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Wort der Schaffhauser Kirchen zum Bettag

Rundschreiben R,
Museum Burghalde, Lenzburg<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>4358</div><div class='bid' style='display:none;'>46818</div><div class='usr' style='display:none;'>330</div>

«Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Kirche.» Diesen Satz, den vor über 50 Jahren das Zweite Vatikanische Konzil hervorgebracht hat, können wir drei Schaffhauser Landeskirchen aus Überzeugung unterschreiben. Was sind Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute?
Der Geist, aus dem wir leben
Ein Wort, das nach unserem Eindruck die derzeitige Situation in unserer Gesellschaft zutreffend beschreibt, ist «Verunsicherung». Menschen, wie wir sie erleben, sind verunsichert darüber, wie das einigermassen sicher geglaubte Gefüge in der Weltpolitik sich verschiebt und durcheinandergerät.
Menschen sind verunsichert davon, dass sie immer weniger wissen, welchen Informationen in den Medien aller Art sie eigentlich noch vertrauen können.
Menschen sind verunsichert über die Frage, wie durch das Zusammentreffen verschiedener Kulturen etwa aufgrund grosser Migrationsbewegungen ein toleranter und respektvoller Umgang miteinander gelingen kann.
Menschen sind verunsichert, wenn Werte, die lange als wert-voll galten, plötzlich scheinbar wert-los werden oder in Konflikt geraten mit anderen Werten.
Was lässt sich einer solchen allgemeinen Verunsicherung entgegensetzen?
Wir sind davon überzeugt, dass das, was dem einzelnen Menschen in seiner Verunsicherung Boden unter den Füssen geben kann, auch einer ganzen Gesellschaft Halt geben könnte. Wir nennen es «Spiritualität». Es meint den Geist, aus dem wir leben, die Quelle, aus der wir schöpfen, die Luft, die wir atmen.
Spiritualität betrifft alles, was einem Leben Sinn, Hoffnung, Vertrauen und Würde verleiht. Dieses Verständnis von Spiritualität ist insbesondere in der Palliative Care zuhause – bei der Begleitung schwerkranker Menschen – und gehört so zu einem menschenwürdigen, lebenswerten Leben.
Spiritualität ist keine Antwort auf alle Fragen. Aber sie ist die Suche danach. Und diese Suche ist fraglos reichhaltiger, wenn niemand allein suchen muss, sondern wenn Menschen gemeinsam auf die Suche gehen. Dabei können und wollen wir als Kirche mitgehen.

Evangelisch-reformierte Kirche, Römisch-katholische Kirche, Christkatholische Kirche
Autor: Doris Brodbeck     Bereitgestellt: 16.09.2018    
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