Verabschiedung und neue Aufgaben

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Ursula Schöttli und Daniela Scherello
Pfarrerin Kati Rechsteiner übernimmt die Aufgabe der Prüfungsexpertin im Konkordat und Pfarrerin Daniela Scherello übernimmt von Ursula Schöttli die Aufgabe der Vermittlung von Pfarrstellvertretungen in der neuen Form als Stellvertretungspfarramt.
Rundschreiben R,
Was macht die Pfarrerin, wenn sie plötzlich krank wird und eigentlich Gottesdienst zu halten hätte? Was macht der Pfarrer, wenn er in Ferien möchte und alle Kollegen und Kolleginnen, die sonst für ihn den Gottesdienst übernehmen, sind auch nicht da? Na klar: Ursula Schöttli anrufen! Dies war fast 30 Jahre lang eine ziemlich sichere Möglichkeit, jemanden zu finden, der einspringen kann.

Ursula Schöttli hat seit 1990 die Vermittlungsstelle für pfarramtliche Stellvertretungen geführt und diese Arbeit auf Ende 2019 aufgegeben. In diesen 30 Jahren hat sie viele Pfarrpersonen kennengelernt, ist mit vielen Besonderheiten in den einzelnen Kirchgemeinden umgegangen und musste sich auch mit manchen Empfindlichkeiten auseinandersetzen. War am Anfang ihrer Tätigkeit noch ein Zähler am Telefon, dessen Einheiten für die Arbeit sie gegenüber der Kantonalkirche als Spesen abrechnen konnte, hat sie in den letzten Jahren zunehmend auf Mail und elektronische Formulare umstellen können.

Ursula Schöttli hat sich auf ihre ruhige, engagierte und kenntnisreiche Art in den Dienst der Kirche gestellt, den sie stets auf der Basis des Leitspruchs unserer Kirchenordnung tat: Denn ein anderes Fundament kann niemand legen als das, welches gelegt ist, Jesus Christus.
Kantonalkirche und Pfarrerschaft haben Ursula Schöttli herzlich zu danken und wünschen ihr alles Gute und Gottes Segen für den weiteren Weg!

Gabriele Higel, Kirchenratsschreiberin

Erste hundert Tage im Stellvetretungspfarramt

Die ersten 100 Tage sind noch nicht voll, jedoch kann ich vom Kern der Tätigkeit - des Pfarramtes für Pfarramtsstellvertretungen - und von den Anfängen berichten: Den Mittelpunkt der Tätigkeit stellt die Vermittlung für Vertretungen dar. Neu werden nicht nur Vertretungen für Sonntagsgottesdienste vermittelt, sondern genauso für weitere Gelegenheiten, wie beispielsweise dem Pikettdienst für Beerdigungen und Seelsorge. Die Gründe weshalb eine Pfarrperson eine Vertretung sucht, sind vielfältig: vielleicht ist die Pfarrerin mit den KonfirmandInnen gerade im Konfirmandenlager, ein Pfarrer befindet sich auf Fortbildung oder ihm steht ein Freisonntag zu. In der Regel planen Pfarrpersonen das Jahr zeitig durch, so dass die stellvertretenden Personen sich einstellen können. Kurzfristige Anfragen für Vertretungen sind weniger häufig (meist ist dann Krankheit der Grund), hierbei kann es anspruchsvoller sein eine Stellvertretung zu finden, da die anzufragenden TheologInnen ebenfalls ihre durchgeplanten Agenden besitzen. Ein anderer Teil der Arbeit besteht darin, den Überblick über das Pool von Personen zu behalten, die Freude und Zeit mitbringen Vertretungen zu übernehmen, dies meint auch die lebensgeschichtlichen Veränderungen bei angehenden oder pensionierten Pfarrpersonen im Blick zu behalten oder bei TheologInnen ohne Pfarramt. «Endlich haben wir eine Ansprechperson» tönte es kürzlich am Telefon, und damit ist ein weiteres Quantum der Arbeit zusammengefasst, denn häufig kontaktieren mich Pfarrkollegen, weil sie Fragen rund um das Prozedere mit Vertretungen für verschiedenste Belange und Situationen mitbringen. Nicht zuletzt beinhaltet die Pfarrstelle ebenso, gegebenenfalls selbst einzuspringen und anderenorts Predigt zu halten. Wenn die Anzahl der Vermittlungen bereits in den ersten Wochen der Summe entspricht, die vorher während eines Jahres üblich war, so scheint eine Pfarrstelle für Pfarramtsstellvertretungen nicht ganz am Bedarf vorbeizugehen.

Daniela Scherello, Stellvertretungspfarramt