Kirche hat Potential

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Sommersynode in Beringen: Zustimmung zur Kirchenentwicklung
Die Synode der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Schaffhausen tagte am Donnerstagnachmittag 25. Juni in der Zimmerberghalle in Beringen und nahm die Rechnung 2019 diskussionslos ab und stellte Weichen für Entwicklungen in der Kirche.
Rundschreiben R,
Gemeindepräsident Hansruedi Schuler begrüsste die Versammlung. Corona habe gezeigt, dass Beringen trotz des Wachstums ein Dorf geblieben sei, wo man sich gegenseitig unterstützt. Trotz der ländlichen Umgebung hätten sich auch Freiraumkonzepte innerhalb des Siedlungsraums durchgesetzt.
Pfarrer Joachim Finger stellte die Kirchgemeinde anhand historischer Dokumente vor. Es sei eben eine Baukommissionen für einen Neubau des Pfarrhauses und eine Pfarrwahl gewählt worden, weil er nächstes Jahr pensioniert werde. Mit 27 Amtsjahren werde er allerdings nicht der Pfarrer mit der längsten Amtsdauer in Beringen sein. Als Dekan hielt er darauf die Andacht und wies am Beispiel des Johannisbrotbaums auf den generationenübergreifenden Nutzen des eigenen Tuns hin.

Weit über dem Budget
Die 55 Synodalen genehmigten die Rechnung 2019, die mit einem Erfolg von 542'000 Fr. weit über dem Budget lag. Genehmigt wurde damit auch die Rückstellung von 100'000 Fr. für die Gottesdienst-Ersatzangebote in Zeitungen, Radio, Fernsehen und Internet während der Corona-Krise. Finanzreferent Richard Rickli zeigte im Finanzplan auf, dass zwar die Steuereinnahmen trotz Mitgliederrückgangs noch stiegen, dass aber viel von wenigen starken Steuerzahlenden abhänge. Sollte sich Corona auf die Steuern auswirken, wären die guten Zeiten bald vorbei.

In die Zukunft investieren
Kirchenrätin Cornelia Busenhart stellte erste Auswertungen der externen Umfrage des Kirchenrats zu den Erfahrungen der Corona-Zeit vor. Dabei hätten sich jüngere Menschen klar mehr Profil von der Kirche gewünscht. Deutlich wurde auch ein Bedürfnis nach individuell nutzbaren spirituellen Angeboten sei es im Internet oder als Stationenwege in Kirchen und in der Natur. Die noch laufende Ausschreibung für eine Fachstelle für Kirchenentwicklung habe zudem viele Bewerbungen gebracht von Menschen, die in der Kirche noch Entwicklungspotential sehen.

Strukturen an der Basis sind entscheidend
Das Konzept der Kirchenentwicklung wurde mit wenigen Gegenstimmen angenommen. Ferner soll 2021 eine Aussprachesynode Freiraum für Neuerungen schaffen. Zur Krise im Rat der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz sagte Kirchenrätin Sabine Dubach, dass sie auf eine baldige Aufarbeitung hoffe und gab zu bedenken, dass das kirchliche Leben an der Basis zähle, wie die Erfahrungen von Corona gezeigt haben.

Wahlen
Für den aus der GPK zurücktretenden Stefan Leistner Baumgardt wurde Hansueli Scheck gewählt. Sabine Dubach wird ab Ende Jahr in der Synode der EKS ersetzt durch Kirchenratsschreiberin Gabriele Higel und als Stellvertretung wurde Kirchenrätin Cornelia Busenhart gewählt. In die vorbereitende Kommission für die Aussprachesynode wurden neben den bereits gewählten Marianne Näf und Felix Ott auch David Walter, Karin Baumgartner und Synodepräsident Werner Käser berufen.

Engagement für die Welt
Marianne Näf informierte, dass sich die Kommission für gesellschaftspolitische Verantwortung die Konzernverantwortungsinitiative vornehmen und zur Meinungsbildung beitragen wolle. Kirchenrätin Cornelia Busenhart erläuterte, dass die Synode der EKS bei der Fusion von HEKS und Brot für alle für 2021-2022 angemahnt habe, dass die Relevanz als kirchliches Hilfswerk deutlich verankert werden sollte.

» Fotos im Original
2020 Sommersynode in Beringen
26.06.2020
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