Die «Strassen der Welt» bewegten die Gottesdienst-Besucher
Das Trottenfest-2012-Motto «Strassen der Welt» wurde auch im ökumenischen Festgottesdienst in der voll besetzten Trotte aufgenommen. Die Musikgesellschaft Löhningen begeisterte zusammen mit dem Team und Pfarrer Lukas P. Huber Kinder und Erwachsene.
Barbara Spörndli,
Wie die rund 200 Besucher auf verschiedenen Strassen, Gassen und Wegen zur festlich dekorierten Trotte geströmt waren, so strebten zum von der Musikgesellschaft Löhningen schmissig intonierten und von den Besuchern mit Applaus verdankten Stück «Is this the Way to Amarillo?» aus allen Ecken des Raumes zu Beginn des Gottesdiensts Kindergrüppchen mit Strassenschildern zur Bühne. Sie kamen von der Marktstrasse, von der Route 66, der Sesamstrasse, dem Walk of Fame oder gar von der Milchstrasse, wie sie in Kurzinterwiews und mit den mitgebrachten Utensilien den Interviewerinnen Irene Walter und Katharina Schwaninger kund taten.
Unterwegs durch die ökumenische Feier folgten Lieder, Gebete, Geschichten, alle verbunden durch das zentrale biblische Thema des auf dem Weg Seins im Leben. Dass der Mensch gerne seinen Lebensweg selbst bestimmen und ihn mit Glück, Reichtum und Erfolg pflastern möchte, er sich aber im Gegenteil vertrauensvoll auf Gott und seine Begleitung und Barmherzigkeit auf seinem Weg verlassen kann, war die Rede. Im kleinen Wettraten zu schauspielerisch und durch Steckbriefe des mitgestaltenden Frauenteams dargestellten biblischen Personen, die spezielle Lebenswege durchwandert hatten, brillierten die Kinder mit 4:1 Punkten gegenüber den Erwachsenen, schon nach dem ersten Satz erkannten sie Joseph, Jona, Maria und Joseph, den verlorenen Sohn oder Mose und den Mann mit dem leidvollsten und beschwerlichsten Lebensweg, sein Kreuz tragend, Jesus. Alle Geschichten wurden von Lisi Spörndli kurz und prägnant erzählt, bevor die Musikgesellschaft mit dem «Peace of Heaven» die Verbindung zur anschliessenden Predigt und zum Malen der Kinder auf der Empore der Trotte herstellte.
Josephs Geschichte und die seiner Brüder nahm Pfarrer Lukas P. Huber als Ausgangspunkt, Joseph genoss als Knabe seine bevorzugte Stellung, erzählte seine Träume und zog so die Eifersucht und Missgunst seiner Brüder auf sich. Sie rächten sich an ihm und unterbrachen seinen geradlinigen Lebensweg jäh. Wir fühlen uns oft wie Kinder unschuldig an unserm Unwohlsein, Misslingen von Stationen auf unserm Weg; alle andern sind schuld, nur nicht wir. Den «Fall» Christoph Mörgeli streifte Pfarrer Huber, nicht im Sinne einer Klärung von Schuldfragen, sondern im Betroffen Sein über die von Mörgeli kürzlich gemachte Interviewaussage, dass er keine Fehler gemacht habe.
Durch solche Ansichten und Beharren auf unserem Standpunkt oder unserer Meinung manövrieren wir uns in Sackgassen, aus denen nur das Befolgen der Anweisung unseres «Navis» «Bitte wenden» führen kann. Im Leben bedeutet das, Fehler eingestehen, um Verzeihung bitten, damit wir wieder auf den von Gott angebotenen Weg der Freiheit gelangen. Viele Geschichten in der Bibel erzählen uns von dieser Freiheit nach der Umkehr aus einer Sackgasse im Leben.
Zwei ihn beeindruckende Beispiele zum «auf dem Freiheitsweg unterwegs sein» erzählte Lukas Huber, einerseits fährt ein älterer Töfffahrer immer wieder einfach drauflos, zuerst nord-, dann westwärts, den schönsten Strassen nach, scheinbar ohne Ziel, also frei, schlussendlich aber führen die Strassen immer wieder «haam», wie wir im Chläggi sagen. Die Bibel lade uns von Anfang bis Ende ein, daran zu glauben, dass unser Lebensweg schliesslich ein Ziel habe: «haam», nämlich «haam zu Gott», oder wie eine alte Dame im Altersheim kürzlich zu unserm Pfarrer sagte, dass sie «parat» sei, im Frieden mit sich und ihrer Familie.
«Always on the bright side of life», mit gepfiffenen Einlagen von der Musikgesellschaft dargeboten, passte wieder gut auf den Themenweg des Gottesdiensts. Nach dem im Lied ausgedrückten Wunsch nach Frieden, den Fürbitten und dem «Unser Vater» stellte Lisi Spörndli die Kollekte für Strassenarbeiter in Sao Paolo vor, die die sinnbildlich nicht so einfachen und schönen Lebens-Wege vieler Kinder in den kürzlich abgebrannten Slums etwas ebnen und lebenswerter machen möchten.
Nach den Mitteilungen bedankte sich Andrea Straub vom Team bei allen Mitwirkenden im Gottesdienst, dann wünschte Pfarrer Huber der Gemeinde alles Gute für den weiteren Weg an diesem Sonntag, der anstatt gleich nach Hause auch zu den vielen Attraktionen am Fest führen könne, und er sprach – für den Weg über das Trottenfest hinaus – den Segen.
Der Besuch des Festgottesdiensts war ein eindrücklicher, stärkender, freudvoller erster Schritt auf dem Weg durch den Trottenfest-Sonntag.
Unterwegs durch die ökumenische Feier folgten Lieder, Gebete, Geschichten, alle verbunden durch das zentrale biblische Thema des auf dem Weg Seins im Leben. Dass der Mensch gerne seinen Lebensweg selbst bestimmen und ihn mit Glück, Reichtum und Erfolg pflastern möchte, er sich aber im Gegenteil vertrauensvoll auf Gott und seine Begleitung und Barmherzigkeit auf seinem Weg verlassen kann, war die Rede. Im kleinen Wettraten zu schauspielerisch und durch Steckbriefe des mitgestaltenden Frauenteams dargestellten biblischen Personen, die spezielle Lebenswege durchwandert hatten, brillierten die Kinder mit 4:1 Punkten gegenüber den Erwachsenen, schon nach dem ersten Satz erkannten sie Joseph, Jona, Maria und Joseph, den verlorenen Sohn oder Mose und den Mann mit dem leidvollsten und beschwerlichsten Lebensweg, sein Kreuz tragend, Jesus. Alle Geschichten wurden von Lisi Spörndli kurz und prägnant erzählt, bevor die Musikgesellschaft mit dem «Peace of Heaven» die Verbindung zur anschliessenden Predigt und zum Malen der Kinder auf der Empore der Trotte herstellte.
Josephs Geschichte und die seiner Brüder nahm Pfarrer Lukas P. Huber als Ausgangspunkt, Joseph genoss als Knabe seine bevorzugte Stellung, erzählte seine Träume und zog so die Eifersucht und Missgunst seiner Brüder auf sich. Sie rächten sich an ihm und unterbrachen seinen geradlinigen Lebensweg jäh. Wir fühlen uns oft wie Kinder unschuldig an unserm Unwohlsein, Misslingen von Stationen auf unserm Weg; alle andern sind schuld, nur nicht wir. Den «Fall» Christoph Mörgeli streifte Pfarrer Huber, nicht im Sinne einer Klärung von Schuldfragen, sondern im Betroffen Sein über die von Mörgeli kürzlich gemachte Interviewaussage, dass er keine Fehler gemacht habe.
Durch solche Ansichten und Beharren auf unserem Standpunkt oder unserer Meinung manövrieren wir uns in Sackgassen, aus denen nur das Befolgen der Anweisung unseres «Navis» «Bitte wenden» führen kann. Im Leben bedeutet das, Fehler eingestehen, um Verzeihung bitten, damit wir wieder auf den von Gott angebotenen Weg der Freiheit gelangen. Viele Geschichten in der Bibel erzählen uns von dieser Freiheit nach der Umkehr aus einer Sackgasse im Leben.
Zwei ihn beeindruckende Beispiele zum «auf dem Freiheitsweg unterwegs sein» erzählte Lukas Huber, einerseits fährt ein älterer Töfffahrer immer wieder einfach drauflos, zuerst nord-, dann westwärts, den schönsten Strassen nach, scheinbar ohne Ziel, also frei, schlussendlich aber führen die Strassen immer wieder «haam», wie wir im Chläggi sagen. Die Bibel lade uns von Anfang bis Ende ein, daran zu glauben, dass unser Lebensweg schliesslich ein Ziel habe: «haam», nämlich «haam zu Gott», oder wie eine alte Dame im Altersheim kürzlich zu unserm Pfarrer sagte, dass sie «parat» sei, im Frieden mit sich und ihrer Familie.
«Always on the bright side of life», mit gepfiffenen Einlagen von der Musikgesellschaft dargeboten, passte wieder gut auf den Themenweg des Gottesdiensts. Nach dem im Lied ausgedrückten Wunsch nach Frieden, den Fürbitten und dem «Unser Vater» stellte Lisi Spörndli die Kollekte für Strassenarbeiter in Sao Paolo vor, die die sinnbildlich nicht so einfachen und schönen Lebens-Wege vieler Kinder in den kürzlich abgebrannten Slums etwas ebnen und lebenswerter machen möchten.
Nach den Mitteilungen bedankte sich Andrea Straub vom Team bei allen Mitwirkenden im Gottesdienst, dann wünschte Pfarrer Huber der Gemeinde alles Gute für den weiteren Weg an diesem Sonntag, der anstatt gleich nach Hause auch zu den vielen Attraktionen am Fest führen könne, und er sprach – für den Weg über das Trottenfest hinaus – den Segen.
Der Besuch des Festgottesdiensts war ein eindrücklicher, stärkender, freudvoller erster Schritt auf dem Weg durch den Trottenfest-Sonntag.
