Neuer Gefängnisseelsorger

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Der reformierte Pfarrer Matthias Koch wird ab 1. Dezember im kantonalen Gefängnis Seelsorge für Menschen aller Glaubensrichtungen leisten. Er wird von seinem katholischen Kollegen Ingo Bäcker ergänzt.
Doris Brodbeck,
Matthias Koch (39) ist seit 2013 Pfarrer in Neuhausen am Rheinfall und tritt ab 1. Dezember die Stelle als Gefängnisseelsorger im kantonalen Gefängnis an. Er wird dazu seine Gemeindestelle auf 80% reduzieren. Die Arbeit mit Menschen im Gefängnis verbindet er mit seiner Überzeugung, dass jeder Mensch ungeachtet seiner Biografie und seiner Handlungen eine unveräusserliche Würde hat. Darum versteht er eine Seelsorgebegegnung als vertraulichen Schutzraum, wo ein Mensch sich öffnen und über seine dunkelsten Ecken, aber auch über seine Hoffnungen sprechen kann. Diese Aufgabe bringt viele Begegnungen über religiöse, kulturelle und sprachliche Grenzen hinweg mit sich. Matthias Koch kommt für diese Aufgabe zugute, dass er fliessend Spanisch und Englisch spricht. Für ihn ist sein eigener Glaube eine persönliche Kraftquelle, es soll aber nie eine gestellte Bedingung oder Erwartungshaltung an sein Gegenüber sei. Denn: Seelsorge im Gefängnis steht allen offen – unabhängig der Herkunft und Religion, unabhängig von der Vorgeschichte und Lebenslage.