Der Schaffhauser Stadtverband wandert auf dem Hugenottenweg

Bild wird geladen...
Gemeinsamer Aufstieg: vorne: Pfarrerin Beatrice Heieck und Verbandspräsident Beat Stöckli
Zum Abschluss der laufenden Amtsperiode gab es am 23. März 2019 für die Frühlings-Klausurtagung des Verbands der Kirchgemeinden der Stadt Schaffhausen ein besonderes Programm. Die geladenen Mitarbeitenden (PräsidentInnen, Pfarrpersonen, Sozialdiakoninnen und weitere) wanderten auf dem Hugenotten- und Waldenserweg von Eglisau nach Rüdlingen, wo sie im Begegnungszentrum Rüdlingen zum Mittagessen erwartet wurden.
Doris Brodbeck,
Die Ausschreibung verhiess, man wolle miteinander unterwegs sein, mit Zwischenhalten, Weggesprächen, Impulsen und Gedankenanstössen und einem gemeinsamen Mittagessen als Abschluss. Bei strahlendem Wetter genoss man die Wanderung in der wundervollen Landschaft dem Rhein entlang, verbunden mit den Einblicken in die Geschichte, die Regula Küpfer, Vorstandsmitglied des Hugenotten- und Waldenserwegs Aargau-Zürich-Schaffhausen und ehemalige Kirchenstandspräsidentin von Schaffhausen-Herblingen, vermittelte.

Erinnerung an die Hugenotten-Flüchtlinge
Geführt wurden sie von Regula Küpfer, die bei Pausen auf dem Weg in die bewegte Geschichte dieser Glaubensflüchtlinge einführte. Sie berichtete von der Schaffhauser Arbeitsgruppe, die eine Kopie des Gipsmedaillons mit der Darstellung eines Hugenotten im Grossen Haus am Fronwagplatz erstellen und in der Passage vor dem Stadtarchiv anbringen liess. Sie erzählte von der Herkunft der Flüchtlinge, den Fluchtwegen und der grossen Personenzahl, die pro Jahr Schaffhausen erreichten. Dann erklärte sie, wie die evangelischen Orte der Eidgenossenschaft und insbesondere Schaffhausen, wo die Mehrheit der Flüchtlinge für die Weiterreise ausgerüstet werden mussten, diesen Flüchtlingsstrom zu bewältigen suchten. Schliesslich streifte sie auch die Krise, die entstand, als Waldenser wieder zurückkehren wollten und zu Hunderten vor der Stadt in Herblingen und Thayngen lagerten und schloss mit einem Bericht, der uns ein junger Mann aus Oranien (Orange) hinterlassen hat und die Monate, die er in Schaffhausen verbrachte als «die schönsten Tage meines Lebens» bezeichnete.
2019-03-23 Hugenottenweg
27.05.2019
4 Bilder