Jahresbericht

Bilder Buchberg-Rüdlingen

Bilder Buchberg-Rüdlingen

Bilder Buchberg-Rüdlingen

Jahresbericht 2012/13 der Kirchgemeinde Buchberg – Rüdlingen

Der Jahresbericht umfasst die Zeit vom 21. Mai 2012 bis zum 5. Mai 2013
Kirchenstand Der Kirchenstand arbeitete im Berichtsjahr mit folgender Ressortaufteilung:

Präsident: Jakob Keller
Pfarramt: Barbara Erdmann und Beat Frefel
Vizepräsident, Bauten: Peter Egli
Aktuarin: Ruth Fehr
Kirchenpfleger: Mario Spühler
Personaladministration: Sonja Rüeger
Erwachsenenbildung: Ruth Fehr
Jugend: Eva Bäder, Ruth Fehr
OEME: Eva Bäder
Öffentlichkeitsarbeit: Sonja Rüeger
Intensives Jahr im Zeichen von Strukturreform und Pfarrhaussanierung Das abgelaufene Jahr war aussergewöhnlich arbeitsintensiv. Die Strukturreform der Kantonalkirche beschäftigte den Kirchenstand stark. Zudem liefen die Vorbereitungsarbeiten für die Pfarrhaussanierung auf Hochtouren. Vor drei Wochen haben diese Arbeiten jetzt begonnen. Die kirchlichen Feiern und Anlässe nahmen derweil ihren gewohnten Gang und zeugen von einem reichhaltigen Gemeindeleben.

Glücklicherweise verlief die Zusammenarbeit mit unseren Pfarrpersonen Barbara Erdmann und Beat Frefel sowie mit den Messmerinnen und unserem Organisten sehr erfreulich und auch im Kirchenstand herrschte eine konstruktive und zielgerichtete Zusammenarbeit. Es mussten im Berichtsjahr auch keine Rücktritte verzeichnet werden. So war es möglich, die zahlreichen Aufgaben zu bewältigen.
Gemeindeleben Viele Höhepunkte – Zum Beispiel die Konfirmation

Die Konfirmation steht am Ende des kirchlichen Unterrichts. Einige der Jugendlichen gingen schon in die Sonntagschule, dann folgten der 3., 4. und 5.-Klass- Unterricht und schliesslich der Präparanden- und Konfirmandenunterricht. Auch diverse Jugend-, Familien- und Jump-in-Gottesdienste wurden besucht und Exkursionen unternommen. An den vielen Stunden gemeinsamen Erlebens, Hörens und Diskutierens wurden nicht nur Wissen, sondern auch Werte vermittelt. Dies ist in unserer komplexen und schnellebigen Welt je länger je mehr ein kostbares Gut.

Am Konfirmationsgottesdienst, der von den Jugendlichen vorbereitet und mitgestaltet wird, kommen jeweils die Hoffnungen und Ängste der jungen Leute zum Ausdruck. Die Erwartungen und Herausforderungen sind gross. Wie sollen sie damit umgehen? Zum Glück bringen sie viele Ideen und Talente mit und werden begleitet von Eltern und Freunden. Und bestimmt erinnern sie sich in der einen oder anderen Situation an den Unti zurück. Und an die Liebe Gottes, die trägt und vergibt, respektiert und voraussetzungslos ist. Das kann wertvoll sein.

Neue Abendgottesdienste

Ab Oktober 2012 werden die Abendgottesdienste in neuer Form gefeiert. Sie beginnen bereits um 18.30 Uhr und haben eine etwas andere Liturgie. Im Zentrum steht entweder ein Bild, oder ein Gast, oder es wird spezieller Musik gelauscht oder es werden Taizé-Lieder gesungen. Die neuen Abendgottesdienste haben sich bereits gut etabliert.


Jump-in macht Pause

Weil sich die viele Jahre prägenden Teamstützen aus Altersgründen aus dem Jump-in Team zurückgezogen haben, fand am 6. Januar 2013 ein Abschieds-Jump-in statt. Die Jump-in Gottesdienste erfreuten sich mit ihrer modernen Musik und der direkten und persönlichen Art einer grossen Beliebtheit bei unseren Jugendlichen. Wir hoffen sehr, dass sich neue Personen finden lassen, die sich hier engagieren möchten.
Verlust von 15 Pfarrstellenprozenten – Standortbestimmung Kirchgemeinde Im Rahmen der eingeleiteten Sparmassnahmen hat die Synode (das Kirchenparlament) beschlossen, die Pfarrstellenprozente neu festzulegen resp. zu reduzieren. Für unsere Kirchgemeinde heisst dies, dass die Kantonalkirche ab Sommer 2015 nur noch 75 Pfarrstellenprozente finanziert anstatt wie heute 90 Pfarrstellenprozente.

Alle Kirchgemeinden des Kantons wurden aufgefordert, eine Standortbestimmung durchzuführen. Diese sollte die Frage beantworten, wie die Kirchgemeinde auf den Verlust der Pfarrstellenprozente reagieren soll. Soll eine Kooperation mit einer anderen Kirchgemeinde angestrebt werden oder sollen Angebote abgebaut werden oder soll die Kirchgemeinde die Finanzierung der wegfallenden Stellenprozente selber übernehmen?

In unserer Kirchgemeinde fand dieser Anlass am 19. März 2013 statt. Rund 65 Personen nahmen teil und stellten sich diesen Fragen. Die Antwort war schnell klar: Die wegfallenden Pfarrstellenprozente sollen durch die Kirchgemeinde finanziert werden. Das Angebot soll auf dem heutigen reichhaltigen Niveau bleiben. Eine verstärkte Zusammenarbeit wird am ehesten bei gemeinsamen Gottesdiensten mit den Nachbargemeinden gesehen. Ein vermehrter Einsatz von Freiwilligen könnten sich diverse Teilnehmende bei einem Besuchsdienst vorstellen (vgl. Bericht zu diesem Anlass in der Kirchenzeitung April/Mai 2013).

An der Kirchgemeindeversammlung vom 5. Mai 2013 beantragt der Kirchenstand in einem Richtungsentscheid, das Angebot beizubehalten und die wegfallenden Stellenprozente durch die Kirchgemeinde zu finanzieren.

Die Zukunft wird weisen, ob dazu allenfalls eine Steuererhöhung erforderlich ist oder nicht.
Zudem schwebt nach wie vor das Sparpaket des Regierungsrates über den Finanzen der Kantonalkirche. Bekanntlich will der Regierungsrat die Staatsbeiträge an die Kirchen um CHF 1 Mio reduzieren, wobei der Grossteil die reformierte Kirche betrifft. Selbstverständlich hätte ein solcher Beschluss weitere drastische Sparmassnahmen zur Folge, die wiederum zur Kürzung der Personalaufwendungen führen würden. Der Kirchenrat stellte den Antrag, die Kürzung dieser Beiträge auf CHF 400‘000 zu beschränken. Zur Zeit sind diese Verhandlungen im Kantonsrat noch im Gange, eventuell wird es zu einer Volksabstimmung kommen.

Wichtig ist zu sehen, dass die Kürzung des Staatsbeitrages zu Sparmassnahmen führen werden, die über die zur Zeit laufenden Sparbemühungen der Kantonalkirche hinausgehen. Damit ist dieser Prozess leider noch nicht abgeschlossen.
Pfarrhaus – Sanierung Erdgeschoss Nordseite und Finanzen Pfarrhaus-Sanierung

An der Kirchgemeindeversammlung vom 18. November 2012 wurde dem Kreditantrag über CHF 325‘000 zur Sanierung des Erdgeschosses Nord des Pfarrhauses zugestimmt. Die Erneuerungsarbeiten umfassen den Eingangsbereich mit Flur, die Küche, ein Badezimmer und einen Vorrats-/Wäscheraum.
In diesem Bereich wird eine vorschriftsgemässe Dämmung eingebracht und der Boden wird mit einer Fussbodenheizung ausgestattet. Zur Verbesserung der Lichtverhältnisse wird ein zusätzliches kleines Fenster in der Küche eingebaut.
Am 15. April 2013 begannen die Bauarbeiten. In der Zwischenzeit sind die Demontagen und Abbrüche abgeschlossen und die Rohinstallationen sowie die Bodenheizung verlegt worden.
Terminlich sind die Arbeiten auf gutem Weg und bautechnisch sind bisher keine grossen Überraschungen aufgetreten.

Finanzen

Die Steuereinnahmen schlugen im Berichtsjahr wahre Purzelbäume:
Während der Steuerertrag aus Buchberg mit rund CHF 194‘000 stabil war, reduzierte sich jener von Rüdlingen um unglaubliche 35% von CHF 173‘000 auf CHF 112‘000 und damit auf den tiefsten Stand seit Jahren. Teilweise kann dieser Einbruch damit begründet werden, dass im Vorjahr hohe Steuern aus den vorhergehenden Jahren veranlagt wurden, während diese nachträglichen Veranlagungen im Berichtsjahr mit einem negativen Saldo zu Buche schlugen.

Auch die Quellensteuer war stark rückläufig und betrug noch rund CHF 5‘800, während es im Vorjahr noch fast CHF 14‘000 waren und vor zwei Jahren CHF 31‘000. Die Gründe sind für uns nicht eruierbar.

Schliesslich betrug der Steuerertrag rund CHF 312‘000 gegenüber CHF 382‘000 im Vorjahr. Budgetiert waren CHF 350‘000.

Weil aber der grösste Aufwandposten, die Zentralsteuern (Abgabe an Kantonalkirche, unter anderem für Pfarrerlöhne) direkt vom Steuerertrag abhängt, stellte sich auch hier eine entsprechende Reduktion ein. Der Abgabesatz der Zentralsteuer nahm im 2012 derweil um 0.35 auf 5.1 einfache Steuerprozente zu.

Weil ansonsten die budgetierten Ausgaben nicht vollständig ausgeschöpft wurden, konnte dennoch eine ausgeglichene Rechnung erreicht werden.
Dank Das Leben unserer Kirchgemeinde ist sehr reichhaltig. Es hat für alle etwas – vom Kleinsten bis zu den Senioren und von den Traditionellen bis zu den Postmodernen. Allen soll die Möglichkeit geboten werden, der christlichen Botschaft zu begegnen und sich mit sich mit ihr auseinander zu setzen.

So fanden auch im Berichtsjahr zahlreiche Aktivitäten und Anlässe statt. Dazu braucht es Menschen, die sich engagieren und sich für das Gemeindeleben einsetzen. Diese Menschen ermöglichen es, dass die kirchliche Gemeinschaft und die christliche Botschaft gelebt werden können. Herzlichen Dank an alle, die die Anlässe der Kirchgemeinde mittragen und mitgestalten, besuchen und unterstützen.

Es liegt in der Natur der Sache, dass grosse Teile unseres Angebotes durch die Pfarrpersonen erbracht werden. Wie engagiert und initiativ unsere Pfarrerin Barbara Erdmann und unser Pfarrer Beat Frefel ihre Aufgaben aber wahrnehmen, ist nicht selbstverständlich. Ihr Wirken für unsere Gemeinde ist ausserordentlich und von überaus grossem Wert für unser Gemeindeleben. Auch die Zusammenarbeit ist sehr angenehm und stets am Wohl der Gemeinde orientiert. Herzlichen Dank! Wir hoffen, dass sie sich durch die ganzen Strukturreformgeschichten nicht entmutigen lassen und wünschen ihnen neben viel Befriedigung auch viele gute Begegnungen in der Gemeinde.

Eine zentrale Aufgabe haben auch unsere Messmerinnen Brigitte Häderli, Ursula Fehr-Dellenbach und Rahel Häderli. Sie sind es, die die Kirche reinigen und schmücken, für die richtige Temperatur sorgen, alles bereitstellen und uns freundlich empfangen. Herzlichen Dank für eure grosse Arbeit und für die vielen schönen Blumengestecke und die liebevollen Dekorationen.

Um die Kirche werden die Messmerinnen tatkräftig unterstützt von Fredi Fehr. Vielen Dank.

Unser Organist Christian Gautschi hat die Orgelmusik im Blut und erfreut die Kirchenbesucher mit hochstehendem und engagiertem Spiel. Unglaublich, was er der Orgel entlockt. An seinen Konzerten geht er auf verschiedene Stilrichtungen ein und spricht dadurch die unterschiedlichsten Zuhörer an. Dank ihm haben wir auch immer gute Solisten mit passenden Stücken. An den Proben ist Christian geduldig und hilfsbereit. Herzlichen Dank, Christian.

In der Sonntagschule „Top Step“ wird den Kindern durch das Erzählen von zentralen biblischen Geschichten von der Liebe Gottes berichtet. Ein Schatz, der ein ganzes Leben tragen kann. Wir danken den Leiterinnen Brigitte Gehring, Isabelle Keller, Vroni Meier und Daniela Röthlisberger für ihre engagierte Tätigkeit.

Der kirchliche Unterricht an der 3. und 4. Klasse wird von den Katechetinnen Dagmar Matzinger aus Rafz und Brigitte Gehring aus Rüdlingen erteilt. Sie bringen den Kindern die kirchlichen Rituale wie Taufe und Abendmahl altersgerecht näher. Vielen Dank!

Ein herzlicher Dank geht auch an die folgenden Personen, Chöre, Teams und Behörden:

- die Vertreter der kantonalen Synode, Béatrice Hofstetter und Beat Frefel

- den Rainbow Chor mit Dirigent Cliff Agard für die musikalische Gestaltung diverser Festgottesdienste, für das Konzert sowie für die Führung der Festwirtschaft am Chilbisonntag

- das Jump-In Team mit Musikern für ihre Gottesdienste für die Jungen

- das Team von Fiire mit de Chliine für die kirchlichen Feiern für die Kleinsten

- das Frauenchörli unter der Leitung von Christiane Landert für die feierliche Mitgestaltung von Frauenadvent und Weltgebetstag

- das Chilekafi-Team, das die Kirchenbesucher einmal im Monat mit Kaffee und Kuchen verwöhnt und den Brunch am Päcklisonntag und an Ostern organisiert

- das Frauenzmorge-Team mit Präsidentin Karin Vogt Spuhler, das pro Jahr sechs Vorträge zu verschiedenen Themen organisiert

- den Männerchor Buchberg für die Mitwirkung am Muttertagsgottesdienst

- den Gemischten Chor Rheinklang für die Mitwirkung am Sylvestergottesdienst

- Frau Yumi Golay aus Buchberg für Ihre Mitwirkung an diversen Gottesdiensten und die Durchführung von zwei Konzerten in der Kirche

- die Seniorengruppe, die regelmässig Veranstaltungen und Anlässe für die Älteren durchführt

- die Teilnehmer am Gesprächskreis 25-Plus und der Bibelstunde für ihr Interesse und ihr Mittragen im Hintergrund

- den Turnverein für die Gastfreundschaft am Schauturnen

- die Behörden der Gemeinden Buchberg und Rüdlingen für das gute Einvernehmen und die unkomplizierte Zusammenarbeit.

Einen herzlichen Dank auch an alle, die am Gemeindeleben mitwirken und hier nicht aufgeführt sind und auch an all jene, die das kirchliche Leben mit Wohlwollen und Interesse verfolgen und mittragen und die Gottesdienste durch ihre Teilnahme bereichern.

Es bleibt uns ein grosses Anliegen, das Leben der Kirchgemeinde reichhaltig und vielseitig zu erhalten, auch unter zunehmendem Kostendruck. Wir sind überzeugt, dass die christlichen Werte von grosser Bedeutung für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft und unseren Dörfern sind und bleiben und wir wollen alles daran setzen, diese Werte zu erhalten und weiterzugeben, auch und gerade in einem schwieriger werdenden Umfeld.

Buchberg, 4. Mai 2013
Jakob Keller
Präsident Kirchgemeinde