Diplomfeier des 21. Schaffhauser Orgelkurses

Ute Nürnberg,
Diplomfeier Orgelkurs 2018 —  v.l. Kursleitung Peter Leu, Ute Nürnberg, Christoph Honegger, Kirchenrat Matthias Eichrodt, Saori Eckle, Elias Huber, Marine Eggli, Fabrizia Riederer.<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>2954</div><div class='bid' style='display:none;'>47872</div><div class='usr' style='display:none;'>330</div>

Am Montag, den 27. August, fand als letzter Anlass des Orgelkurses 2016-2018 die feierliche Diplomübergabe in einem kleinen Kreis im St. Johann statt. An diesem Abend konnten Saori Eckle, Marine Eggli, Fabrizia Riederer und Elias Huber ihr Diplom entgegennehmen, drei weitere Kandidatinnen haben alle Module absolviert und möchten die praktische Prüfung im kommenden Jahr ablegen.
Eindrucksvoll liess Peter Leu die Orgel zu Beginn erklingen und spielte das Präludium D-Dur BWV 532 von J. S. Bach.

Anschliessend begrüsste Christoph Honegger die Anwesenden und hielt eine kleine Rückschau auf die Kursjahre und was es alles zu lernen galt: Musiktheorie, Orgelbau, Orgelliteraturkunde, Hymnologie und Liturgik. Er sprach über die Orgel als ganz besonderes und auch altes Instrument, das bereits im 3. Jahrhundert v. Chr. von Ktesibios aus Alexandrien erfunden wurde.
Nach einem gemeinsamen Lied wendete sich Kirchenrat Matthias Eichrodt an die Diplomanden. Er dankte ihnen, dass sie den Aufwand und die Mühen, ein solches Instrument zu erlernen, nicht gescheut hätten. Nun könnten sie zusammen mit den Pfarrpersonen Gottesdienste gestalten, in denen Gottes Wort nicht allein durch das Reden und Hören, sondern auch über die Musik in die Herzen der Menschen zu dringen vermag. Wie unterschiedlich die Orgel als Gottesdienstinstrument wahrgenommen wurde, veranschaulichte Eichrodt mit verschiedenen Beispielen aus der Zeit der Reformation und danach. So ging es z.B. in Schaffhausen darum, die abgebrochenen Kirchenorgeln wieder in Stand zu setzen. Doch die Kosten hierfür, wie auch die für die Bezahlung eines Organisten, waren gewichtige Gegenargumente.
Letztendlich haben sich die Orgelbefürworter durchgesetzt und heute hat nahezu jedes Kirchlein eine Orgel. Darum werden die Diplomanden dringend gebraucht, die erhabenen und vielgestaltigen Orgeln in der Stadt sonntags wie feiertags, zu Hochzeiten, Beerdigungen oder an eigenen Orgelkonzerten zum Klingen zu bringen. Bei der Überreichung der Diplome gratulierten der Kirchenrat und das Kursleitungsteam allen Beteiligten und wünschten den jungen MusikerInnen alles Gute und Gottes Segen für den weiteren Weg und ihr musikalisches Wirken.

Mit der Fuge D-Dur BWV 532 und einem kleinen Apéro klang die Diplomfeier aus.
Ein neuer Organistenausbildungskurs ist für 2019-2021 vorgesehen. Die Ausschreibung erfolgt im kommenden Frühling.

Ute Nürnberg
Autor: Doris Brodbeck     Bereitgestellt: 28.08.2018    
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