Gemeinsam ans Ziel

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Konfirmation Loehningen–Guntmadingen 2013: Konf-Akt (Foto Pascal von Allmen) (Foto: Lukas P. Huber)
Drei Gruppen auf einem Orientierungslauf: Damit begann in der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche Löhningen der Konfirmationsgottesdienst 2013. Es waren drei sehr unterschiedliche Gruppen…
Maja Ernst,
Ein Wald, ein Zielbogen und drei verschiedene Gruppen an einem Orientierungslauf (OL): Damit wurden die sehr zahlreich erschienenen Gäste an der diesjährigen Konfirmation der Kirchgemeinde Löhningen–Guntmadingen zum Anfang des Gottesdienstes konfrontiert.

Die erste OL-Gruppe erreichte dank ihres guten Zusammenhaltes das Ziel problemlos. Die zweite verirrte sich im Wald, trennte sich schliesslich wegen Streitigkeiten sogar auf und erreichte schlussendlich als letzte das Ziel, nämlich erst, nachdem ein Suchtrupp sie im Wald aufspürte.

Die dritte Gruppe musste wegen der Verletzung einer Teilnehmerin und anfänglichen gegenseitigen Anschuldigungen mit dem zweiten Platz vorlieb nehmen. Sie hatten sich allerdings wieder zusammen gerauft und stützten die Verletzte bis ans Ziel.

Mit diesem kleinen Theater gelang den zwölf Jugendlichen ein frischer und lebendiger Einstieg ins «Gemeinsam ans Ziel». Unterbrochen wurde er durch ein Gebet und zwei Lieder, welche ebenfalls von den Konfirmanden vorgetragen und von der Gottesdienst-Band begleitet wurden.

In Windeseile trennten sie sich dann von ihrer sportlichen Kleidung und erschienen nach einem Lied wieder so gekleidet in der Kirche, wie man sich Konfirmanden eben vorstellt!

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde übernahm dann Pfarrer Lukas P. Huber das Wort. Er war bei der Vorstellungsrunde von der letzten Konfirmandin mit den humorvollen Worten nach vorne gebeten worden: «Er gehört auch noch zu uns!»

Gemeinsam ans Ziel – Huber nannte Beispiele aus dem Familienalltag, wo es gilt, zusammenzustehen und gemeinsam für etwas oder für andere zu kämpfen. Wenn wir Beziehungen zusammenhalten können, können wir gewinnen.

Das gelingt uns aber nicht immer. Es gibt Streit, es gibt die Dinge, die uns hindern, ans Ziel zu kommen. Wir sind zerrissen zwischen Ansprüchen und Wünschen und dem, was wir können.

Martin Luther, der berühmte Reformator, war einer, der an seiner Kirche litt. Er kämpfte, stiess an Grenzen, war innerlich zerrissen wegen seiner eigenen Ansprüche. Darum hatte er an seinem Schreibtisch zwei Worte auf Latein stehen, sagte Huber:

Baptizatus sum – zu Deutsch: Ich bin getauft!

An der Taufe wird der Name Gottes über dem Täufling ausgesprochen, die Botschaft: «Ich liebe dich, und du bist mir wichtig, dass ich mein Leben für dich gegeben habe.»

Die Konfirmation ist die Bestätigung der Taufe, dieses Festhalten am Wissen «Gott hat mich bedingungslos lieb.»

Sich in den Wirren und Stürmen des Lebens auf diese drei schlichten deutschen Worte «ich bin getauft» berufen zu können – das ist die Grundlage des Glaubens und der Wunsch der Kirchgemeinde für die heutigen Konfirmand(inn)en.

Nach einem weiteren, von den Konfirmanden vorgetragenen Lied, «My Jesus, my saviour», leitete Pfarrer Huber den eigentlichen Konfirmationsakt ein.

Die Konfirmanden bestätigten vor der versammelten Gemeinde, dass ihnen im Unterricht von Gott als dem Schöpfer und Vater, von Jesus Christus als dem Retter und der Brücke zu Gott und vom Heiligen Geist als dem Lebensveränderer erzählt worden war.

Danach trug jeder Konfirmand seinen gewählten Bibelvers vor und erhielt von Pfarrer Huber den Segen gesprochen. Es waren schlichte und sehr eindrückliche Verse, die sie gewählt hatten, zum Beispiel:

«Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.»

«Durch Stillen und Hoffen werdet ihr stark sein.»

«Dies ist mein Auftrag an euch, dass ihr euch gegenseitig liebt.»

„Gott ist mein Fels, meine Hilfe und mein Schutz, damit ich nicht falle.»

«Ich sage dir: Sei stark und mutig! Hab keine Angst und verzweifle nicht. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst!»?

Pfarrer Huber forderte danach auch die Gemeinde auf, in einem kurzen Moment der Ruhe darüber nachzudenken, wie jeder einzelne persönlich zu Gott steht, bevor dann gemeinsam das apostolische Glaubensbekenntnis gesprochen wurde.

Auch der Verantwortliche für Jugend- und Kinderarbeit in der Gemeinde, Daniel Wyss, richtete ermutigende Worte an die Jugendlichen und forderte sie auf, ihren Weg des Glaubens zu gehen und die Antworten auf die grossen Fragen des Lebens auch in der Gemeinschaft der Kirche und den Gottesdiensten zu suchen.

Nach den Mitteilungen, der Fürbitte und dem gemeinsamen Unser-Vater-Gebet endete die eindrückliche, grösstenteils von den Jugendlichen selber moderierten Feier, mit dem Lied: «Gott chunnt mit uf din Wäg und er sägnet dich!» und dem Segen.
Konf-2013
19.03.2013
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