30 Jahre im Kirchendienst

Doris Brodbeck,
Blumenschmuck Münster<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>2770</div><div class='bid' style='display:none;'>16688</div><div class='usr' style='display:none;'>1154</div>

Drei dreissigjährige Dienstjubiläen gibt es in der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Schaffhausen diesen Monat zu feiern. Der Kirchenrat gratuliert Pfarrerin Beatrice Heieck-Vögelin in der Kirchgemeinde Schaffhausen St.Johann-Münster und dem Pfarrehepaar Karin Baumgartner-Vetterli und Martin Baumgartner in der Kirchgemeinde Schaffhausen Steig. Ferner feiert Kirchenrätin Sabine Dubach aus Schaffhausen-Buchthalen ihr 20 Jahrjubiläum. Sie ist Vize-Präsidentin des Kirchenrats und zuständig für Sozialdiakonie, Spitalseelsorge und Frauenarbeit.
Pfarrerin Beatrice Heieck-Vögelin begann ihre Tätigkeit als Pfarrerin in der Kirchgemeinde Schaffhausen Zwingli 1987, übernahm 1992 ein Teilzeitpfarramt in der Kirchgemeinde Schaffhausen St. Johann und ist seit 2015 als Leiterin des Mitarbeiterteams in der fusionierten Kirchgemeinde zu St. Johann-Münster tätig. Sie ist verheiratet mit Andreas Heieck und Mutter der beiden heute erwachsenen Kinder. Sie arbeitete im Team der kirchlichen Radio-Sendung Unterwegs mit und stand bis vor kurzem der kirchenrätlichen Kommission für den kirchlichen Unterricht vor. Ihre Schwerpunkte sind Unterricht und Seelsorge sowie die Seelsorge im Altersheim Schönbühl. Sie schätzt es, Menschen unterschiedlichsten Alters auf ihrem Lebens- und Glaubensweg zu begleiten und mit ihnen Gemeinschaft zu erleben. Kindern tragende Erfahrungen mit dem Glauben zu schenken, ist ihr ein grosses Anliegen. Sie hat dazu die ökumenischen Kindertage und Kleinkinderfeiern ins Leben gerufen, den Kirchennachmittag "Arche" mit biblischen Geschichten, den Adventsfensterkalender im Niklausenquartier und das Weihnachtsspiel.

Pfarrerin Karin Baumgartner-Vetterli startete mit ihrem Mann Pfarrer Martin Baumgartner 1987 in der Kirchgemeinde Neuhausen. Das Pfarrehepaar wechselte mit der Familie 1994 in die Kirchgemeinde Schaffhausen Steig. Seit 2013 versieht Karin Baumgartner zudem ein Teilzeitpfarramt in der Kirchgemeinde Siblingen bzw. seit 2015 in der Pastorationsgemeinschaft Beggingen-Siblingen.

Pfarrerin Karin Baumgartner-Vetterli ist fasziniert davon, die Bibel in die heutige Lebenswelt und Sprache zu übersetzen, experimentiert gerne mit Gottesdienstformen und unterrichtet leidenschaftlich gerne. Sie freut sich auch über den Erfahrungsreichtum der älteren Generation. Sie pflegt von der Steigkirche aus einen fruchtbaren Kontakt zu einer reformierten Kirchgemeinde und einem kirchlichen Behindertenheim in Ostungarn und baut eine Gemeindepartnerschaft zwischen Siblingen und einer reformierten Kirchgemeinde in Rumänien auf. Das Zusammensein mit Menschen freut sie sehr und dass man so gemeinsam voneinander lernen kann.

Pfarrer Martin Baumgartner ist die Verkündigung der frohen Botschaft wichtig, die für alle Menschen gilt: in der Predigt, im Unterricht und in der Seelsorge. Er setzt sich für die Kirche als eine Volkskirche ein, die für alle Menschen da ist. Das ist sein Credo.

Kirchenrätin Sabine Dubach trat ihr Amt vor 20 Jahren an. Sie war Mitglied im Verfassungsrat für die neue Kirchenverfassung und die Kirchenordnung und engagiert sich in der Reformkommission, die den kirchlichen Reformprozess mit Vertretenden der verschiedenen Berufsgruppen und Behörden berät. Sie setzt sich für gute gesetzliche Grundlagen und für die Gleichwertigkeit von Sozialdiakonie und Pfarramt ein. 2004 konnte sie die erste Ordination von Sozialdiakoninnen durchführen. Sie steht als Vereinspräsidentin der Beratungsstelle für Partnerschaft und Schwangerschaft vor, ist Gründungsmitglied von Benevol und pflegt die ökumenische Zusammenarbeit im sozialen Engagement der Kirche. Sie betreut die Seelsorge an den Spitälern Schaffhausen und veranlasste und begleitete die Ausarbeitung des landeskirchlichen Konzepts für Palliative Care, das auch Eingang in das kantonale Konzept fand. Ihr Interesse an der Frauenbewegung führte zu kulturellen Veranstaltungen wie die Ausstellungen zu Frauenhandel oder zu weiblicher Genitalverstümmelung, für deren Organisation sie weitere interessierte Institutionen zusammenführte. Sie ist Vizepräsidentin des Kirchenrats und auch Ansprechperson für sexuelle Belästigungen oder Machtmissbrauch in der Kirche.

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Autor: Doris Brodbeck     Bereitgestellt: 08.11.2017    
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