Musikgottesdienst mit der Motette "Jesu meine Freude"

Kirchenchor Beringen, 03.06.2012

Kirchenchor Beringen, 03.06.2012

Die Motette „Jesu meine Freude“ von Johann Sebastian Bach war das Thema des Abend-Gottesdienstes am 3. Juni in der reformierten Kirche Beringen. Das Thema des Abends war bereits aus dem Eingangsspiel der Orgel zu hören.
Pfr. Joachim Finger führte aus, dass die christliche Kirche eine Oase des Friedens in einer zerrissenen Welt ist. Während Freude und Friede in der Motette besungen werden, wird der menschgewordene Gottessohn als grösste Zier und Kleinod bezeichnet, wie dies auch das gemeinsam gesungene Lied ausdrückt.
Pfr. Finger führte weiter aus, dass diese Bachmotette für Dietrich Bonhoeffer, der während des Naziregimes im Gefängnis eingesperrt war, eine sehr grosse Hilfe bedeutete. Er konnte sie ganz auswendig und schöpfte daraus Trost und Hilfe.
Die Motette besteht aus elf Teilen, welche symmetrisch um den sechsten Teil angeordnet sind. Die ersten fünf Teile wurden von den Sängerinnen und Sängern des Kirchenchors Beringen gekonnt und mit grosser Überzeugung vorgetragen. Sodann legte Pfr. Finger die nicht gesungene Fuge aus und kam dabei auf die von Jesus gebrachte Befreiung zu sprechen, welche auch Bonhoeffer im Gefängnis erfahren durfte. Sodann fasste er die Botschaft zusammen: „Der Ursprung aller wahren Freude ist Gottes Freude an uns.“
Anschliessend wurden die Teile sieben bis elf, wiederum mit Orgel- und Cellobegleitung, gesungen. So wie der letzte Vers „Weicht, ihr Trauergeister, denn mein Freudenmeister, Jesus tritt herein“ vorgetragen wurde, spürte man die Begeisterung und Freude von Chor und Musikantinnen. Sängerinnen und Sänger, aber auch die Musikantinnen und die Dirigentin erhielten den wohl verdienten Applaus.
Markus Schwyn
Autor: Monika Eymann     Bereitgestellt: 11.06.2012    
aktualisiert mit kirchenweb.ch