Synode: Neue Kirchenleitung gewählt

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Wolfram Kötter: Vorstellung an der Synode
Das Parlament der Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons Schaffhausen traf sich zur ganztägigen Sommersynode mit 55 Anwesenden im Reckensaal in Thayngen. Gemeindepräsident Philippe Brühlmann empfing sie mit einem Blick in Geschichte und Gegenwart der Reiatgemeinde.
Rundschreiben R
Der neu gewählte Synodenpräsident Werner Käser aus Stein am Rhein führte durch die Geschäfte. Er ersetzte den zurücktretenden Präsidenten Andreas Rechsteiner aus Dörflingen. Auf die neue Amtsperiode trat auch Kirchenratspräsident Frieder Tramer nach fünfzehn Jahren im Kirchenrat und acht Jahren im Präsidium zurück. An seiner Stelle wurde Pfarrer Wolfram Kötter fast einstimmig gewählt. Auch die verbleibenden Ratsmitglieder wurden glanzvoll bestätigt: Finanzreferent Richard Rickli, Sabine Dubach, Matthias Eichrodt und Cornelia Busenhart.

Der neue Kirchenratspräsident heisst Wolfram Kötter
Vor seiner Wahl wurde Wolfram Kötter nach seiner Einstellung zur gesellschaftspolitischen Verantwortung der Kirche befragt, die später behandelt werden sollte. Er legte dar, die Kirche könne bei gesellschaftspolitischen Fragen nicht schweigen. ‘Als Kirche tragen wir gesellschaftliche Verantwortung aus einer theologischen Motivation heraus.’ Er erntete dafür breiten Applaus. Zu seiner Wahl sagte er, er freue sich, die Aufgaben mit dem bestehenden Gremium zusammen anzugehen: ‘Wir sind nie alleine Kirche.’

Kirchenrat Richard Rickli stellte das überraschend positive Resultat der Rechnung 2018 mit einem Erfolg von 622'000 Fr. bei einem Ertrag von 7,26 Mio in den Zusammenhang der Steuereinnahmen, die pro Kopf seit 2006 um über 100 Fr. gestiegen sind. Diese könnten über die Jahre stark schwanken. Konstant sei nur der Rückgang der Mitglieder, was bei den Einnahmen noch nicht zu spüren ist. Es sei nun gelungen, die gewünschte Reserve zu bilden. Die Rechnung wurde einstimmig genehmigt.

Gesellschaftspolitische Verantwortung
Zum Eintreten auf das Dekret über die gesellschaftspolitische Verantwortung der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Schaffhausen gab es kontroverse Meinungen. Die einen meinten, das Dekret sei eine Hilfe, diese Verantwortung wahrzunehmen, andere fanden es unnötig, da der Kirchenrat gemäss Kirchenverfassung bereits diese Kompetenz habe. Bei der Debatte über das Dekret wurde mehrfach die Erwartung geäussert, in der Kirche sollten unabhängig von parteipolitischer Zugehörigkeit Stellungnahmen aus der christlichen Tradition heraus als Orientierungshilfe erarbeitet werden. Das Dekret wurde verabschiedet, und der Kirchenrat wird nach einer zweijährigen Versuchsphase Bericht erstatten.

Pfarrer Martin Breitenfeldt stellte als Co-Geschäftsführer des » Bodenseekirchentags 2020 das Treffen vor, das am Bettagswochenende im September 2020 rund 6‘000 Menschen nach Schaffhausen führen soll. Es lebe nicht zuletzt von der aktiven Beteiligung verschiedenster Gruppen auch aus den Kirchgemeinden.

Doris Brodbeck, Kommunikationsbeauftragte
2019 Sommersynode
20.06.2019
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