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LOCATION:Münster\, Münsterplatz\, 8200 Schaffhausen
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DESCRIPTION:"Der Herz und Nieren prüft"\n"Alle Gemeinden werden
  erkennen\, dass ich es bin\, der Herz und Nieren erforscht; und ich werde
  euch vergelten\, einem jeden nach seinen Taten".\n              \nLiebe
  Gottesdienstgemeinde\,\nGott\, der Herr\, schaut nicht auf das\, was vor
  Augen liegt\, er schaut in die Tiefe. \nEs ist es gut\, dass sein Geist
  Herz und Gewissen erforscht\, denn es motiviert uns\, das Schöne und
  Gute zu suchen und zu entfalten\, das seit Anfang der Schöpfung in uns
  gelegt ist.                                                    \nDazu
  eine kleine jüdische Geschichte:\n\nRABBI SCHALOM BÄR PRIES EINMAL DIE
  ARMEN UND GEWÖHNLICHEN LEUTE.\nMUNIA\, EIN CHASSID\, DER NEBEN IHM
  SASS\, FRAGTE ÜBERRASCHT\, WAS ER DENN AN IHNEN FÄNDE.\nSIE HABEN VIELE
  VORZÜGE\, ERWIEDERTE DER RABBI.\nSO? NUN\, ICH KANN NICHTS BESONDERES AN
  IHNEN FINDEN\, SAGTE MUNIA. DA SCHWIEG DER RABBI.\nDANN WANDTE ER SICH AN
  DEN CHASSIDEN UND MEINTE:\nDU BIST DIAMANTENHÄNDLER\, NICHT WAHR?\nDARF
  ICH EINMAL EINEN DEINER STEINE SEHEN?\nSOFORT ZOG MUNIA EIN BEUTELCHEN
  AUS SEINER TASCHE UND SCHÜTTELTE DEN INHALT VOR RABBI SHALOM BÄR AUS\,
  DER IHN MIT MÄSSIGEM INTERESSE BETRACHTETE.\n\nDIESER HIER IST EIN
  WUNDERBARER STEIN\, SAGTE MUNIA UND ZEIGTE AUF EINEN DER DIAMANTEN: EIN
  JUWEL VON SELTENER SCHÖNHEIT.\nDER RABBI BLIEB UNBEEINDRUCKT UND SAGTE\,
  ER KÖNNE NICHTS BESONDERES AN DIESEM STEIN FINDEN.\nOH\, SAGT MUNIA\,
  MAN MUSS EBEN FACHMANN SEIN\, UM DIE SCHÖNHEIT EINES STEINES WIRKLICH
  SCHÄTZEN ZU KÖNNEN.\nDER RABBI LÄCHELTE.\nMUNIA\, MUNIA\, SAGTE ER.
  AUCH UM DIE SCHÖNHEIT DER SEELE EINES EINFACHEN MENSCHEN SCHÄTZEN ZU
  KÖNNEN\, MUSS MAN FACHMANN SEIN!\n\nLiebe Gemeinde\,\nin der eben
  gehörten Geschichte wird die Seele oder das Herz eines Menschen mit
  einem Edelstein verglichen -                                             
 \neinem ungeschliffenen Diamanten\, dessen Schönheit nur erkennen und
  wertschätzen kann\, wer sozusagen „vom Fach“ ist –                
           \nvielleicht ein weiser Mensch mit viel Wissen\, Gespür und
  Erfahrung.\n\nAuch Jesus war in diesem Sinne ein Fachmann\, der das
  Innere eines Menschen intuitiv erfassen und verstehen konnte.\nWie Rabbi
  Schalom Bär liebte er die „normalen“\, einfachen und gewöhnlichen
  Leute\, denn gerade in ihnen liegt oftmals ein wertvoller Schatz und ein
  erstaunlicher Reichtum verborgen.\n\nEs braucht manchmal Mut\,
  „gewöhnlich“ und einfach zu sein und vor der Mitwelt „nichts
  Besonderes“ darstellen zu wollen. \nSelbst dem bescheiden auftretenden
  David wird zwar nachgesagt\, er habe „schöne Augen und eine schöne
  Gestalt“ gehabt\, doch das Wesentliche –\ndie SCHÖNHEIT DER SEELE
  EINES EINFACHEN MENSCHEN- ist unsichtbar. \nDarum das Bibelwort:\n\n"Der
  Mensch urteilt nach den Augen\, der HERR aber urteilt nach dem Herzen."\n
 \nDen Mut aufzubringen\, einfach\, gewöhnlich\, scheinbar unbedeutend zu
  sein:                  \nvielleicht\, liebe Gemeinde\,gilt dieser Aufruf
  für uns als einzelne Menschen\, die wir oft meinen\, wir müssten etwas
  Besonderes tun oder leisten\, um wertvoll zu sein.\nVielleicht gilt er
  auch für die Kirche als Ganze\, für uns als Kirchgemeinde oder für
  eine christliche Gemeinde wie die Gemeinde in Thyatira\, aus deren
  Sendschreiben wir gehört haben.\n\nIn der Offenbarung des Johannes sind
  sieben Briefe oder „Sendschreiben“ an verschiedene Gemeinden der
  damaligen Christenheit zu finden.\nJedes dieser Schreiben hat einen
  eigenen Charakter und geht konkret auf die jeweilige Situation vor Ort
  ein\, richtet sich jedoch stets an die ganze Kirche - also auch an uns.
 \nDen Christinnen und Christen von Thyatira\, das heute übrigens AKHISSAR
  heisst und in der Türkei liegt\, wird im Sendschreiben gesagt:\n\n"Ich
  kenne deine Werke - die Liebe\, den Glauben\, die Hilfsbereitschaft - und
  deine Beharrlichkeit\, und ich weiss\, dass deine letzten Werke
  zahlreicher sind als die ersten."\n\nWie wunderbar: Ein grosses Lob
  erhalten da die Menschen der Gemeinde! \nIhre Liebe\, ihr Gottvertrauen\,
  ihre Hilfsbereitschaft werden ausdrücklich gerühmt.                    
             \nVergessen wir nicht\, es ist der Auferstandene\, Christus\,
  der hier durch das Wort des Johannes spricht\, "der Sohn Gottes\, der
  Augen hat wie Feuerflammen und dessen Füsse dem Golderz gleichen."\n    
                \nJesus weiss um die Sorgen\, Wünsche und Motivationen\,
  Widerstände und Nöte\, welche die Leute in Thyatira beschäftigen.\nEr
  mahnt zu Geduld und Beharrlichkeit und verspricht denen Lohn\, die sich
  bemühend auf dem Weg des Glaubens\, der Hoffnung und der Liebe gehen:   
                                                              \n"Wer meine
  Werke bis ans Ende hält\, dem werde ich den Morgenstern geben." \n\nDer
  Morgenstern bedeutet: Teilnahme am Heil\, Anteil am Licht\, das hier
  schon im Verborgenen leuchtet und in der neuen\, kommenden Welt vollends
  offenbar wird.\nDie wesentlichen Punkte\, die hervorgehoben werden\,
  sind:                                                             Gute
  Werke\, rechtes Tun und Verhalten\, Liebe\, Dienst am nächsten
  Mitmenschen und Geduld.\n\nWas dies konkret bedeutet\, könnte zum
  Beispiel auch unser Umgang mit den Flüchtlingen zeigen\, die Europa
  zurzeit beschäftigen und nun auch in der Region Schaffhausen angekommen
  sind.\nIhnen gilt es – unvoreingenommen\, aber auch ohne sich
  vereinnahmen zu lassen –  mit Herz und Verstand im richtigen Mass
  Liebe\, Geduld\, Humanität und Hilfsbereitschaft entgegenzubringen.\n
 \n"Ich kenne deine Werke - die Liebe\, den Glauben\, die Hilfsbereitschaft
  - und deine Beharrlichkeit\, und ich weiss\, dass deine letzten Werke
  zahlreicher sind als die ersten." \n\nLiebe Gemeinde\, so sehr die
  Christinnen und Christen in Thyatira gelobt werden – sie müssen auch
  Kritik einstecken\, denn der Auferstandene sagt:\n"Ich habe gegen dich\,
  dass du die Prophetin Isebel gewähren lässt\, die meine Mägde und
  Knechte verführt."\n                                                    
                 \nOffenbar gab es auch zweifelhafte Tendenzen im frühen
  Christentum.                                                      \nEs
  ist nicht leicht\, in wenigen Worten zu erklären\, wer mit der
  „Prophetin Isebel“ gemeint sei.                                      
                                     \nÄhnlich wie heute gab es auch
  damals innerhalb der Kirche verschiedene Meinungen und Strömungen\, und
  nicht alle entsprachen dem\, was Jesus und was die Apostel wie Paulus\,
  Petrus oder Johannes als Evangelium und "gesunde Lehre" vertraten.
 \nManche dieser Strömungen –  zu ihnen schien auch „Isebel“ zu
  gehören\, deren Name für die Entfremdung vom Gott der Bibel steht –
  wollten vielleicht etwas sehr Aussergewöhnliches und Besonderes sein und
  gingen gerade so am Kern der Sache vorbei!\n\nIm Umfeld der damaligen
  Welt war die Kirche in Thyatira ein kleines\, armseliges Häuflein.
 \nDennoch wird ihr – und mit ihr auch uns – Mut zugesprochen und die
  Aussicht auf Belohnung zugesagt.\nDie Schönheit des Lebens\, die im
  Kleinen bereits überall da ist\, wird sich auch im Grossen durchsetzen.
 \nZuletzt wird es einen neuen Himmel und eine neue Erde geben\, lautet die
  Botschaft der Offenbarung.\nVertrauen wir diesem Wort und handeln wir
  danach!                                                                  
    \nÜben wir Liebe\, Geduld und Hilfsbereitschaft\,                     
                               \nbemühen wir uns um ein einfaches\,
  bescheidenes Herz\, und tragen wir Sorge dafür\, dass durch uns
  menschliche Wärme\, Frieden\, Vertrauen und Hoffnung zum Ausdruck
  kommen!\nAmen.\n\n\n\n\n\nKontakt: Pfr. Heinz Brauchart\n\nWeitere Infos:
  https://www.ref-sh.ch/veranstaltung/40169
SUMMARY:Gottesdienst
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