Impuls-Morgen Wundertüte Mensch

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Wir sind Wundertüte!
Ruth Gehring,
Einer Einladung zu folgen, welche den obigen Namen trägt, bedeutete sicherlich für einige der freiwilligen Helfenden etwas Unsicherheit und ein paar Fragezeichen. Unsere Kursleiterin, Frau Elisabeth Sauter-Rufer, ist freischaffende Theaterpädagogin und erläuterte gleich zu Beginn ein, wie wichtig ihr ist, dass dieser Morgen losgelöst sein soll, vom Pflichtgefühl perfekt zu sein und alles richtig zu machen. Eingangsspiele in den verschiedenen Gruppen boten die Möglichkeit zu entdecken, wie viel Gemeinsames, aber auch wie viel Individualität in der Gruppe und in jedem einzelnen steckt.
Haben Sie schon einmal in einer Gruppenübung einen Buchstaben dargestellt? Notwendig dazu waren Fantasie, Körpereinsatz und Spielfreude. Das Zusammensetzen der Buchstaben ergab das Wort «Wertefrei» und dieses Wort bildete in allen Übungen die Voraussetzung, dass sich an diesem Morgen jede und jeder soweit einbringen darf, dass es für den Einzelnen stimmt. Die Vielfalt von uns allen, plus Ideenreichtum haben Lösungen ergeben. Fähigkeiten, welche alle Teilnehmenden auch in der Freiwilligenarbeit, welche sie in ihrer Kirchgemeinde tätigen, brauchen und einsetzen sollen.
Der nächste Impuls widmete sich dem Kontaktaufnehmen; als gesamtstädtische Veranstaltung haben sich viele der Teilnehmenden nicht gekannt. Kontakt aufnehmen per Knie oder per Ellbogen? Auch das funktioniert. Je mehr Zeit und Vertrauen ins Spiel kommt, desto besser. Der Spass in den Gesichtern zu sehen hat Freude gemacht. In Gruppen ging es anschliessend darum, mit den Stühlen nonverbal Begriffe wie Dreieck, Schlange, Chaos, Risiko und Geborgenheit darzustellen. Beim Begriff Risiko haben die Stuhlkreationen deutlich an Höhe gewonnen, beim Begriff Geborgenheit wurden sie eng und kuschelig.
Die anschliessende Pause kam äusserst willkommen und in der Cafeteria wurde gesund geschlemmt.
Nach der Pause galt es die aufkommende Vertrautheit zu integrieren. Zu führen und geführt zu werden ist nicht einfach, in beide Rollen muss man sich einlassen können. Von den Teilnehmenden wurde diese Übung sehr unterschiedlich empfunden. Langsam neigte sich der Impuls-Morgen seinem Ende entgegen, jedoch nicht ohne die letzte Aufgabe, in der Gruppe eine Weihnachtsfeier zu organisieren. Dies geschah unter dem Aspekt, dass sich in der Gruppe ein Optimist, ein Griesgram, ein Helfertyp. ein Perfektionist, ein Chaot, ein Hypochonder und ein Sonderling befinden. Die Wundertüte Mensch liess bei dieser Aufgabe tief blicken, auch wenn die Rollen nur gespielt worden sind.
Eine Entspannungsübung rundete diesen impulsiven und sehr kreativen Morgen ab. Wir Organisierenden vom städtischen Diakoniekapitel hoffen, mit diesem Morgen unsere freiwilligen Mitarbeitenden in ihrem (Selbst)Vertrauen, ihrem Ideenreichtum, in ihrer Fantasie und in ihrem Humor für ihre vielfältigen, nicht immer leichten Aufgaben, gestärkt zu haben.

Wundertüte Mensch
12.11.2018
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