"Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist & Gott was Gottes ist" ... !

Werner Käser,
Reformationssonntag 2017<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>2294</div><div class='bid' style='display:none;'>41685</div><div class='usr' style='display:none;'>912</div>

Glaube, Politik & Schule: Der Festgottesdienst der Kirchgemeinde Burg am Sonntag 5.November 2017 stand ganz im Zeichen des Jubiläums 500 Jahre Reformation. Nicht die grossen historischen Zusammenhänge, welche in den vergangenen Monaten medial ausgiebig beleuchtet worden waren, wurden beleuchtet. Sondern es ging ganz konkret um unsere Gemeinde, was die Reformation hier und jetzt für das Zusammenleben zwischen Kirche und Staat bedeutet. Dazu hatte Pfarrer Beat Jungen drei Gäste eingeladen aus Politik und Schule eingeladen:
Schulleiterin Sandra Mosberger aus Eschenz sowie die Gemeindepräsidenten Harry Müller aus Wagenhausen und Claus Ullmann aus Eschenz gaben im Gespräch Auskunft darüber, welches die Bedeutung der Kirche für Schule und Politik ist und was die weltlichen Verantwortungsträger von der Kirche erwarten. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Stadtmusik Stein am Rhein, welche mit ihrem manchmal getragenen und feierlichen, dann aber auch forschen und kräftigen Spiel die Gottesdienstbesucher erfreute.
Claus Ullmann erhofft sich von der Kirche, dass sie sich noch mehr einmischt, wenn es um soziale Gerechtigkeit in der Welt geht. Harry Müller wiederum wünscht sich eine offene, der Zukunft zugewandte Kirche, welche mit den Möglichkeiten von heute auch die kommende Generation anspricht. Beide Gemeindepräsidenten bezeichneten die Zusammenarbeit zwischen politischer Verwaltung und Kirchgemeinde als problemlos. Schulleiterin Sandra Mosberger wiederum verwies auf den Bildungsauftrag der Volksschule, die christlichen Werte zu vermitteln und den Menschen als Ganzes zu bilden; sie würde dafür gerne noch enger mit den Katechetinnen der Kirchgemeinde zusammenarbeiten.
In seiner Predigt spann Pfarrer Beat Junger den Faden zu jener Geschichte aus dem Markus-Evangelium auf, in der Jesus von den Pharisäern die Fangfrage gestellt wird: Soll man dem Kaiser Steuern zahlen oder nicht? Jesus antwortete darauf: «Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist». Kein Schwarz/Weiss-Denken, kein simples Ja oder Nein: Für unsere Zeit heisst das, wir sollen in der Welt von heute stehen und Verantwortung übernehmen, dabei aber Gott als Herr und seine Gebote als Leitplanken für unser Handeln erkennen.
Autor: Beat Junger     Bereitgestellt: 07.11.2017    
aktualisiert mit kirchenweb.ch         213.144.137.52