Ein heisser Seniorenausflug – Schaffhausen besucht Zürich
Sabine Aschmann
Guggeren Benken: Der letzte Halt einer zufriedenen Schar
„Warum nur in die Ferne schweifen, sieh, das Gute liegt so nah!“ Besonders am heissesten Tag des bisher schon heissen Sommers, erwies sich die Entscheidung für kurze Fahrzeiten im Car als goldrichtig. Die Besichtigung der Kirche in Weiningen, der Mittagshalt auf der Buechenegg und der angenehme Waldspaziergang auf der Albiskette, wie auch im Tierpark Langenberg wurden von allen genossen. Eine fröhliche Vesperzeit unter den Linden der Guggere in Benken rundete den schönen Tag ab.
Den ersten Halt mit dem gut ausgerüsteten Rattin-Car machte die frohe Schar von gut 35 reisenden Thayngern und Thayngerinnen bei ihrem ehemaligen Pfarrer, Christoph Frei, der mit seiner Familie vor 2 ½ Jahren ins Limmattal gezogen war. Bei feinem Aprikosenkuchen - von Susanne Frei für uns gebacken - und Kaffee nahm uns Christoph Frei auf einen digitalen Dorfrundgang in seinem neuen Wirkungsfeld mit und stellte da und dort aufschlussreiche Vergleiche mit Thayngen an. daran anschliessend fand eine Führung durch die alte Dorfkirche statt. Man konnte beispielsweise erfahren, warum ein Storch als Wetterfahne auf dem Kirchturm steht, oder welche Sorgen das Kriegsmodell einer Orgel mit sich bringt. Nach der eindrücklichen Andacht zum Wandspruch: „Befiehl dem Herrn deinen Weg“ durfte Pfarrer Frei, der ein bisschen Heimweh nach der weiten Hegauer Landschaft ausgedrückt hatte, als Geschenk einige Flaschen hiesigen Oels entgegennehmen.
Bei der anschliessenden kurzen Fahrt auf die Buchenegg, konnte Sabine Aschmann ein bisschen aus ihrer Heimat erzählen, besonders vom Uetliberg, an deren Fuss sie aufgewachsen war. Das Gedicht Spittelers von der jodelnden Schildwache stimmte uns ein auf die schöne Aussicht, die wir von der Albiskette herab aufs Sihltal und den Zürichsee haben würden. Das Mittagessen in den Näfenhüsern, heute Chnusperhüsli genannt und als Erlebnisrestaurant zu Ehren von Max und Moritz eingerichtet, fand allgemeines Gefallen. Dann teilte sich die Gruppe auf. Wer nicht zur Felsenegg spazieren wollte, um mit der Luftseilbahn nach Adliswil zu gondeln, fuhr mit dem Car in den Tierpark Langenberg. Die Temperaturen dort waren hoch, doch liessen es sich viele nicht nehmen, bis zu den Bären vorzudringen.
Die Idee von Kirchenstandsmitglied Rita Roost, den Ausflug in der Guggere enden zu lassen, erwies sich als geradezu perfekt. Das angekündigte Gewitter liess auf sich warten und beim rotgoldenen Abendlicht der tief stehenden Sonne genossen wir die Aussicht von der Terrasse und das feine Znacht. Begleitet von Akkordeonklängen ging’s zurück zum Bus und bald verabschiedete sich in Thayngen eine dankbare Schar bis zum nächsten Wiedersehen.