Theologe Karl Barth, Philosophin Hannah Arendt und Papst Johannes XXIII

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70 Jahre UNO Menschenrechte: v.l. Felix Blum, Matthias Eichrodt, Doris Brodbeck als Karl Barth, Papst Johannes XXIII und Hannah Arendt
Vor 70 Jahren hätte anlässlich der UNO Erklärung der Menschenrechte dieser fiktive Dialog stattfinden können. Im St. Johann sprachen Felix Blum, Doris Brodbeck und Matthias Eichrodt die Rollen des reformierten Theologen Karl Barth, der politischen Philosophin Hannah Arendt und von Papst Johannes XXIII.
Doris Brodbeck,
Alle drei betonten den Menschen als Beziehungswesen und votierten gegen eine Verkürzung auf eine einseitige Freiheit - während der Papst die Gott-Menschbeziehung den Persönlichkeitsrechten zugrunde legte und Karl Barth den Gehorsam gegenüber Gott betonte, kritisierte Hannah Arendt den Individualismus von der Vernunft her und verortete die Menschenrechte in einer politisch organisierten Gemeinschaft, die erst Rechte sichern kann. Sie hielt die Solidarität und fraternité gegen einen erstarrten Autonomiebegriff, der Begegnung und Bewegung verhindert. Karl Barth brachte die Gerechtigkeit gegenüber sozial Schwachen ins Spiel und der Papst setzte die Menschenwürde als Basis der Menschenrechte und forderte eine Verbindung mit den aktuellen Zeichen der Zeit, die Bewegung hin zu einer bürgerlichen Gesellschaft, zu einer neuen Rolle der Frauen in der Gesellschaft und die Entkolonialisierung der Völker.

» Fiktives Gespräch zu den Menschenrechten (Text)
Menschenrechtstag 2018a (08.12.2018)
09.12.2018
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