Konfirmandengruppe in Genf
der Saal für die Vollversammlung: Die Delegierten der Staaten sitzen dem Alphabeth nach, die Oesterreicher in der ersten, die Schweizer in der letzten Reihe. Libyen wird fehlen.
Eine Gruppe von Konfirmanden war zusammen mit Pfarrerin Karin Baumgartner und Pfarrer Markus Sieber zu Besuch in Genf
Es ist ein Besuch, der sich lohnt, einmal durch all die Sicherheitskontrollen hindurchzugehen und eine Führung in der UNO zu erleben. Das war der erste Höhepunkt auf dem kurzen Trip nach Genf. Darauf können wir als Schweizer sicher stolz sein, dass wir nach New York der zweitwichtigste Standort für die Aktivitäten der UNO sind . Zwar sind wir erst seit 9 Jahren Mitglied dieser Weltgemeinschaft, aber dafür stehen die Gebäude der UNO von Anfang in unserm neutralen Land. Während den Erklärungen unseres Führers wurde gerade eine grosse Versammlung vorbereitet. Dazu gehört es, die Sitzordnung für die einzelnen Länder-Vertretungen zu verteilen. Das geht dem Alphabeth nach, darum sitzen die Schweizer in der hintersten und die Oesterreicher (Austria) in der vordersten Reihe. Viele Fragen konnten wir stellen: Warum steht die Tafel für Libyen anders als die andern? Weil es momentan im Bürgerkrieg keine offizielle Vertretung des Landes gibt. - Nach welcher Sprache werden die Länder eingeordnet? Es gibt eine festgelegte Konferenzsprache, und je nachdem ist Deutschland weiter vorne (Germany) oder weiter hinten (Allemagne) im Alphabeth. In wie viele Sprachen werden die Reden übersetzt? In die sechs offiziellen UNO - Sprachen: englisch, französisch, spanisch, russisch, chinesisch und arabisch.
"Weltweit vernetzt" - das war das Thema des Ausflugs nach Genf, und neben der UNO gab es auch den Besuch beim Weltkirchenrat, wo wir am Beispiel des Wassermangels die humanitäre Aufgabe der Kirche erklärt bekamen. Und schliesslich ging es darum, mit einem Film über Henry Dunant und einem Stadtrundgang ein paar Stationen der Entstehung des Roten Kreuzes kennen zu lernen. So erlebten wir zwei ausgefüllte und intensive Tage in Genf.
Zu Gast waren wir bei der deutschsprachigen reformierten Gemeinde. In ihrem Haus 'Petershöfli ' konnten wir grad neben der Kathedrale übernachten, und zum Nachtessen waren wir eingeladen im Gemeindesaal, wo wir von Pfarrer Georges Braunschweig und seinen Helfern ein wunderbares Nachtessen (Couscous) geniessen durften. Fast zu kurz kam dafür die freie Zeit, um die beiden schönen Herbsttage zu geniessen. Immerhin waren wir mit dem Schiff unterwegs und spazierten am Ufer des wunderbaren Genfersees, wo natürlich auch der grosse Springbrunnen ein wichtiger Anziehungspunkt war.