Auf die Predigt folgte eine offene Phase, während die Band ein paar weitere Lieder sang: Die Teenager konnten für sich beten lassen, sie konnten das Gehörte mit der eigenen Unterschrift besiegeln, und sie konnten an verschiedenen Tischen mit Spielchips in verschiedenen Spielen ihr Glück versuchen.
Nicht nur an sich zu denken, sondern vom eigenen Reichtum weiterzugeben an Menschen, die es nicht so gut haben wie Menschen im Chläggi, war das Stichwort des Mitteilungsblocks mit dem Einsammeln der Kollekte für das Waisenhaus Selam in Äthiopien.

Auf das gemeinsam gebetete «Unser Vater» und das Segenslied folgte der Imbiss mit Bratwürsten und Chips.

Der Lifetime ist ein gemeinsames Projekt der reformierten Kirchgemeinden Löhningen–Guntmadingen und Gächlingen, dem römisch-katholischen Pastoralraum Neuhausen–Hallau und den Evangelischen Freikirchen Beringen und Hallau. Nächster Lifetime: 12. Januar 2019 in der katholischen Kirche Hallau.
Autor: Lukas P. Huber     Bereitgestellt: 25.08.2018