Jungsenioren im Grossmünster Zürich
Sigmar Polke, Grossmünster Zürich
Im Rahmen des 58plus Programmes der Kirchgemeinde St.Johann hat Franca Balthasar die Exkursion ins Grossmünster Zürich organisiert. 15 Teilnehmer waren am Donnerstagnachmittag, 26. Januar unterwegs, um die Glasfenster von Sigmar Polke zu bewundern.
Die Gruppe wurde vom Pfarrer Martin Rüsch begrüsst, der sie anschliessend auch durch die Kirche führte.
Die ersten farbigen Kirchenfenster des Grossmünsters wurden erst im Jahr 1853 im Chor eingesetzt, nämlich Werke des Nürnberger Glaskünstlers Georg Kellner aus der Werkstatt Johann Joakob Röttingers. Von diesen umfangreichen Fenstern, die 1932 den neugeschaffenen Chorfenstern Augusto Giacomettis weichen mussten, sind nur die beiden Apostel-Fenster übriggeblieben, die sich seit 1933 in der Westwand unter der Emporte befinden.
2009 schliesslich kamen neue Fenster hinzu, die der Künstler Sigmar Polke (1941 - 2010) für die Kirche geschaffen hatte, die Achatfenster im Westteil und die Bildfenster in den beiden Seitenschiffen. So sind die Farbglasfenster im Grossmünster künstlerische und theologische Glaubenszeugnisse der letzten dreihundert Jahre, vom 19. bis zum 21. Jahrhundert. Martin Rüsch gab uns eine gute Einführung über die Geschichte dieser Fenster und bei der Interpretation konnte sich jeder Teilnehmer selber einbringen. Jedes Fenster spricht eine andere Sprache, hat eine besondere Botschaft! Wir betrachteten zusammen die Fenster der Menschensohn (schwarz/weiss),
Isaaks Opferung (farbig), der Sündenbock (farbig) und die Lunette über dem Nordportal. Es lohnt sich, sich viel Zeit zu nehmen, vielleicht auch wieder zu kommen, denn man entdeckt immer wieder Neues!
Nach einem einem z'Vieri ging es dann zurück nach Schaffhausen.