Donauquelle und Titisee

Auf dem Schiff

Auf dem Schiff

Seniorenausflug der Kirchgemeinden Gächlingen und Neunkirch vom 16. Juni 2010
Fritz Lerch (Text), Margrit Hauser (Bilder)
Der Carunternehmer Herr Bolli von Benken entführte uns unter der kundigen Leitung von zwei Pfarrpersonen, Eva Baumgardt von Neunkirch und Christian Stettler von Gächlingen sowie drei Helferinnen, Roswitha Weihrauch, Elsbeth Schaad und Margrit Hauser, in den Schwarzwald.

Nachdem der Schreibende als letzter (immer noch pünktlich) eingestiegen war, konnte die Fahrt losgehen. Die erste Etappe führte über Siblingen und Schleitheim an die Grenze in Oberwiesen.

Nun mussten die Ausreiseformalitäten erledigt werden; offenbar ist das auch nach Schengen noch notwendig. Dann konnten wir uns theoretisch im Europa der EU ungehindert bewegen, was wir aber nur in unmittelbarer Nähe, im Schwarzwald, vorhatten. Unsere Mitsenioren aus den beiden Gemeinden wollten wir auch näher kennen lernen.

So befuhren wir vorerst das Gebiet der Sauschwänzlebahn, welche uns mit ihren Viadukten und (Kehr-)Tunneln beeindruckte. Sie wurde uns vom Chauffeur und dem virtuellen Reiseführer nahegebracht, welch letzterer noch mehrmals in Funktion trat. Auf der Hochebene angelangt, führte uns die Bundesstrasse grosszügig um alle Ortschaften herum nach Donaueschingen. Dort war der Kaffeehalt angesagt.

Das Café Reiter befindet sich in der Stadtmitte, unmittelbar bei der Stadtkirche, ganz in der Nähe der Donauquelle. Diese wurde zuerst von oben eingesehen, bevor wir uns den Kaffee und die Gipfeli gönnten.

Die Weiterfahrt zum Titisee ging nochmals über die Hochebene. Das war für etliche Reisende zunehmend langweilig. Sie hatten sich ja auf einen schönen Wald, eben den Schwarzwald, gefreut. Doch vorerst wartete in der Ortschaft Titisee im Restaurant Bergsee das Mittagessen auf uns. Es fiel sehr reichlich aus, so dass wir anschliessend einen Verdauungsspaziergang benötigten.

Aber oh je, unterdessen hatte es zu regnen begonnen, so dass etliche noch einen Kaffee nahmen. Die andern blieben auch am Schärmen, das heisst sie suchten nebenan einen Laden auf. Dort posteten sie Souvenirs; von Schwarwälderspeck über Kuckucksuhren zu Kirschwasser war alles zu haben in jeder Preislage.

Und dann bestiegen wir das Boot für die Seerundfahrt. Der Titisee ist zwar nur klein, aber er bietet phänomenale Ausblicke, so denn das Wetter klar ist. Für diesmal hiess es halt: „Da vorne rechts wäre der Feldberg ....!“ Aber für einen Schwatz reichte es immerhin.

Die Weiterfahrt brachte nun endlich das Erlebnis des Schwarzwaldes mit seinen hohen, dunklen Tannenhügeln voller Geheimnisse. Es war, als müsste jeden Moment das Glasmännchen hinter einer Tanne hervorlugen (aus dem Märchen „Das kalte Herz“ von Wilhelm Hauff). Der Reiseführer erklärte uns denn auch die Entstehung der Namen Alt- und Neuglashütten durch die Glasbläserei. Mit dieser Tätigkeit einher ging nämlich das Abholzen von ganzen Wäldern. Wenn kein Holz mehr vorhanden war, mussten die Ortschaften verlegt werden. Unterdessen sind die abgeholzten Flächen alle wieder aufgeforstet worden.

Bald erblickten wir nun den Schluchsee, den wir der vollen Länge nach begleiteten. Der See ist aufgestaut und bildet zusammen mit mehreren Staustufen ein ganzes System von Kraftwerken bis zur Einmündung in den Rhein. Weiter ging es via Rothaus-Brauerei bei Brünlisbach nach Grafenhausen. Auch ein Hinweis auf den Schaffhauser Wald fehlte nicht, der mit seiner stattlichen Grösse ein schönes Stück Schwarzwald ausmacht.

Nun näherten wir uns rasch dem nächsten Höhepunkt dieser Rundfahrt, dem Zvierihalt in der Tannenmühle. Diese liegt ausserhalb von Grafenhausen in einem romantischen Tälchen. Das grosse Mühlenrad drehte sich unermüdlich, während wir uns mit Kuchen und Kaffe ein letztes Mal stärkten. Auch die Uhus, Gänse, Hühner, Kaninchen etc. schienen den Plausch zu haben, trotz des immer noch miesen Wetters. Das Museum mit Ki osk war ebenfalls ein Anziehungspunkt, bevor wir die letzte Etappe unter die Räder nahmen.

Diese führte über Birkendorf, Bettmaringen, vorbei am fürstlichen Schloss Hohenlupfen nach Stühlingen und schloss den Kreis beim Zoll vor der Wutachbrücke bei Oberwiesen. Schleitheim und Siblingerhöhe waren bekannt und führten uns nach Hause, nach Gächlingen und Neunkirch.

Es war ein gelungener Ausflug in eine Gegend, die den meisten von uns zum grossen Teil unbekannt war. Er gab auch Gelegenheit zu Gedankenaustausch und zum Auffrischen alter und zum Schliessen neuer Bekannt schaften.

Unser aller herzlicher Dank geht an die Verantwortlichen und den Chauffeur. Sie haben uns einen unbeschwerten, schönen Tag trotz des schlechten Wetters ermöglicht.
Es geht los!
Pfarrerin Eva Baumgardt beim Einsteigen
Auf dem Schiff
Auf dem Schiff
Pfarrerin Eva Baumgardt beim Einsteigen Auf dem Schiff Auf dem Schiff
Auf dem Schiff
Auf dem Schiff
Eine frohe Schar
Auf dem Schiff Auf dem Schiff Eine frohe Schar
Mit Stock und Hut
Müde, aber zufrieden
Auf dem Schiff
Mit Stock und Hut Müde, aber zufrieden Auf dem Schiff
Autor: Christian Stettler     bereitgestellt: 23.06.2010