Seniorenausflug in die Vogelwarte Sempach
Senioren in der Vogelwarte Sempach 06.06.2012
Unter dem Motto "Alle Vögel sind schon da..." lud die Reformierte Kirchgemeinde Beringen die Senioren zum jährlichen Seniorenausflug am 6. Juni 2012 in die Vogelwarte Sempach ein. Fünfundsechzig Reisefreudige haben die Einladung angenommen und einen interessanten Tag erlebt.
Mit zwei Cars ging’s über Koblenz nach Othmarsingen, wo wir uns im Landgasthof „Pflug“ mit Kaffee und Gipfeli stärken konnten. Bei der Weiterreise konnten wir vom umfassenden Wissen von Pfr. Finger profitieren. So erfuhren wir interessante Details über die Seetallinie, der wir ein Stück weit folgten. Diese Normalspurbahn, welche weitgehend der Strasse folgt, ist für Unfälle bekannt. Es erfolgen jedoch laufend Sanierungen und Verbesserungen. Bald näherten wir uns Sempach, und da hörten selbst solche, die den Geschichtsunterricht in der Schule nicht geschätzt hatten, gespannt zu. Trotz des unfreundlichen und kühlen Wetters konnte man bei den spannenden Schilderungen unseres Dorfpfarrers die Sommerhitze und das Geschehen bei der Schlacht beim Sempach förmlich spüren. In der Wirtschaft zur Schlacht wurde ein feines Essen serviert. Nachher reichte es noch zu einer Besichtigung der Gedenk-Kapelle, wo man sich noch etwas mehr in die Schweizer Geschichte vertiefen konnte.
Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir die Vogelwarte Sempach. Unter kundiger Führung von Frau Petra Horch und Herrn Christian Marti bekamen wir einen guten Einblick in die Arbeit der Vogelwarte. Während die eine Gruppe zuerst im Freien Neues erfuhr, fand für die andern im Vortragssaal eine Einführung einerseits mit ausgestopften Vögeln und andrerseits mit einer Power Point-Präsentation statt.
Vögel empfinden anders
Der einsetzende Regen veranlasste diejenigen, die an der Führung im Freien teilnahmen, Regenschirme und Kapuzen zum Schutz aufzuspannen bzw. überzustülpen. Die Vögel liessen sich aber gar nicht beeindrucken und sangen weiter oder gingen ihrer Futtersuche nach. Der Graureiher schien bei seinem Nest auf dem Baumwipfel vom starken Wind überhaupt nichts zu bemerken. Auch von bedrohten Vögeln berichtete Frau Horch. So ist zum Beispiel der Kiebitz in grosser Not. Derzeit leben noch ungefähr 120 Paare in der Schweiz. Die Vogelwarte hat ein Projekt zur Rettung des Kiebitzes gestartet.
Bei den Ausführungen unter Dach durften die ausgestopften Vögel betastet werden. Viele wunderten sich über die sehr feinen, weichen Kopfpartien der Eulen. Wir wurden auch über moderne Methoden zur Erforschung der Vogelzüge vom Einsatz von Minisendern bis Radar informiert.
Auf der Heimreise gab es noch einen Zwischenhalt bei der wunderschönen Klosterkirche Muri und dann führten uns die Chauffeure wieder sicher nach Beringen.
Markus Schwyn