Mats die Feldmaus
Im Familien-Gottesdienst vom 16. Juni 2012 in Beringen wurde die Geschichte von Mats der Feldmaus und den Wundersteinen nicht nur mit Worten erzählt.
Mats und die Wundersteine – Gier lohnt sich nicht
Der Familiengottesdienst der Kirchgemeinde Beringen richtete sich vor allem an Kinder. So waren etliche jüngere Familien dabei, als Pfr. Finger zum frühabendlichen Anlass begrüssen konnte. Auch einige ältere Besucher hatten sich eingefunden. Pfr. Finger wies auf die Grosszügigkeit Gottes hin, welche auch das Volk Israel in der Wüste erfahren durfte, als es mit Nahrung, dem „Manna“, versorgt wurde. Die Israeliten wurden angewiesen, jeweils nur einen Tagesbedarf zu sammeln. Nur am Vortag des Sabbats durfte mehr gesammelt werden. Doch die viele herumliegende Nahrung lockte, so dass etliche Israeliten mehr sammelten, mit negativen Folgen: Die Nahrung verdarb.
Ein Fund, der die Welt verändern sollte
Schon waren wir bei Mats, welcher mit andern Mäusen den Mäuseberg bewohnte. Drei Frauen sorgten dafür, dass die Mäuse in Bewegung blieben, und die Geschichte wurde mit Bildern, die an die Wand projiziert wurden, untermalt. Die Mäuse genossen den schönen Sommer. Herbststürme kündigten den Winter an. Die Mäuse zogen sich in die feuchten, kalten und finsteren Höhlen zurück. Mats suchte Futter und fand dabei in einer Felsspalte einen leuchtenden Stein, der auch Wärme abgab. „Wo hast du ihn gefunden?“ wollten die andern Mäuse wissen. „Wir wollen auch einen solchen Stein!“ Da meldete sich der alte weise Balthasar: „Passt auf, die leuchtenden Steine gehören der Insel. Wer dem Berg etwas wegnimmt, muss auch etwas zurückgeben.“ Doch die Mäuse hörten nicht darauf. Raffgier hatte sie gepackt. Sie hackten Steine aus dem Fels heraus. Misstrauen und Neid meldeten sich: „Der andere hat mehr!“ Mit der Gemütlichkeit war es aus. Der Berg stürzte zusammen – Wellen zerstörten die Insel.
Die Wende
Mats nahm einen Stein, bearbeitete und verzierte ihn und brachte ihn zurück zum Inselberg. Der Berg war wieder in Ordnung. Nun hatten es auch die andern Mäuse begriffen: Sie gingen in die Höhle und gruben nur noch je einen leuchtenden Stein aus. Sie merkten sich, wo sie ihn weggenommen hatten und legen dann einen verzierten Stein an jene Stelle. Nun lebten sie wieder in Frieden miteinander und feierten mit Balthasar ein Fest.
Pfr. Finger stellte die Verbindung zur biblischen Wahrheit her: Auch wir empfangen immer wieder viel von Gott. Er beschenkt uns, und wir dürfen ihm etwas zurückgeben, was im Klartext heisst, Menschen etwas von dem, was wir haben, weitergeben.
Markus Schwyn