Abschied von Spitalseelsorger Andreas Egli

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Vor zehn Jahren hat Andreas Egli am 1. Februar 2011 seine Stelle im Kantonsspital Schaffhausen angetreten. Es war damals eine Rückkehr in einer neuen Funktion, war Andreas Egli doch von 1985 bis 1998 Gemeindepfarrer, zuerst in Gächlingen und ab 1990 in Schaffhausen-Buchthalen, bevor es ihn wieder in seinen Heimatkanton Zürich zog. Nach grossem Einsatz und behutsamem Wirken als Seelsorger im Kantonsspital tritt er nun in den Ruhestand.
Sabine Dubach,
«Hingehen und hinschauen – das hat Jesus getan.» Seiner Antrittspredigt im Spitalgottesdienst am 20. Februar 2011 gab Andreas Egli den Titel «Besuch». Er betonte dabei, wie angewiesen ein kranker Mensch darauf sei, besucht zu werden. Das Thema «Besuch», das Gespräch und Zeit gleichermassen beinhaltet, ist für Andreas Egli ein zentrales Thema, nicht nur bei den Patient*innen und ihren Angehörigen, sondern bei all seinen Aufgaben in der Spitalseelsorge.
Am 2. Februar 2011 starb überraschend sein Vorgänger Pfarrer Walter Weber an Herzversagen, zwei Tage nach seiner Pensionierung. Eine der ersten Aufgaben von Andreas Egli war es daher, im Kantonsspital die Trauerarbeit über den Hinschied seines Vorgängers zu begleiten. Seine zuhörende, den Menschen zugewandte und herzliche Art und die Fähigkeit zur Vernetzung zeichnen Andreas Egli bis heute aus, ebenso seine Zuverlässigkeit sowie sein ausserordentliches Organisations- und Administrationstalent. Dank seiner einfühlsamen Art und seinem strukturierten Arbeiten hat die Spitalseelsorge ein festes Fundament, und das Zusammenwirken lebt und gedeiht mit den Freiwilligen, den Mitarbeitenden des Kantonsspitals, den Mitarbeitenden in der ökumenischen Notfallseelsorge sowie im Mesmer- und Musikdienst in den Spitalgottesdiensten und in der Zusammenarbeit mit dem katholischen Spitalseelsorger und den Gemeindepfarrämtern.

Gedenkfeiern für früh verlorene Kinder
Als Beispiel für sein erfolgreiches Wirken möchte ich ein Engagement von Andreas Egli besonders erwähnen: Seit fünf Jahren gibt es bei der Grabstätte für früh verlorene Kinder jährliche Gedenkfeiern in Zusammenarbeit mit Hebammen und der Stadt Schaffhausen.
Die Anerkennung und die Beliebtheit von Andreas Egli bei den Patient*innen, dem Personal des Kantonsspitals, den Kolleginnen und Kollegen und dem ökumenischen Seelsorgeteam waren spür- und erlebbar. Ende März tritt er offiziell ins Pensionsalter.

Wir danken Pfarrer Dr. Andreas Egli für seinen grossen Einsatz in den vergangenen zehn Jahren, sein behutsames und sorgfältiges Wirken als Spitalseelsorger. Für den neuen Lebensabschnitt wünschen wir Andreas Egli, seiner Ehefrau und seinen drei Kindern mit Partner*innen und ihrem Nachwuchs alles Gute und Gottes Segen.

Im Namen des evang.-ref. Kirchenrates Sabine Dubach, Vizepräsidentin
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Sabine Dubach
Unterer Schulweg 5
8203 Schaffhausen

052 624 79 33

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