Budgetsynode in Stein am Rhein

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Synodebüro: v.l. Samuel Tanner, Angela Maria Christen, Olaf Wolter, Werner Käser, Jeannine Saumweber
In der Mehrzweckhalle Schanz in Stein am Rhein fand die Budgetsynode der Evangelisch-reformierten Kirche mit 49 Synodalen statt. Geleitet wurde sie von Synodepräsident Werner Käser.
Rundschreiben, Doris Brodbeck,
Dekan Joachim Finger wies in seiner Andacht auf die eindrückliche Wirkung von Licht im Dunkeln hin und Ruth Müller begrüsste die Synodalen als Präsidentin des Kirchenstands Stein am Rhein-Hemishofen.

Als Einleitung zum Budget hielt Finanzreferent Richard Rickli einen Ausblick auf die Mitglieder- und Kostenentwicklung in den kommenden Amtsperioden und sah keinen grossen finanziellen Spielraum angesichts des Rückgangs der Mitglieder. Das Budget mit einem Ertrag von 200'000 Fr. bei einem Aufwand von knapp 7 Mio Franken wurde darauf einstimmig genehmigt. Gut geheissen wurde auch eine befristete Testphase für ein Stellvertretungspfarramt von 20% zur Unterstützung bei Stellvertretungsengpässen. In die neu geschaffene kirchenrätliche Kommission für gesellschaftspolitische Verantwortung konnten Andreas Heieck, Marianne Näf und Christine Rebsamen gewählt werden.

Kirchgemeindeentwicklung

Um Bedürfnisse nach Spiritualität, nach Individualität wie auch nach Zugehörigkeit in Dörfern und Quartieren ansprechen zu können, präsentierte Kirchenrätin Cornelia Busenhart Ideen für eine Kirchgemeindeentwicklung und verglich diese mit einem Gewächshaus. Es gelte, ein Klima zu schaffen, in dem Unterschiedliches wachsen kann: «Wir werden zwar kleiner, aber wir wollen stark sein, vital und bunt.» Dieser Entwicklungsprozess sollte Leidenschaft an der Mitarbeit in der Kirche wecken und von einer Kommission und allenfalls einer Fachstelle begleitet werden. Die Synode hiess den Antrag gut, wonach der Kirchenrat einen Zukunftsfonds für die Unterstützung der Kirchenentwicklung vorbereiten soll. Nach der Vernehmlassung in den Kirchgemeinden soll ein entsprechender Dekretsentwurf wieder in der Synode diskutiert und entschieden werden.
In einer Motion forderte der Synodale Andreas Hess, einen Fonds zu äufnen, um Pfarrstellenkürzungen aufzufangen. Die Motion wurde von Konradin Winzeler abgeändert in einen Auftrag an den Kirchenrat, zukunftsfähige Strukturen zu entwickeln, die Einnahmen und Personal in ein Gleichgewicht bringen. Eine kleine Anfrage von Hansueli Scheck nach der Attraktivierung von Kirche angesichts von Kirchenaustritten beantwortete Kirchenratspräsident Wolfram Kötter mündlich und wies auf den Besuch des Kirchenrats bei der kirchlichen Quartierarbeit «Zytlos» in Zürich hin.

Die Synodale Gisela Hatt fragte schliesslich nach der Position des Schaffhauser Kirchenrats zur «Ehe für alle». Kirchenrätin Sabine Dubach erklärte, dass nun zunächst 2020 im National- und Ständerat über die «Ehe für alle» entschieden werden müsse. Im Falle eines Ja auf politischer Ebene schliesse sich der Kirchenrat der Position des Kirchenbundes an, dass man die rechtlich geschlossenen Ehe – im Sinne eines Nachvollzugs – auch kirchlich segnen könne.
2019 Wintersynode
21.11.2019
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