War Bathseba wirklich in David verliebt?

Einsingen

Einsingen

… oder wagte sie es nicht, dem grossen König zu widersprechen? Plötzlich wurden die Personen aus dem alten Testament lebendig. Wer eine Theaterrolle spielte, versuchte zu verstehen, was diese Person vor etwa 3000 Jahren gedacht und gefühlt haben könnte. Bald wurde klar: Die Geschichten wiederholen sich: Männer und Frauen verführen einander, Frauen werden schwanger, das „Problem“ muss gelöst werden. Unveränderlich bleibt Gott, der Schuld weg nimmt und einen neuen Anfang schenkt.
Tabea Näf / Marianne Näf
Vielleicht war es diese packende Geschichte oder die mitreissenden Lieder oder die Zeiten, die mit Spielen, Basteln, Essen und Gesprächen ausgefüllt waren. Vielleicht diente alles zusammen dazu, dass die 54 Jugendlichen und gut zwanzig Leiter in einer einzigen Woche zu einer engen Gemeinschaft zusammen geschweisst wurden. Sie kamen aus Neuhausen, Beringen, Löhningen, Neunkirch, Gächlingen, Wilchingen, Beggingen und Schleitheim. Jeden Tag trafen sie sich in der Turnhalle von Löhningen. Zusammen fieberten sie den Auftritten am Samstag und Sonntag nach der ersten Ferienwoche entgegen. Die Leiter und Minileiter feilten an den Tönen und Texten, den Kostümen und Kulissen bis das Musical reif für die Bühne war.
Das Auf und Ab der Gedanken und Gefühle riss das Publikum mit. Der Schlussapplaus war überwältigend, die Erleichterung der Mitwirkenden auch. Verpasste Töne und kleine Versprecher waren bald vergessen. Was bleibt sind gemeinsame Erinnerungen, neue Freunde und das Wissen: Wenn ich einmal Mist baue in meinem Leben, kann ich mit Gottes Hilfe neu anfangen. Es bleibt auch die Hoffnung, dass die Tradition der „Löhninger Musicals“ nach sechs Auflagen in zwei Jahren fortgesetzt wird.
Autor: Tabea Näf     bereitgestellt: 01.05.2010