Bazar bei frühlingshaften Wetter

Monika Wanner Luck,
Kindergarten im Einsatz<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>3949</div><div class='bid' style='display:none;'>36174</div><div class='usr' style='display:none;'>583</div>

Ein Höhepunkt im Kirchenjahr!
An verschiedenen Orten im Randendorf liefen seit Wochen die Vorbereitungen für den alljährlichen Kirchen Bazar, welcher am letzten Sonntag in Beggingen stattgefunden hat. Am Samstag waren viele Helfer im Einsatz um die letzten Handgriffe für den Anlass zu erledigen. Die Verkaufstische füllten sich mit einer bunten Pracht an Frühlingsboten wie Kränze und schön arrangierten Pflanzen. Genähtes, Gestricktes, Hölzernes, wunderbar in Szene gesetzte Etageren, Puppen, Nähschachteln für die Erstklässler, zahlreiche Gebrauchs- und Ziergegenstände, mit viel Geduld ausgeschmückte Karten für jeden Anlass und vieles mehr, gesellten sich dazu. An der Fensterfront türmten sich 200 Tombolapreise, währendem in der Halle Tische und Stühle für die erwarteten Gäste hergerichtet wurden. Im Schulhaus positionierte man noch an verschiedenen Orten Spiele für die Kinder und das Glücksrad musste noch aufgebaut werden.
Alles war einladend bereit, als sich am Sonntagmorgen die Türen für die ersten Besucher öffneten. Was viele nicht wissen, während die Gäste gemütlich schwatzend in der Halle sitzen, sind fleissige Hände im Hintergrund damit beschäftigt, belegte Brote zu streichen und fantasievoll zu belegen. Man hat sie gezählt, weit über 400 Stück haben dann im Laufe des Tages einen Käufer gefunden. Ein weiterer Raum füllte sich nach und nach mit Torten, diversen Kuchen und beinahe unzähligem Kleingebäck, auch diese fanden, bis auf wenige Überbleibsel, ihre Liebhaber. In der Küche bereitete man sich auf die Ausgabe des Mittagessens vor, während dem sich in der Halle langsam die Tischreihen füllten.
Um 11 Uhr begrüsste Pfarrer Rainer Huber die Anwesenden und überliess es den vier Flötenspielerinnen den Gottesdienst zu eröffnen. Nach einem gemeinsamen Lied gehörte die Bühne, wie jedes Jahr den Kindern des Kindergartens, welche diese, nach dem Verklingen der letzten Töne sofort eroberten. Mit rhythmischen Klängen und Gesang nahmen sie die Gäste mit auf eine Weltreise. „Wer chunt mit go reise, d‘Wält isch gross….“ so tönte es jeweils, wenn die Reise in ein neues Land weiterging. Danach wurde der Bewegungsdrang der Kinder in einem Lied mit den passenden Bewegungen zum Ausdruck gebracht. Nach einem Abschiedslied suchten die Kinder in der Menge ihre Familie und drückten sich kurz danach durch die Stuhlreihen und weg waren sie. Mit verschiedenen Produkten, bildlich dargestellt, übernahm Rainer Huber das Zepter und wollte wissen was diese Dinge gemeinsam haben. Palmöl, praktisch in jedem zweiten Supermarktprodukt ist Palmöl enthalten. Hat man gewusst, dass pro Person jährliche 19kg Palmöl verbraucht wird? Um dieses herzustellen muss Regenwald weichen, Tiere und Pflanzenvielfalt werden verdrängt oder verbrannt, Minderheiten wird die Existenz genommen, Profit steht im Vordergrund. Dabei sind Palmzweige Zeichen der Hoffnung den am Palmsonntag feiern die Christen den feierlichen Einzug von Jesus in die Stadt Jerusalem. Die ausgelegten Zweige bei seinem Einzug symbolisieren das Leben, die Hoffnung des Heranwachsens. Also nicht nur der Profit sondern das Miteinander sollte im Vordergrund stehen. Weitere Melodien der Flötengruppe und zweier Kindergartenkinder gaben dem Gottesdienst einen musischen Rahmen und gemeinsam gesungene Lieder formten das Miteinander am Bazarsonntag.
Indessen wurde in der Küche der Hackbraten aufgeschnitten und zusammen mit Kartoffelstock und Gemüse auf Tellern ansprechend angerichtet. Die diesjährigen Konfirmanden aus Beggingen und Siblingen, trugen begleitet von ihren Müttern, 180 bestellte Portionen in die Halle. Bei Speis und Trank liess man es sich gut gehen, bevor das Programm weiterging. Mit der Eröffnung des Verkaufes starteten auch die ersten Umdrehungen am Glücksrad und die Spiele im Schulhaus lösten fortan bei den Kindern Begeisterung aus. Der tolle Anlass an dem alle auf ihre Kosten kamen und nicht zuletzt das frühlingshafte Wetter, sorgten für eine gute Stimmung. Gegen 20 Uhr verliessen die letzten Geniesser das Fest um den Haamweg anzutreten.
An der Schlusssitzung beschloss man, die mit dem Dorf verbundenen Hilfsprojekte mit einem bestimmten Beitrag zu unterstützen. Dabei handelt es sich um die „Strassenkinder von Nepal“ und „Togo“. Für ein weiteres Hilfswerk werden noch Abklärungen gemacht. Die Schule, der Kindergarten und die Spielgruppe bekommen ebenfalls einen Bazen. In der Schule möchte man eine neue Spielekiste anschaffen und im Kindergarten braucht es zusätzliche Klangstäbe. Die Spielgruppe stellte den Antrag den Kletterturm einseitig zu schliessen, damit die kleinen Kinder nicht in die Schaukel springen, dadurch entsteht gleichzeitig eine Hütte zum Spielen. Weiter wurde über die Anschaffung eines Klaviers für die Kirche diskutiert und einstimmig angenommen. Der Bazar war auch in diesem Jahr, dank den zahlreichen Helfern und den vielen Besuchern ein erfolgreicher Anlass. Im Namen des Bazarteams ein herzliches Dankeschön für den grossen Einsatz.
Monika Wanner
Autor: Rainer Huber     Bereitgestellt: 17.03.2017    
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