Bericht Präsidienkonferenz

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Es ist inzwischen ein guter Brauch, dass zu Beginn eines neuen Jahres der Kirchenrat die Kirchenstands- und Kirchgemeindepräsidien einlädt. Dieser Anlass – die Präsidenkonferenz – dient der Information und vor allem auch dem Austausch.
Rundschreiben R,
So konnte Kirchenratspräsident Wolfram Kötter am Abend 7. Januar denn auch Präsidentinnen und Präsidenten aus 25 Kirchgemeinden begrüssen.
Informiert wurde seitens des Kirchenrats über:
Den sog. Sonderprivatauszug, der seit letztem Jahr von der Kantonalkirche bei Neuanstellungen verlangt wird.
Ein Sonderprivatauszug weist Gerichturteile aus, die ein Berufsverbot, Tätigkeitsverbot oder Kontakt- und Rayonverbot enthalten, sofern dieses Verbot zum Schutz von Minderjährigen oder anderen besonders schutzbedürftigen Personen erlassen wurde. Die Einführung ist also vor dem Hintergrund der gewachsenen Aufmerksamkeit gegenüber Missbrauchsfällen geschuldet. Den Präsidentinnen und Präsidenten wurde empfohlen, sich Gedanken zu machen, ob bei Anstellungen in der Kirchgemeinde künftig ebenfalls ein Sonderprivatauszug verlangt werden soll.
Die Zusammenarbeit zwischen Kirchenständen und den Synodalen der Kirchgemeinde.
Dem Kirchenrat ist aufgefallen, dass der Informationsfluss zwischen Synodalen und Kirchenständen nicht in allen Kirchgemeinden gut ist. Dieser ist aber unbedingt notwendig, wenn Synodale die Anliegen der Kirchgemeinde in der Synode gut vertreten sollen. So wäre eine Kirchenstandssitzung zwischen dem Versand der Unterlagen und dem Synodentermin (im Fall der kommenden Sommersynode zwischen 05.06. und 25.06.) wünschenswert. Für die Sommersynode vom 25. Juni 2020 hat sich der Ratspräsident der EKS, Gottfried Locher als Gast angesagt.
Die Unterbesetzung von Kirchenständen
Einige der Kirchenstände sind unterbesetzt, was nicht nur (zu) viele Arbeiten auf (zu) wenige Schultern verteilt. Vielmehr müssen auch rechtliche Konsequenzen bedacht werden, wenn etwa ein formal nicht beschlussfähiger Kirchenstand teilweise weitreichende Beschlüsse tätigt. Das Thema wird unsere Kirche im Zusammenhang mit der Kirchenentwicklung noch stärker beschäftigen.
Den Kirchlichen Unterricht an den öffentlichen Schulen
Die Primarlehrerkonferenz hat einem Antrag mit grossen Mehr zugestimmt hat, der vorsieht, dass aufgrund der grossen Raumnot in einigen Schulhäusern Raum und Zeit für den kirchlichen Unterricht nur noch «nach Möglichkeit» zur Verfügung gestellt werden sollen und nicht mehr garantiert wird. Ein gemeinsames Positionspapier der beiden betroffenen Landeskirchen ging an den zuständigen Erziehungsrat. Die Kirchenstandspräsidien wurden bereits vor der Konferenz brieflich informiert.
Das Positionspapier und der Bericht des Kirchenboten darüber sind online unter » www.ref-sh.ch/schulraeume

Die Kirchgemeinden SH-Buchthalen und SH-Zwingli berichteten über ihre jeweiligen Projekte, die zur Bewahrung der Schöpfung beitragen sollen:
Grüner Güggel
Im Kanton Schaffhausen wird die Kirchgemeinde SH-Buchthalen die erste Kirchgemeinde sein, die Mitte 2020 das Zertifikat «Grüner Güggel» bekommen wird. Das Umweltmanagementsystem Grüner Güggel ist angetreten, Kirchgemeinden bei der Verbesserung ihrer Umweltleistung und der Optimierung des Ressourcenverbrauchs zu unterstützen.

Blue Community
Die Kirchgemeinde Zwingli hat sich vor kurzem der sog. «Blue Community» angeschlossen, die zur Respektierung des Menschenrechts auf Wasser beitragen will und die verschiedenen Akteure miteinander ins Gespräch bringen soll.
Eine intensive Diskussion folgte dann zum Thema Kirchenentwicklung, das mit der Schaffung eines neuen Referats im Kirchenrat stark in den Fokus gerückt ist. Unter der Fragestellung «Was braucht Eure Kirchgemeinde» wurde angeregt gesprochen, wurden Ideen platziert, wurden Erfahrungen ausgetauscht. Und es wurde festgestellt, dass das Thematisierung der Frage wohin sich unsere Kirche entwickeln soll, spannend, notwendig und wesentlich ist und unserer Kirche längerfristig beschäftigen wird.

Gabriele Higel, Kirchenratsschreiberin