Kirche für KOVI

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Gäste aus Kolumbien: Kirche für KOVI
Am Dienstagabend 30. Oktober 2018 sind um 19.00 Uhr zwei Gäste aus Kolumbien im Haberhaus zu Besuch zusammen mit Stephan Suhner von der Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien ask! Sie berichten über die Umsiedlungen am Rande der weltweit grössten Kohlemine. Anschliessend wird mit dem Publikum diskutiert, was die Schweiz mit der Konzernverantwortung bzw. dem indirekten Gegenvorschlag des Nationalrats daran ändern könnte.
Doris Brodbeck,
Gäste aus Kolumbien berichten…
… über Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden der Kohlemine El Cerrejón in Kolumbien
Wie hilft die Konzernverantwortungsinitiative den Betroffenen in Kolumbien?

Die Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien (ask!) hat zwei Gäste aus Kolumbien für eine Vortragsreise Ende Oktober 2018 eingeladen: Samuel Arregocés, Sprecher der afrokolumbianischen Gemeinde Tabaco und Jenny Paola Ortiz von der NGO CINEP. Sie erzählen von der schwierigen Alltagssituation der betroffenen Gemeinschaften und berichten über Menschenrechtsverletzungen und die Umweltverschmutzung durch die Kohlemine El Cerrejón im Departement Guajira, die zu 33 Prozent Glencore gehört.
Mit dem Publikum diskutieren wir anschliessend, was die Konzernverantwortungsinitiative KOVI an der Situation ändern könnte.

Schaffhausen, Di 30. Oktober 2018
Haberhaus, Neustadt 51, 19.00 Uhr
Freier Eintritt mit Kollekte
Übersetzung Spanisch-Deutsch
Platz-Reservation (Tische beschränkt)

Worum geht es?
Das Departement Guajira ist der grösste Kohleproduzent Kolumbiens. 30 Jahre Bergbauboom haben die Lebensumstände der Bevölkerung aber kaum verbessert, 55 Prozent der Bevölkerung leben in Armut. Vielmehr verursacht die Mine El Cerrejón Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden. Viele Gemeinschaften wurden zwangsumgesiedelt, kulturell entwurzelt und verloren ihre Lebensgrundlage. Im ganzen Departement herrscht grosse Wasserknappheit. Eine aktuelle Umweltstudie hat nun Schwermetallkonzentrationen im Wasser deutlich über den kolumbianischen Grenzwerten für den Erhalt einer gesunden Flora und Fauna festgestellt.

Unsere Gäste aus Kolumbien:
Samuel Arregocés ist Sprecher der afro-kolumbianischen Gemeinde Tabaco im Departement Guajira. Er engagiert sich für die Rechte seiner im Jahr 2001 in einem brutalen Polizeieinsatz geräumten Gemeinde und darüber hinaus auch für die vom Bergbau betroffenen Gemeinden in der ganzen Region. Samuel war bereits mehrmals in Europa und trat an Aktionärsversammlungen von Glencore und an öffentlichen Veranstaltungen auf. Wegen akuter Bedrohung lebt er momentan ausserhalb seiner Heimatgemeinde.
Jenny Paola Ortiz ist Sozialwissenschaftlerin und begleitet seit über zehn Jahren afro-kolumbianische und indigene Gemeinschaften in ihrem Kampf um Anerkennung ihrer ethnischen und kulturellen Rechte. Seit 2014 arbeitet Jenny für die NGO CINEP. CINEP begleitet mehrere Gemeinschaften im Einflussbereich von El Cerrejón seit vielen Jahren, dokumentiert Menschenrechtsverletzungen, stärkt die Organisationen und erarbeitet mit den Gemeinschaften ihre Geschichte auf.

Kirche für KOVI ist eine Aktion der Arbeitsgruppe Brot für alle - Fastenopfer Schaffhausen.

https://www.kirchefuerkovi.ch/
https://konzern-initiative.ch/

Dokumente

KOVI
11.05.2018
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