Präsidienkonferenz: Persönlichkeitsprofil für Pfarrstellen

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Thomas Schaufelberger: Aus- und Weiterbildung Pfarrerinnen und Pfarrer
An der Präsidienkonferenz informierten sich die kirchlichen Präsidien darüber, wie sie ihre Pfarrstellen für Stellensuchende attraktiv machen und warum sie ihre Pfarrpersonen unterstützen sollten, wenn diese sich in der Notfallseelsorge engagieren.
Rundschreiben R,
Kirchenratspräsident Frieder Tramer konnte 36 Delegierte aus 22 von 28 Kirchgemeinden und aus Geschäftsleitung und Vorstand des Stadtverbands Anfang Jahr zur Präsidienkonferenz begrüssen. Er nahm bei dieser Gelegenheit auch drei neu gewählte Präsidenten in Pflicht: Felix Leu aus Hemmental, Philippe Niklaus aus Gächlingen und Ruth Müller von der Kirchgemeinde Stein am Rhein-Hemishofen.

Der Referent Thomas Schaufelberger, Bereichsleiter A+W - Aus- und Weiterbildung der Pfarrerinnen/Pfarrer beschäftigt sich mit der Personalentwicklung in der Kirche, das heisst erstens der Fähigkeit der Kirche, ihre Mitarbeitenden längerfristig an sich zu binden, zweitens die Gewinnung von Mitarbeitenden über eine talentorientierte Ausgestaltung des Pfarramts und drittens der Förderung von Widerstandsfähigkeit und Motivation der Mitarbeitenden in herausfordernden Zeiten. In seinem Referat informierte er über Faktoren bei der Stellenwahl durch angehende Pfarrerinnen und Pfarrer. Dabei spielt die Region eine wichtige Rolle und eine wohlwollende, unterstützende Kultur. Der Amtsbereich im Pfarrhaus sollte gut abgetrennt und Wohngemeinschaften möglich sein. Der Kirchenraum ist wichtig und Teilzeitangebote sind auch für Männer ein Thema. Originalität bei der Ausschreibung wirkt abschreckend. Er wies auf eine Spitze bei der Zahl der Pensionierungen auch in Schaffhausen in zehn Jahren hin und auf die Tendenz zu mehr Teilzeitbeschäftigung bei 50 bis 80 Stellenprozenten. Er stellte das Hilfsmittel STEP vor, mit dem das eigene Persönlichkeitsprofil aber auch die Vorstellungen der Pfarrwahlkommission visualisiert werden können und gab zu bedenken, dass Stellensuchende damit gerne eine für sie passende Pfarrstelle finden. Vgl. » www.bildungkirche.ch/step

Andreas Egli, Spitalseelsorger, stellte seine Arbeit als Notfallseelsorger vor und warb dafür, es als Chance für die Kirchgemeinde anzusehen, wenn sich ihre Mitarbeitenden als Notfallseelsorger oder Notfallseelsorgerin schulen lassen. Dabei liege die Einsatzhäufigkeit bei zwei Einsätzen pro Person und Jahr. Im Jahr 2017 wurde die Notfallseelsorge bei 12 Ereignissen aufgeboten. Bei 11 Ereignissen handelte es sich um Todesfälle. Es ging meistens um die Betreuung der Angehörigen in den ersten Stunden. Bei zwei Ereignissen waren je zwei Notfallseelsorger im Einsatz. Das Team besteht zur Zeit aus Eva Baumgardt, Andreas Egli, Joachim Finger, Wolfram Kötter, Peter Vogelsanger und für die katholische Kirche Ingo Bäcker. Anhand eines Beispiels erläuterte Andreas Egli darauf den Ablauf eines Notfalleinsatzes. Eine gute Zusammenarbeit mit Polizei, Spital und Feuerwehr werde gepflegt.

Als Anliegen aus den Kirchgemeinden wurde nach Regelungen für die Pfarrgartenpflege oder die Heizkostenaufteilung gefragt. Pfarrer Daniel Müller berichtete über das Projekt «Grüner Güggel», das eine Umweltzertifizierung der Kirchgemeinde zum Ziel hat. Die Kirchgemeinde Schaffhausen-Buchthalen hat damit begonnen und gibt gerne Unterstützung. Der Internetbeauftragte Werner Näf orientierte über die Möglichkeit, sich als Kirchgemeinden dieses Jahr kostengünstig dem neuen Design der Kantonalkirche, das sich an verschiedene Bildschirmformate anpasst, anzuschliessen.

Doris Brodbeck, Kommunikationsbeauftragte