Marianne Näf-Bräker

Der Vision Choir singt "Danke"

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Konzert Vision Choir

Sprühende Freude in Liedern und Tänzen verbreiteten 16 Kinder und ihre 6 Begleiter am letzten Donnerstag in der Gächlinger Kirche. Der „Vision Choir“ aus Uganda war auf Einladung des kantonalen Sonntagschulverbandes zu Gast.
Marianne Näf-Bräker,
Für die 10jährige Kevin war der Besuch im Klettgau mit einem besonderen Erlebins verbunden. Zum ersten Mal traf sie ihre Patin aus Neunkirch, die sie bisher nur per Briefkontakt kannte. In der vollen Kirche sassen weitere Freunde des Hilfswerks „Vision for Africa“ oder Fans, die den Chor auf seiner Tournee vor drei Jahren erlebt hatten. Die Kinder dankten ihnen mit einem perfekt einstudierten Programm, das von Herzen kam.
„Wir haben im Dezember die CD mit den Liedern aufgenommen und übten seit Januar intensiv an den Abläufen und Choreografien“, erklärte der Tontechniker Lukas Vana. Zusammen mit Maria L. Prean und dem 22köpfigen Chor ist er während drei Monaten in Deutschland, der Schweiz und Österreich unterwegs. 70 Konzerte stehen auf dem Programm. Dazwischen lernen die Kinder Europa ein wenig kennen. Vor dem Konzert in Gächlingen besuchten sie beispielsweise einen Bauernhof und sangen mit Alphornbegleitung. An manchen Vormittagen werden sie von ihren Begleitern unterrichtet, damit sie die Schule nicht ganz vergessen.

Der Chor gehört zum christlichen Hilfswerk „Vision for Africa“, das von Maria L. Prean 2001 gegründet wurde und dessen Leiterin sie bis heute ist. Sie wagte es, mit 60 Jahren ihrer Berufung als „Mamma Maria“ nachzukommen und afrikanischen Kindern eine Zukunft zu ermöglichen. In den Schulen und Ausbildungsstätten wurden und werden inzwischen 8000 Kinder ausgebildet. Sowohl diesen Kinder wie auch den Menschen, die sie in Europa trifft, ruft Maria L. Prean zu: „Lebe das Potential, das in dir steckt!“
Das Potential der musikalischen Kinder, die zwischen 6 und 12 Jahre alt sind, wurde in den letzten Monaten gefördert und geschliffen: synchrone Tanzschritte, Bewegungen und Trommelschläge wirkten ganz locker. Nach einigen Gospels wie „O Happy Day“ und „Read your Bible“, aber auch Liedern in ihrer Landessprache, forderte der Chorleiter Patrick das Publikum zum Mittanzen auf. Zaghaft und so gut es zwischen den Kirchenbänken ging, machten die Erwachsenen mit. Die Kinder suchten sich einen freien Platz und liessen sich von den einfachen aber wirkungsvollen Tänzen mitreissen.
Dass Afrikanerinnen Krüge auf dem Kopf balancieren können, ist bekannt. Eine Meisterleistung gab es im letzten Teil des Konzerts zu bestaunen. Ein Mädchen balancierte freihändig einen Turm aus fünf Tonkrügen auf dem Kopf. Diese Krüge wurden in der hauseigenen Töpferei für diesen Zweck geformt. Die Kinder haben ihr Potential gezeigt. Das gibt Hoffnung für ihre Zukunft und für den Kontinent Afrika.
Bereitgestellt: 29.04.2014     
aktualisiert mit kirchenweb.ch