Der Druck entwich – explosionsartig

Lukas P. Huber,
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Am Samstag, 13. Januar 2018, war der erste «Lifetime» des Jahres angekündigt. 90 Teenager erlebten in der Chrischona Hallau einen vielfältigen Jugendgottesdienst. Er stand unter dem Titel «Unter Druck». Der Druck wurde ganz konkret abgelassen. Es ging ganz schnell.
«Du kannst versuchen, alles in dein Leben hineinpumpen. Oder du sagst irgendwann: Ach, alles egal, und lässt alle Luft raus.» Anna Näf liess aus dem Ballon in ihrer Hand alle Luft ab. Sie nahm damit in der Predigt das Motto des Jugendgottesdienstes Lifetime von Samstag, 13. Januar 2018 in Hallau auf: «Unter Druck».

Das Thema des überkonfessionellen Klettgauer Jugendgottesdienstes wurde gut eingeleitet vom reformierten Moderationsteam Noah Näf und Stephan Tanner. Letzterer erzählte unter dem Gelächter der rund 90 Teenager und jungen Erwachsenen bei der Begrüssung mit einer Flipchart-Grafik, wie er hätte lernen sollen, doch dann kam der Spengler Cup und Netflix dazwischen, und jetzt sei er extrem unter Druck vor seinen (angeblichen) Prüfungen.

Die Mädchen des Roundabout Beringen präsentierten einen Tanz, und die Band der Chrischona-Gemeinde Hallau stimmte die Leute mit modernen Kirchenliedern ein auf das Anspiel von Moreno De Lorenzis, Flavio Maggi und Julian Schott vom katholischen Pastoralraum. Die drei schilderten, wie sie unter Druck von Familie, Berufswahl und (wieder grosses Gelächter) Freundin stünden.

Anna Näf zitierte zu Beginn der Predigt eine Instagram-Liste mit 50 Dingen, die man vor 18 Jahren getan haben sollte. Entweder waren die Anwesenden zu jung, oder sie waren weit davon entfernt, alle Dinge der Liste wie «vor der Polizei flüchten» gemacht zu haben. Trotzdem, sagte Näf, sei Druck in heutigem Leben von Jugendlichen ein grosses Thema. Ihr Rat: Nicht alles hineinpacken, bis der Druck zu gross wird, sondern – sie blieb im Bild des Ballons – den Lebensballon mit Gottes Helium füllen zu lassen, damit das Leben leichter wird. «Gott sagt dir: Ich liebe dich bedingungslos! Das hilft dir raus aus dem Auf und Ab von Instagram!» sagte die 23-jährige reformierte Theologiestudentin.

Um das Predigtthema sichtbar werden zu lassen, wurden die Teilnehmenden nach der Predigt eingeladen, einen Ballon aufzublasen, mit einem Filzstift auf den Ballon zu schreiben, was sie unter Druck setzt und den Ballon über einer Feuerschale von den Flammen explodieren zu lassen. Anschliessend konnte, wer wollte, Bitten an Gott auf einen Zettel aufschreiben und den Zettel an einen mit Helium gefüllten Ballon anbinden; auf ein Signal hin entliessen alle Anwesenden ihre Bitten in den kühle Nachthimmel. Mit dem Unser Vater und einem Segenslied endete der erste von drei Lifetime-Jugendgottesdiensten des Jahrs 2018.

Der Lifetime ist ein gemeinsames Projekt der reformierten Kirchgemeinden Löhningen–Guntmadingen und Gächlingen, dem römisch-katholischen Pastoralraum Neuhausen–Hallau und den Evangelischen Freikirchen Beringen und Hallau.
Autor: Lukas P. Huber     Bereitgestellt: 13.01.2018    
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