Etwas aus dem FF und ein PC - Dankeswort an Kirchenrätin Sabine Dubach

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Sabine Dubach (Foto: db)
Sich hervorragend auszukennen heisst «Etwas aus dem ff zu können» oder sich besonders gut mit einem Thema auszukennen. Dies gilt zweifelsfrei für die Person, von der wir nach 24 Jahren im Kirchenrat Abschied zu nehmen haben: Kirchenrätin Sabine Dubach.
Rundschreiben R,
Für die Erklärung dieser Redensart «Etwas aus dem ff zu können» muss bis zu den alten Römern ausgeholt werden. Diese hatten schon vor fast 2000 Jahren ein eigenes Rechtssystem entwickelt. Einen Teil der römischen Gesetzeswerke, die so genannten «Pandekten» - das heisst so viel wie «das Allumfassende» - wurde im Alltag mit dem griechischen Buchstaben «Pi» «π»abgekürzt. Eigentlich praktisch – aber in Eile geschrieben sah das Pi schon mal aus wie zwei kleine «f». Und irgendwann setzte sich tatsächlich die Abkürzung «ff» für das Gesetzeswerk durch.

«Etwas aus dem ff können» bedeutet für Sabine Dubach freilich etwas Anderes. Diese beiden «ff`s» stehen in ihrem Leben für einen ständig beherzten und engagierten Einsatz für zwei Personengruppen: die Freiwilligen und die Frauen. Das Engagement für diese beiden Gruppen (und nicht nur für diese) war und wird ihr ein Herzensanliegen auch über die Zeit des Kirchenrat-Daseins hinaus bleiben und dies aus gutem Grund, denn: Was wäre die Kirche, was wären die Kirchgemeinden ohne die vielen Freiwilligen, die hier tätig sind? Immer wieder hat Sabine Dubach darauf hingewiesen, die Menschen nicht aus dem Blick zu verlieren und den Menschen respektvoll zu begegnen, die die Kirche von unten aufbauen. Die die tragenden Säulen der Kirchgemeinden und des kirchlichen Lebens sind. Und dies sind einerseits die Freiwilligen. Und andererseits die Frauen. Wir mögen uns nur vorstellen, dass alle Frauen am Sonntag den Gottesdienst bestreiken und nicht hingehen würden. Ziemlich leer wären die Gotteshäuser. Wir mögen in gleicher Weise an die Frauen denken, die die Gemeindearbeit prägen, die in den Kirchenständen, in den Kirchgemeindeversammlungen und in den Synoden Verantwortung übernehmen. Ohne die Frauen sähen die Kirchen ganz schön verwaist aus. Zurecht hat Sabine Dubach hier einen Schwerpunkt ihrer Arbeit gesehen, sich immer wieder stark gemacht für die vielen Fragen der Gleichberechtigung (gleiche Rechte wie Rechts- und Lohngleichheit für alle Menschen) und für dieses grossartige Engagement dürfen wir ihr von Herzen danken.

Etwas aus dem FF und ein PC – diese Überschrift trägt dieses Dankeswort. Und PC meint an dieser Stelle nicht den «Personal-Computer», mit dem Sabine Dubach nie nur freundschaftlich verbunden war, sondern ein weiterer wichtiger Arbeitsbereich, den sie massgebend gefördert und unterstützt hat: die Palliative-Care. Als zuständige Kirchenrätin für die diakonische Arbeit hat sie nicht nur dafür Sorge getragen, dass die Kantonalkirche in ökumenischer Zusammenarbeit ein nachdenkenswertes Konzept «Seelsorge in Palliative Care» den Kirchgemeinden wie auch dem Kanton hat vorlegen können, sondern Dank gebührt ihr in gleicher Weise für ihren Einsatz für die Einrichtung der Hospizbetten, die mittlerweile fester Bestandteil im Kompetenzzentrum für Lebensqualität Schönbühl sind.

«Im Namen des Kirchenrates und der Mitarbeitenden, im Namen der Kirchgemeinden, die Du betreut hast, sage ich Dir, liebe Sabine, von Herzen Dank sagen. Deine Erfahrungen, Deine Weit- und Übersicht werden uns genauso fehlen wie Deine offenen und ehrlichen Worte. Wir wünschen Dir für Deinen weiteren Lebensweg den reichen Segen Gottes - für Dich selbst und für die Menschen, die Dir lieb und teuer sind. Bleib behütet und fröhlich im Herzen!»

Kirchenratspräsident Wolfram Kötter

» Download Foto für Medienzwecke (Foto: Doris Brodbeck)

» Interview im Kirchenboten mit Sabine Dubach

Kirchenrätin Sabine Dubach:
Kirchenrätin seit 1.7.1997 (Eintritt als 40Jährige)
Vizepräsidentin seit 1.7.2011
Referate im Kirchenrat
Ressort Klinikseelsorge inkl. Palliativ Care (Hospiz), Gefängnisseelsorge, Sozialdiakonie und Frauenarbeit
Notfallseelsorge
Kirchliches Konzept in Palliative Care: (Mit)Erarbeitung
Evang. Frauenhilfe Schaffhausen: Ansprechperson
Sexuelle Übergriffe und Grenzverletzungen: zuständiges Kirchenratsmitglied
Mitglied Kommissionen ökumenische Klinikseelsorgekommission und kirchenrätliche Frauenkommission
Mitglied Diakoniekonvent
Vizepräsidentin Vorstand Benevol SH bis Ende Juni 2021 (Mitinitiantin Konzept 1994 für Fachstelle für Freiwilligenarbeit und Gründungsmitglied 5. Dezember 1996, seither im Vorstand, Vorschlag für virtuelle GV, sie zum Ehrenmitglied zu ernennen).
Verein für Partnerschafts-, Lebens- und Schwangerschaftsberatung = Beratungsstelle für Partnerschaft und Schwangerschaft Schaffhausen (Präsidium weiterhin)
Delegierte:
Telefon 143 Frauenfeld Schaffhausen Winterthur
Diakonie Schweiz: Gesellschafterin
Schaffhauser Delegierte in der Synode der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz EKS
Mitglied Frauenkonferenz EKS
Zuständigkeit für Kirchgemeinden:
Stein am Rhein-Hemishofen, Burg, PAG Buch-Ramsen, SH-Zwingli, Lohn-Stetten-Büttenhardt
früher:
Beirat (aufgelöst)
Frauenhaus SH resp. Fachstelle Gewaltbetroffene
Mitglied Verfassungsrat für Kirchenverfassung und Kirchenordnung