Wintersynode in der Zwinglikirche

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Die Synode der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Schaffhausen stellte sich hinter den Kirchenrat und bestätigte die Linie der Aussprachesynode, in ausgewählten Themen als Kirche politisch aktiv zu werden. Der Kirchenrat wurde ferner beauftragt, über ein Dekret Geld für die weitere Entwicklung der Kirchgemeinden bereit zu stellen. Nach zwei Amtsperioden als Kirchenratspräsident gab Frieder Tramer seinen Rücktritt aus dem Kirchenrat auf Juni 2019 bekannt.
Doris Brodbeck,
Synodepräsident Andreas Rechsteiner gab seiner Freude Ausdruck über die Gesprächskultur, die sich in der Synode entwickelt habe. Er wird ebenfalls auf Ende der Amtsperiode im Juni 2019 zurücktreten. Pfarrerin Miriam Gehrke Kötter begrüsste im Namen der Kirchgemeinde Zwingli die 64 Synodalen in einem Quartier mit vielen Nationen: «Wie die Zwinglikirche ein Zeltdach bildet mit offenen Wänden, so leben wir hier miteinander in einem guten Geist.»

Budget 2019
Kirchenrat Richard Rickli präsentierte den Voranschlag 2019 über 7 Mio Fr. mit einem Überschuss von 76'000 Fr. Das Reformationsjubiläum zum Reformator Johann Conrad Ulmer wird ein Schwerpunkt sein. In der Entwicklungszusammenarbeit werden 2019 über das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz HEKS Projekte in Simbabwe, in Siebenbürgen (Rumänien) und die HEKS Neuen Gärten im Quartier Niklausen in Schaffhausen unterstützt.

Politische Verantwortung der Kirche
Nach der Diskussion des Berichts zur Aussprachesynode hielt Kirchenratspräsident Frieder Tramer fest: «Wenn sich der Kirchenrat äussert, hat man in unserer reformierten Kirche die Freiheit, dies anders zu sehen.» Eine Stellungnahme sei eine Einladung zum Dialog. Ein Dialog geschehe aber nicht, wenn man nur still sei. Dem Kirchenrat wurde der Auftrag erteilt, ein Dekret zu erarbeiten, das vorsieht, dass er bei der Wahrnehmung politischer Verantwortung von einer synodalen Kommission beratend unterstützt werde.

Innovationsfonds
Die Synode befürwortete die Schaffung eines Innovationsfonds, um die Entwicklung der Kirchgemeinden zu unterstützen, die Entstehung gemeinsamer, regionaler Strukturen zu fördern und kirchliches Leben neuen Umständen anzupassen. Der Synodale Andreas Hess gab zu bedenken, dass die aktuellen Überschüsse in der Rechnung der mit der Strukturreform verbundenen Kürzung von Pfarrstellen zu verdanken sind.

Wechsel im Kirchenrat
Kirchenratspräsident Frieder Tramer erklärte an der Synode seinen Rücktritt auf Juni 2019. Er ist seit 2004 Mitglied des Kirchenrats und seit zwei Amtsperioden (seit 2011) dessen Präsident. Er möchte sich bis zur Pensionierung dem Gemeindepfarramt in Stein am Rhein und weiteren Aufgaben widmen.

www.ref-sh.ch/synode
» Stellungnahme des Kirchenrats zur Selbstbestimmungsinitiative und Medienecho
» Bericht zur Aussprachesynode
» Antrag zur Aussprachesynode
2018 Wintersynode
22.11.2018
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