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LOCATION:Waldfriedhof\, Rheinhardstr.\, 8200 Schaffhausen
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DESCRIPTION:Predigt zum Thema "... und doch bleibt die Sehnsucht" -\n
 \nFreut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein. \n\nAuf
  Sardinien\, wo meine Frau und ich dieses Jahr die Herbstferien verbracht
  haben\, gibt es vier verschiedene Arten des Windes: \nVom Süden her
  kommt der Schirokko.\nEr stammt aus der Sahara und ist tropisch feucht
  und so warm\, dass man schon am frühen Vormittag zu schwitzen beginnt!
 \nDer Mistral besteht aus kühler Polarluft und kann empfindlich rau vom
  Norden her wehen.\n\nAuch der feucht-kalte „Greco“ aus dem Balkan
  wird manchmal frisch und stürmisch.                          Dieses Jahr
  hat er für viel Regen und Sturm gesorgt.\nDas Entstehungsgebiet des
  Levante schliesslich\, der trocken und sanft aus Südosten über das Land
  weht\, liegt zwischen Spanien und der Küste Nordafrikas. \n\nWenn der
  Levante das Wetter auf Sardinien bestimmt\, ist es besonders schön und
  angenehm auf der Insel.                                                  
          \nManche würden dann am liebsten gleich für immer dort bleiben!
  \n(In Klammern gesagt: Meine Liebste und ich haben keinen einzigen Tag
  „Levante“ erlebt\, hatten aber trotzdem einen sehr schönen und
  erholsamen Urlaub!)\n\nVier Winde also - einfach gesagt – bestimmen das
  Wetter auf der Insel Sardinien:\nvier Charaktere\, die aus verschiedenen
  Himmelsrichtungen wehen und dem Land je nachdem Sonne\, blauen Himmel\,
  Wolken\, Sturm und Regen bringen.\nIn dem Abschnitt aus der Offenbarung
  des Johannes\, den wir gehört haben\, geht es zunächst ebenfalls um den
  Wind\, der aus vier „Ecken“ oder „Enden“ der Erde weht.\nDie vier
  Winde und die bei ihnen stehenden Engel\, von denen berichtet wird\, sind
  in der Bibel traditionelle Bilder für Heil oder Unheil\, das über ein
  Land kommen und seine Bewohner treffen kann.\nIn der Welt herrscht–
  bildlich gesprochen - nicht immer der milde und sonnige „Levante“\,
  im Gegenteil: oftmals bläst uns und der Menschheit ein rauer Wind ins
  Gesicht.\n\nDie Zeichen der Zeit stehen an vielen Orten auf Sturm\, und
  gerade die Offenbarung kommt immer wieder auf die Turbulenzen und
  Schrecken im Weltgeschehen zu sprechen.\nUmso tröstlicher ist es\, dass
  es ihr dabei nicht um Vernichtung geht\, sondern um Rettung und Heil für
  alle Menschen. Johannes sagt etwas später:\n\n"Sie werden nicht mehr
  hungern und nicht mehr dürsten\, und weder die Sonne noch irgendeine
  Hitze wird auf ihnen lasten. \nDenn das Lamm in der Mitte des Thrones
  wird sie weiden und wird sie führen zu Quellen lebendigen Wassers\, und
  Gott wird abwischen jede Träne von ihren Augen. "\n\nDie Zeichen Gottes
  stehen also trotz bedrohlicher Turbulenzen auf „Ost- Südostwind“ –
  fast wie beim „Levante“: auf Gnade\, Milde\, Barmherzigkeit und
  Liebe.\nIm Osten steigt die Sonne auf. \nVom Osten her wird die „neue
  Sonne“ und der neue Himmel erwartet\, Christus\, der die Auferstehung
  und das Leben ist.\n\nWir dürfen demnach Gutes erhoffen und zu Recht mit
  Sehnsucht darauf warten\, dass sich alles zum Guten wendet.\nDer
  Allmächtige ist uns – manchmal auch gegen den Augenschein - gnädig
  zugewandt und bringt den - wenn auch unverdienten -„Gotteslohn“\, wie
  Jesus sagt: \n\nFreut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß
  sein.\n\nDen vier Engeln\, welchen die Macht gegeben ist\, der Welt
  Schaden zuzufügen\, wird ausdrücklich befohlen\, die Gläubigen zu
  verschonen. \nDie Gnade Gottes soll allen gelten\, die eine Art
  „Siegel“ als Erkennungszeichen an der Stirne tragen.\nDas Siegel
  markiert ein Eigentum. \nTieren und Sklaven brannte man früher ein
  Siegel ein\, damit sie als Besitz eines bestimmten Herrn zu erkennen
  waren.\nIn der Bibel nun kennzeichnet das symbolische Zeichen des Siegels
  die Heiligen und Gerechten\, die durch ihren Glauben und durch ihr
  Getauftsein quasi zum „Eigentum“ Gottes wurden und deshalb unter
  seinem besonderen Schutz stehen.                   \nMenschen\, die durch
  Glauben\, Hoffnung und Liebe auf Jesus „versiegelt“ sind\, kann
  zuletzt nichts Böses geschehen\, sagt die Offenbarung. \nSie sind „von
  guten Mächten wunderbar geborgen“\, wie Dietrich Bonhoeffer so schön
  formulierte.\n\nWie viele aber sind es\, werden wir uns gelegentlich
  fragen\, die zur Gemeinschaft der Seligen gehören\, die gerettet werden
  und sich auf den „Himmel“ freuen dürfen? \nJohannes nennt eine
  merkwürdige Zahl:\n\n"Und ich vernahm die Zahl derer\, die ein Siegel
  empfangen hatten\, hundertvierundvierzigtausend waren es\, die ein Siegel
  empfangen hatten."\n\nDiese Zahl ist symbolisch zu verstehen. \nSie
  bezieht sich auf die zwölf Stämme Israels\, \ndie das Volk Gottes
  bilden und vom Heiligen Geist im Verlauf der Weltgeschichte immer wieder
  neu gesammelt werden. \nTausend ist die Zahl der Fülle. \nFür jeden
  Stamm nimmt die Offenbarung zwölftausend Versiegelte an\, so ergibt sich
  – \n12 x 12 - die Summe von 144 Tausend.\n\nDiese Zahl nun drückt
  nicht eine Begrenzung oder Beschränkung aus\, wie von manchen
  Freikirchen und Sekten bis heute vertreten wird\, um den Leuten mit
  Verdammnis zu drohen\, im Gegenteil:\nDie Zahl 144 Tausend drückt die
  Vollständigkeit und Gründlichkeit aus\, mit der Gott seine Arbeit tut
  und das Heilswerk vollbringt!\n\nNiemand wird da vergessen\, gemieden
  oder im Stich gelassen.\nAlle sind da – wirklich alle\, alle\, die die
  Gemeinschaft mit Gott wollen und ersehnen\, sie erstreben und bezeugen - 
                                                      \nalle\, die auf der
  Stirn und im Herzen das Siegel der Liebe\, der Hoffnung und des
  Vertrauens tragen\, wie der Seher Johannes sagt:\n\n"Siehe\, eine grosse
  Schar\, die niemand zählen konnte\, aus jedem Volk\, aus allen
  Stämmen\, allen Nationen und Sprachen."\n\nMit ihren Bildern von den
  vier Winden\, den vier Ecken und Enden der Erde und der symbolischen Zahl
  der Versiegelten\, spricht die Offenbarung vom künftigen Glück derer\,
  die in der Welt vielleicht manchmal bedrängt\, benachteiligt oder
  bedroht sind und unter Schmerzen und Entbehrungen leiden.\n\nDoch allen\,
  denen sich das Menschliche in seiner ganzen Wirklichkeit zeigt – also
  auch in seinen Abgründen\, Verstrickungen\, Paradoxien und Einöden – 
 \nund gleichwohl ihren Weg mit Gott gehen\, wird ein Leben vorausgesagt\,
  in dem immerzu der „Levante“ herrschen wird: ein Leben voller
  Wärme\, Milde\, Licht und Wonne.\nIhnen und mit ihnen auch uns gelten
  die Worte Jesu:\n\nSelig\, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das
  Himmelreich.\nSelig seid ihr\, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und
  verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. \nFreut euch und
  jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein. Amen.\n\n\n\n\nKontakt: Pfr.
  Heinz Brauchart\n\nWeitere Infos:
  https://www.ref-sh.ch/veranstaltung/40198
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