Partnerschaft auf Augenhöhe (OeME-Konferenz)

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OeME-Konferenz (Foto: Doris Brodbeck)
Wie gelingt eine Partnerschaft auf Augenhöhe mit Kirchen wie der Armenisch-evangelischen Kirche im Libanon? Der Vortrag von Marina Dölker vom HEKS brachte spannende Impulse, die anschliessend in Gruppen diskutiert wurden.
Doris Brodbeck,
Marina Dölker stellte die Kirchliche Zusammenarbeit (KiZA) des HEKS vor. Als das HEKS nach dem 2. Weltkrieg entstand, stand bereits die zwischenkirchliche Hilfe im Vordergrund. Heute werden über die Kirchliche Zusammenarbeit soziale Projekte der kirchlichen Partner in Osteuropa, Italien (Waldenserkirche) und seit 2016 auch im Nahen Osten (Libanon und Syrien) unterstützt. Dabei steht der Beitrag zu friedlicheren Gesellschaften im Vordergrund. Dies wird angestrebt durch Inklusion und Stärkung marginalisierter Gruppen (zB. Roma in Ungarn), durch ganzheitliche Nothilfe (auch seelische Hilfeleistungen), durch gemeinsames Lernen und Stärkung der Kapazitäten (zB. Bildung) sowie durch Dialog und Partnerschaft (zB. Gäste am KiZA Forum im Mai).

Libanon - religiös vielfältig
Im Libanon bilden Christen laut Schätzungen ca. 40% der Bevölkerung, neben Sunnitischen und Schiitischen Muslimen zu je 30 %. Die Evangelischen Kirchen bilden aber eine kleine Minderheit und gehen auf missionarische Bewegungen im 19. Jahrhundert zurück. Die Armenisch-evangelische Kirche ist eine kleine, lebendige Gemeinschaft mit einem starken Fokus auf Bildung. Sie betreiben vier Schulen und eine Universität. ein weiterer starker Fokus liegt auf der Diakonie mit besonderer Unterstützung von benachteiligten Familien, Nachmittagsprogrammen für Kinder und Jugendliche. Sie leisten bei Bedarf auch psychosoziale Unterstützung.

Gemeinsamkeiten entdecken
In den bunt gemischten Arbeitsgruppen wurde weitergedacht und Inspirationen weiterentwickelt. Die Gedanken gingen öfters dahin, wie Migrantinnen und Migranten in unsere Gesellschaft integriert werden können. Es bestehen gemeinsame Themen: zum Beispiel Einsamkeit im Alter oder Umgang mit Trauer. Man tauschte sich über die Herausforderungen aus und über gelungene Ansätze. Daneben ging es aber auch um die Frage, wie der Dialog mit Kirchen in anderen Ländern gestärkt werden könnte. Dabei hofft man auch, neue Interessierte gewinnen zu können, die sich dafür engagieren.

Hinweis aufs » KiZA Forum 9.5.2026: Ort noch offen. Im Februar gibt es auch ein vorbereitendes Webinar dazu.

Weitere Infos für Kirchgemeinden: » www.oeme.ch