Zukunft der Kirche – Kirche der Zukunft

Stefan Leistner Baumgardt,
Ideenfindung<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>4281</div><div class='bid' style='display:none;'>41851</div><div class='usr' style='display:none;'>472</div>

Am Freitag, 10.11., und Samstag, 11.11., trafen sich gegen 60 Kirchgemeindemitglieder der Pastorationsgemeinschaft TOW in der Mehrzweckhalle in Osterfingen zu einem Workshop. Hierbei ging es um die spannende Frage nach der Zukunft unserer Kirchgemeinden. Wo sollen Schwerpunkte liegen und welche alten Zöpfe dürfen wir abschneiden?
Nach einem genüsslichen Apéro begrüsste um 18.00 Uhr Brigitte Külling, Kirchenstandpräsidentin Wilchingen, Alex Stoll, Kirchenstandpräsident Osterfingen und Bernd Rosenberg, Kirchenstand Trasadingen die anwesenden Mitglieder und den Prozessbegleiter Bernhard Neyer. In kurzen Worten erläuterten alle drei Ziel und Zweck des Workshops und forderten dazu auf, persönliche Erwartungen an diesen zwei Tagen einzubringen.

Bernhard Neyer erklärte gezielt Ablauf, Spielregeln, Arbeitsweise und die Verwendung der Resultate. Als Ausgangslage waren erstmals die eigenen Standpunkte der Teilnehmer gefragt. Wie erlebst du die Kirchgemeinde? Was ist dir im Zusammenhang mit der Zukunftsentwicklung besonders wichtig? Dazu wurden Aussagen oder Bilder verteilt, und jeder stellte sich dorthin, wo ihm Bild oder Wort am meisten entspricht. Dazu wurden von Bernhard Neyer in kurzen Interviews einzelne Statements abgeholt. Gruppenweise wurde in kleinen Kreisen diskutiert über Sonnen- und Schattenseite der Kirchgemeinde. Welche Trends und Entwicklungen in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft, welche das kirchliche Umfeld prägen und beeinflussen, sind Chancen? Wo liegen Gefahren? Das Erarbeite wurde aufgeschrieben und im Plenum vorgestellt. Alle Resultate wurden fortlaufend in einem Punktesystem gewertet.

Am Samstagmorgen um 08.30 Uhr fanden sich die ersten TeilnehmerInnen ein. Bei Kaffee und Zopf wurde munter geplaudert oder bereits schon diskutiert über das Erschaffte vom vorgehenden Abend. Um 9.00 Uhr ging es dann wieder an die Arbeit. Unser Tagungsleiter begrüsste alle und vergegenwärtigte den aktuellen Stand. Die Gruppen vom Freitagabend waren wieder neu durchmischt. Die nächste Aufgabe bestand darin, sich ins Jahr 2025 zu versetzen, wo „ paradiesische“ Voraussetzungen bestehen. Jede Gruppe stellte ihre tollen, teils auch utopischen Ideen auf humorvolle Weise vor. Da gab es ab und zu so einiges zum Schmunzeln. Wir wurden wieder ins Jahr 2017 versetzt und stellten fest, dass es noch ein steiler Weg bis zu unseren Wunschträumen ist. Das gemeinsame Mittagessen mit einer feinen Gersten- oder Kürbissuppe durfte bei einem Glas Wein genossen werden, abgerundet mit Kaffee und Kuchen.

Gestärkt ging es wieder zurück an die Arbeit. Aufgrund der Punktevergebung konkretisierte sich immer mehr heraus welche Bedürfnisse da sind. Im Laufe des Nachmittags zeigte sich, wo in Zukunft die Schwerpunkte gelegt werden sollten: In die Familien-, Kinder- und Jugendarbeit soll investiert werden, die Kirchenräume vielseitiger genutzt werden, die Musik in den Gottesdiensten abwechslungsreicher sein und mehr soziale Kontakte sowie aktive Freizeitgestaltung ermöglicht werden. Zu jedem dieser Punkte wurden jetzt Massnahmen und Lösungsansätze gesucht. Nach so vielen Gesprächen stimmte Pfr. Leistner Baumgardt zum Abschluss ein Lied an, und alle durften eine Reformationssuppe, (die Verpackung mit den Gesichtern der Reformatoren Luther, Zwingli, Calvin) mit nach Hause nehmen, und der Workshop endete um 16.00 Uhr.

Nun wissen wir, wo die Hebel angesetzt werden müssen. Finden wir jetzt genug engagierte Mitglieder, die sich einbringen?
Autor: Stefan Leistner Baumgardt     Bereitgestellt: 16.11.2017    
aktualisiert mit kirchenweb.ch         213.144.137.52