Konfirmation in Neuhausen am Rheinfall

Konfirmation

Konfirmation

Bei sonnigem Wetter fand am 22. Mai der der Konfirmationsgottesdienst mit 18 Jugendlichen statt. Die Jugendlichen wählten für ihre Konfirmation das Thema "Weg" aus.
Morgens um 9.00 Uhr durften sich die schön gestylten Konfimanden zum Fotoshooting. es durfte um die Wette gelächelt werden. Bei einigen spürte man die Aufregung: "Wie wird wohl der Gottesdienst werden? Werden alle eingeladenen Gäste kommen? Ui hoffentlich stolpere ich nicht und fliege im hohen Bogen."
Endlich war es soweit, halb 10 Uhr die Einzugsmusik mit Orgel und Trompete ertönte, nun endlich begann das langersehnte Ereignis. Mit Liedern und Bilder wurde man zum Thema "Weg" eingestimmt. Sechs Jugendliche hielten die von 2 Konfirmandinnen geschriebene sehr eindrückliche Predigt. Ich erlaube mir diese hier nochmals aufzuschreiben:
Auch der längste Weg beginnt mit einem Schritt - heisst es und so ist es doch auch. Wir beginnen als kleines Baby zu kriechen. Irgendwann versuchen wir aufzustehn und irgendwann zu gehen. Der Anfang ist gemacht. Der erste Schritt ist geschafft. So beginnen wir unseren Weg. Langsam und etwas unsicher, wir beginnen zu sprechen, drücken unsere Wünsche und Gefühle in Worte aus. Schon auf den ersten Metern unseres Lebensweges lernen wir Menschen kennen und lieben. Langsam werden wir älter, immer mehr wollen wir von dieser Welt kennenlernen. Unser Weg schlängelt sich durhc die Welt. Wir lachen, streiten, brüllen, weinen, überwinden Hürden auf unserem Weg, rennen lachend wieder hinunter. Und wir lernen immer wieder neue Leute kennen, die den Weg mit uns gehen. Manche biegen bei der nächsten Kreuzung wieder ab, andere jedoch begleiten uns länger. Manche ein Leben lang.
Manche von uns bereichern unsern Weg, andere machen ihn schwerer und legen uns noch mehr Steine in den Weg als ohnehin schon dort liegen. Wenn wir sie aufheben und sammeln, können wir später vielleicht ein Haus bauen. Und wir gehen den Weg weiter, egal ob es stürmt, regnet oder die Sonne scheint, wir gehen weiter, weil wir ein Ziel vor Augen haben.
Wir möchten vieles erreichen, möchten die höchsten Berge und die tiefsten Schluchten erforschen. Doch manchmal haben wir Angst, wissen nicht wie weitergehen, würden am liebsten wegrennen, umkehren, doch wir müssen weitergehen. Unsere Freunde und Familie stützen uns. Wir alle sind und begeben uns auf einen Weg. Viele sind schon mittendrin, andere stehen am Anfang. Viele schlagen gerade neue Wege ein.
Jeder soll seinen eigenen Weg gehen, nicht versuchen, irgendetwas oder irgendewem nachzueifern. Denn nur wenn jeder seinen eigenen Weg geht, kann er von niemandem überholt werden. Jeder Mensch ist einzigartig, und so auch sein Weg. Unser Weg ist vorbestimmt, deshalb muss sich manchmal eine Tür schliessen, damit eine neue sich öffnen kann. Vielleicht kann man sich manchmal nicht entscheiden. Man möchte nach links gehen, aber rechts ist noch ein zweiter Weg. Da muss man vielleicht den falschen Weg gehen, um den richtigen zu finden. Denn am Ende entpuppt sich der falsche Weg vielleicht als richtig. Geschrieben von C.B und M.B
Nach der Predigt näherte sich die Konfirmation in schnellen Schritten. Denn Jugendlichen wurde zuerst von der Gotte, Götti, Cousine oder Oma ein gutes Wort für das weitere Leben mitgegeben, anschliessend wurde ihnen der selbstgewählte Konfvers zugesprochen.
Die Kirchenstandspräsidentin sprach bei ihrer Anrede den Jugendlichen Mut zu sich in der Kirchgemeinde zu engagieren. Dann ging der Gottesdienst dem Ende zu. Beim Ausgangsspiel mit Orgel und Trompete "Wath a wonderful world" zogen die frisch Konfirmierten aus der Kirche aus um im Garten mit den Verwandten, Freunden und mit der Gemeinde den Apèro zu geniessen.
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Autor: Priska Rauber     Bereitgestellt: 24.05.2011    
aktualisiert mit kirchenweb.ch