Teilerfolg für KOVI in Bern

Doris Brodbeck,
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La Buena Vida (Das gute Leben): Filmabend im Haberhaus 5.6.18, moderiert von Ruedi Waldvogel

Die Schaffhauser Arbeitsgruppe Brot für alle-Fastenopfer hat viel Unterstützung gespürt und diese auch an die Schaffhauser Nationalräte weitergeleitet, an Martina Munz und Thomas Hurter. Der indirekte Gegenvorschlag zur Konzernverantwortung wurde nun am 14. Juni im Nationalrat angenommen - mit Abstrichen gegenüber der Initiative - und geht weiter an den Ständerat.
Vor zwei Jahren waren im Rahmen der ökumenischen Kampagne Brot für alle - Fastenopfer Unterschriften gesammelt für die Konzernverantwortungsinitiative - mit Standaktionen der Arbeitsgruppe Brot für alle - Fastenopfer in Stein am Rhein, Neuhausen und Schaffhausen. Nun war es für sie klar, dass sie die Nationalräte auffordern wollten, zum nächsten Schritt beizutragen.

Die Unterstützung war riesig: Beim Filmabend im Haberhaus erschienen über 80 Personen und spendeten grosszügig für die Arbeit Schweiz-Kolumbien, wo Dörfer wegen der Mega-Kohlemine (1/3 im Besitz von Glencore Schweiz) umsiedeln müssen und nun unter Wassermangel leiden und sammelten Unterschriften für den Brief an den Nationalrat.

Beeindruckend waren auch die 221 Unterschriften, die zusammenkamen und an die beiden Schaffhauser Nationalräte weitergeleitet worden sind. Martina Munz hat sehr positiv geantwortet. Von Thomas Hurter kam keine Antwort.

Unser nächstes Ziel: Im Ständerat darf der indirekte Gegenvorschlag nicht weiter geschwächt werden. Mit einer Fahne kann man das bekräftigen: konzern-initiative.ch/fahne

Die Anliegen an den Nationalrat lauteten:
Unterstützungsschreiben zur Konzernverantwortung im Nationalrat

Sehr geehrte Frau Nationalrätin Martina Munz
Sehr geehrter Herr Nationalrat Thomas Hurter

Vielen Dank, dass Sie sich für die Volksanliegen aus dem Kanton Schaffhausen im Nationalrat einsetzen! Die Arbeitsgruppe Brot für alle – Fastenopfer Schaffhausen begleitet die ökumenische Kampagne der Schaffhauser Landeskirchen, die sich jährlich mit der Lebenssituation von Menschen in Übersee befasst. Sie erwartet vom Nationalrat eine wirksame Umsetzung der Sorgfaltspflicht der Konzerne weltweit, wie sie auch in den USA und der EU nach UNO- und OECD-Leitprinzipien für Unternehmen eingeführt worden ist.

Der Nationalrat ist verantwortlich für eine Kohärenz des Handelns in den verschiedenen Bereichen der Schweizer Politik und des schweizerischen Wirtschaftens im Ausland: Es sollten durchgehend die in der Schweiz selbstverständlichen Werte der Menschenwürde, der Fairness und der Ökologie gelten. Diese Werte stehen auch hinter der Schweizer Geschäftsherrenverantwortung im Inland.

Schwere Arbeit von Kindern, die Zerstörung von Dorfgemeinschaften und ihren Lebensgrundlagen bis hin zur Bedrohung an Leib und Leben, die Verschmutzung von Trinkwasser und die Verbrennung von Wäldern mit den dort lebenden Tieren – vieles widerspricht den Grundwerten der Schweizer Politik. Doch in der Schweiz ansässige Konzerne sollen bei ihrer Auslandtätigkeit diese Grundwerte stärken.

Freiwilligkeit ist keine Grundlage für eine verbindliche Rechtsordnung und Rechtsstaatlichkeit. Im Sinne einer Sorgfaltspflicht sind wirtschaftliche Akteure verantwortlich, wenn sie gegen besseres Wissen und ohne hinreichende Prüfung Menschenrechtsverletzungen und Umweltschädigungen zum eigenen Vorteil nutzen.

Die Unterzeichnenden bitten Sie, sich im Nationalrat für einen griffigen indirekten Gegenvorschlag zur Konzernverantwortungsinitiative stark zu machen:
> Sorgfaltspflicht in sensiblen Tätigkeitsbereichen (bei Rohstoffabbau und Rohstoffhandel)
> Schutz der Menschenrechte, keine Kinderarbeit, keine Gefährdung an Leib und Leben, Zugang zu sauberem Trinkwasser, Ernährungssouveränität
> Schutz der Umwelt: Wasser, Tiere, Klima

Schaffhausen im Juni 2018
Autor: Doris Brodbeck     Bereitgestellt: 14.06.2018    
aktualisiert mit kirchenweb.ch         213.144.137.52   54.196.98.96