Adventskalender gefördert!

Bild wird geladen...
Übergabe Förderpreis Beringen 2011: Gemeindepräsident Hansruedi Schuler überreicht der Organisatorin des Adventskalenders, Vreni Finger, den Förderpreis 2011. (Foto: Joachim Finger)
Der diesjährige Preis für die "Förderung des Zusammenlebens in der Gemeinde" wurde anlässlich der Orientierungsversammlung vom 15.11.2011 an den Adventskalender der reformierten Kirche Beringen vergeben. Seit 1994 wird er von Vreni Finger organisiert, die den Preis strahlend entgegennahm.
Joachim Finger,
Adventskalender gibt es nicht nur im Kleinformat, mit Bildern und/oder mit Schoggi. Es gibt sie an Schulhäusern und im Internet. Und in Quartieren und Dörfern.
1994 startete Vreni Finger, Katechetin und Pfarrfrau, den Versuch, eine solche Tradition auch in Beringen aufzubauen. Anfangs ging sie von Haustür zu Haustür, um Personen für die Idee zu gewinnen. Die Liste und den Ortsplan mit den Nummern malte sie von Hand.
Die Fenster lagen einigemassen nahe beieinander und wurden so weit wie möglich in einen Rundweg integriert. Weil die Suche nach Fenstergestalterinnen und -gestaltern und die Koordination von Weg, Daten und Wünschen der Teilnehmenden ziemlich arbeitsintentsiv war, stieg das damalige Kirchenstandsmitglied Barbara Frei für einige Jahre mit ins Projekt ein.
Die Pläne lagen im Advent in der Kirche, im Kirchgemeindehaus und in der Post auf.
Heute werden die Einwohner von Beringen per Post zur Teilnahme eingeladen, der Plan per PC geschrieben und per Post an alle Haushaltungen verteilt. Die Fenster sind über grosse Teile des Dorfes verteilt - gewissermassen zwischen Höhenweg und Hülstewiese. Bei vielen Fenstereröffnungen wird ein Apéro offeriert. Menschen aus den verschiedenen Quartieren unseres ständig wachsenden Dorfes machen sich auf und begegnen einander bei den Fenstern. Und auch zwischen Weihnachten und Neujahr trifft man immer wieder Paare und Familien, die abends einen Teil der Fenster besuchen - und wer weiss, an einem anderen Abend einen anderen Teil.
Geschäfte gestalten Fenster, ältere und jüngere Erwachsene, ja auch Kinder. Manche gestalten mit viel Liebe ein Fenster, auch wenn sie nicht die Möglichkeit für eine ausführliche Fenstereröffnung haben. Andere haben Zeit und Platz, zur Eröffnung Nachbarn und Freunde und spontane Besucher in ihre Stube einzulassen. Da gibt es keinen Druck und keine Vorschriften.
Allen gemeinsam ist, dass die Fenster abends von 17 bis 22 Uhr und in der Christnacht die ganze Nacht beleuchtet sind und bis zum Dreikönigstag betrachtet werden können.