Bettagsaktion hilft gewaltbetroffenen Mädchen

Bild wird geladen... (Foto: zvg)
Bettagsaktion_aktuelles Projekt (Foto: zvg)
Angesichts von Corona ist die Arbeit von «Don Bosco Fambul» noch wichtiger geworden, den Mädchen Sicherheit, Geborgenheit und Schulung zu bieten. Vor kurzer Zeit wurde zudem ausserhalb der Stadt ein weiteres Haus bezogen, das noch mehr Erholung sowie Ausbildung in Haushalt und Garten ermöglicht. Die Sammlung der Schaffhauser Bettagsaktion sichert die fachkundige Begleitung der jungen Gewaltopfer und schenkt ihnen so neue Lebensperspektiven.
Doris Brodbeck,
Zuflucht für misshandelte Mädchen
Das Kinderschutzzentrum «Don Bosco Fambul» in Freetown, Sierra Leone, bietet insbesondere auch misshandelten Mädchen und jungen Frauen Zuflucht. «Fambul» heisst in der Krio-Sprache «Familie». Die Strassensozialarbeiterinnen des Zentrums beobachten seit der Ebola-Krise eine erschreckende Zunahme von minderjährigen Prostituierten im Alter von 8 bis 17 Jahren auf dem Strassenstrich, in Bordellen und in Nachtclubs. Die meisten sind krank, verletzt, mangelernährt, wurden misshandelt und sind traumatisiert. Sie müssen zuallererst aufgefangen und aufgepäppelt werden, damit Heilung möglich wird. Im Zentrum erhalten sie Schutz, Unterkunft und Verpflegung, medizinische, psychologische und pädagogische Betreuung, Schul- und Berufsausbildung. Spiel und Sport sind ebenso Therapiegegenstand wie Konfliktbewältigung, Persönlichkeitsbildung, Ernährungs- und Gesundheitsberatung. Wer mag, darf auch an den Gebetszeiten der Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos, die das Zentrum leiten, teilnehmen.

Die Homepage der Schaffhauser Bettagsaktion – eine gemeinsame Aktion der drei Schaffhauser Landeskirchen – wurde erneuert und den heutigen Anforderungen an Sicherheit und verschiedene Formate angepasst. » www.bettagsaktion.ch

Doris Brodbeck, OeME-Beauftragte

Unterwegs 30.8.2020: Interview mit Katharina Kocherhans zum Projekt