Verabschiedung der Sozialdiakonin Bettina Hitz-Bovey

Rundschreiben R,
Bettina Hitz-Bovey —  Foto: Adriana Schneider<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>2954</div><div class='bid' style='display:none;'>36487</div><div class='usr' style='display:none;'>330</div>

Diesen Sommer wird die Sozialdiakonin Bettina Hitz-Bovey in der Kirchgemeinden Burg Stein am Rhein pensioniert. Sie übergibt den Vorsitz des Diakoniekonvents an die Sozialdiakoninnen Bea Graf und Priska Rauber, die ihn gemeinsam leiten werden. Bettina Hitz-Bovey wird als Synodale ihrer Kirchgemeinde und als Mitglied der OeME-Kommission weiterhin ehrenamtlich tätig sein. Kirchenrätin Sabine Dubach blickt zurück.
Der Stellenantritt von Bettina Hitz-Bovey in der Kirchgemeinde Stein am Rhein-Burg erfolgte am 1. August 1993. Damals bezeichnete man eine Sozialdiakonin noch als Gemeindehelferin. Berufsbegleitend besuchte sie die Ausbildungsstätte für kirchliche Mitarbeitende «akim» der Zürcher Landeskirche. Die Leidenschaft für soziale Themen hatte sie schon entdeckt als Praxisleiterin beim Betriebsarzt der Georg Fischer AG +GF+. Damals war +GF+ noch das grösste Unternehmen des Kantons Schaffhausen mit rund 6'000 Mitarbeitenden in Schaffhausen selber. Zur reformierten Kirche fand sie schon früh eine Beziehung, da ihre Eltern Mesmer in der Stadtkirche in Stein am Rhein waren und zuletzt noch das Mesmeramt uf Burg versahen, der jetzigen Arbeitgeberin von Bettina. Ihre tiefsten kirchlichen Wurzeln sind in der Stadtkirche in Stein am Rhein, dort wurde sie getauft und konfirmiert. Ihren späteren Ehemann lernte sie in der Jugendgruppe kennen und mehr und mehr wurde die Kirchgemeinde Burg zu ihrer Heimat mit Heirat und Taufe der beiden Mädchen in der ältesten Kirche des Kantons Schaffhausen. Neben ihren eigenen Kindern hat Familie Hitz-Bovey 10 Pflegekinder betreut Also das Dienen für unsere Mitmenschen ist für Bettina Lebensinhalt und -aufgabe. Auch Heimat bedeutet für Bettina sehr viel. So versah sie Ihre Arbeit als Dienerin für unsere Kirche und ihre Menschen fast 24 Jahre in der Kirchgemeinde Burg.

Gründungsmitglied des Diakoniekonvents
1995 wurde die neue Berufsbezeichnung sozialdiakonische Mitarbeiterin SDM eingeführt. In der evang.-ref. Kirche des Kantons Schaffhausen wurde 1997 ein Verfassungsrat einberufen, um eine neue kirchliche Verfassung zu erarbeiten. Bettina war von an Anfang in diesem Verfassungsrat, der zuerst die neue Kirchenverfassung schuf und mit der Vollendung der Kirchenordnung 2007 seine Arbeit abschloss. In diesem Zusammenhang wurde die Sozialdiakonie in unserem Kanton neu aufgegleist und wie ich meine aufgewertet. Es wurde der Diakoniekonvent geschaffen, dem Bettina seit der Gründung 2004 vorstand. Am 23. März 2004 fand der erste Konvent statt, der auch ein Grusswort der Dekanin des Pfarrkonventes von Schaffhausen beinhaltete. Ein inoffizieller Erfahrungsaustausch fand schon länger innerhalb der Mitarbeitenden der Sozialdiakonie statt, aber mit Annahme der neuen Kirchenverfassung wurde der Konvent offiziell. Zusammen mit der Schreibenden wurde ein Statut zum Konvent verfasst. Seither wurden 26 Konventssitzungen unter der Leitung von Bettina abgehalten. Diese Konvente beinhalteten neben dem Austausch und den statutarischen Geschäften auch immer fachliche Inputs. Die Mitglieder des Konventes arbeiten in verschiedenen kirchlichen Gremien mit und vertreten die Sozialdiakonie. So war Bettina beispielsweise Mitglied der Arbeitsgruppe für ein kirchliches Konzept in Palliative Care, das 2016 vollendet wurde.
Bettina hat sich in den letzten 24 Jahren immens für ihren Berufsstand und damit für die Sozialdiakonie eingesetzt sowie für die Gleichwertigkeit von Diakonat und Pfarramt. Ein Höhepunkt ihrer beruflichen Laufbahn war sicherlich ihre eigene Ordination am 28. November 2004 zusammen mit drei Stadtschaffhauser Kolleginnen in ihrer Heimatkirche, der Johanneskirche auf Burg in Stein am Rhein. Erst 2009 wurde auf deutschschweizerischer Ebene offiziell der Berufstitel Sozialdiakon / Sozialdiakonin eingeführt für Personen mit den entsprechenden Qualifikationen.

Mehr Zeit für sich
Mit viel Einsatz hat sie ihre Berufung als Sozialdiakonin geleistet in einem 70 Prozent, nebenbei noch mit freiwilliger Arbeit in der Kirchgemeinde wie beispielsweise das Mitfühlen und Kümmern um Kirchgemeindemitglieder, deren Leben Herausforderungen brachte, die schwer zu bewältigen waren oder der Mitgliedschaft in den Pfarrwahlkommissionen. Dies alles bewältige Bettina mit Hingabe, obwohl auch ihr Ehemann schon jung an Parkinson erkrankte und die Betreuung immer intensiver wird.
So wünsche ich Bettina für den neuen Lebensabschnitt mehr Zeit für sich selbst, ihren Ehemann, ihre Kinder und Enkelkinder. Sie bleibt in der Kirchgemeinde Stein am Rhein-Burg wohnen und wird alle Menschen, die ihr ans Herz gewachsen von einer neuen Warte aus begegnen. Ich danke dir Bettina von Herzen für deinen grossen Einsatz und vor allem für die vertrauensvolle und sehr gute Zusammenarbeit in den vergangenen 20 Jahren.

Sabine Dubach, Kirchenrätin
Autor: Doris Brodbeck     Bereitgestellt: 07.07.2017    
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