21. Feb. 2010 Zwinglikirche
Begrüssungsgottesdienst
Pfarrerin Miriam Gehrke-Kötter und Pfarrer Wolfram Kötter
Beachten sie doch die angefügte Diashow, welche unser letztjährige Konfirmand
Fabrice Spahn am Begrüssungsgottesdienst, sozusagen als unser "Hoffotograf" geknipst hat. Herzlicher Dank an Fabrice-
super gemacht!
Begrüssungsworte von Kirchenstandpräsident Heinz Lacher
Liebe Gäste, liebe Kirchgemeinde Zwingli
Es ist mir eine Ehre, wenn ich sie heute als Kirchenstandspräsident hier in der Zwinglikirche Schaffhausen an diesem bedeutungsvollen Tag begrüssen kann. Ich erlaube mir einen ganz kurzen Blick zurück auf die Vakanzzeit um dann einen Bogen in die Zukunft zu schlagen.
Rückschau Vakanzzeit
Genau vor einem Jahr formierte sich innert zwei Wochen eine ehrenamtliche Pfarrwahlkommission. Alle Altersstufen waren vertreten, von den acht Mitgliedern waren vier Eltern von Konfirmanden. Patric Studer stellte sich als Präsident derselben Kommission zur Verfügung und hat viel zusätzliche Zeit investiert, nebst Stadtführungen bis hin zu einem Besuch in Herford, hat er keine Mühe gescheut. Dem sag ich Glück für unsere Kirchgemeinde.
Wertvolle Ratschläge haben mir auch Vertreter aus dem städtischen Pfarrkapitel gegeben. Der wertvollste Tipp kam vermutlich von Pfarrer Peter Vogelsanger – er hat mir geraten, dass wir Pfarrerin Beatrice Kunz anfragen für die Stellvertretung. Und sie hat unsere Anfrage positiv beantwortet. Bereits am 20 März stellten wir das entsprechende Gesuch an die Kantonalkirche. Und Kirchenrätin Sabine Dubach hat dafür gesorgt, dass dieses unbürokratisch und speditiv bewilligt wurde. Dem sag ich Glück für unsere Kirchgemeinde.
In derselben Zeit erfreute sich unsere sozialdiakonische Mitarbeiterin, Sandra Makolwal an ihrem Mutterglück. Demzufolge mussten wir auch hier eine Nachfolgeperson finden. Dass diese Aufgabe in der Person von Nathalie Schneider neu besetzt werden konnte war ein weiterer Glücksfall. Nathalie Schneider wohnt seit Jahren in unserm Quartier; ist mit unserer Kirchgemeinde stets verbunden und hat ein breites Spektrum an Berufserfahrung als Sozialdiakonin. Und Sandra Makolwal bleibt uns trotzdem für ein kleines „Quentchen“ erhalten – sie leitet nun unter anderem die Redaktion des Gemeindebriefes. Dem sag ich Glück für unsere Kirchgemeinde.
Die Vakanzzeit war für die Kirchgemeinde nicht einfach langweilige Wartezeit, sondern eine Phase der vielfältigsten Erlebnisse. Die Mitglieder des Kirchestandes haben oft über dem Mass ihrer Aufgabe sich eingesetzt, meiner Stellvertreterin Rita Baummann möchte ich hier ein besonderes Kränzchen winden. Gemeinsam haben wir erlebt, dass eine breite Unterstützung und ein grosser Zusammenhalt stattfindet. Man kam sich im wahrsten Sinn des Wortes näher. Solche Erfahrungen machen stark; hier gilt mein Dank vielen Menschen – erwähnen kann ich nicht alle namentlich. Aber lesen sie stellvertretend für VIELE den nächsten Gemeindebrief Zwingli – dort finden sie dann ein Interview mit unserm Gemeindemitglied Walter Ammann. Er berichtet dort, weshalb er in der Besuchergruppe ist. Uneigennütz - selbstverständlich und voller Freude. Solche Taten sind wichtig, das ist für mich persönlich mindest so ein Goldmedaille wie jene des schweizerischen Namensvetter im Sprungschanzensport. Dem sag ich Glück für unsere Kirchgemeinde.
Doch spannen wir nun den Bogen in die Zukunft
In seiner ersten offiziellen Predigt vor einer Woche hat Wolfram Kötter berichtet, wie die ganze Familie ins Toggenburg zum Skifahren reiste und dann über dem Wolkenmeer die Sonne genoss. So lässt sich leben – waren seine Worte. Im Toggenburg aber selbstverständlich auch hier in Schaffhausen kann man - je nach Jahreszeit auch vorzüglich wandern. Ich möchte deshalb unsere zukünftige, gemeinsame Zusammenarbeit mit einer Wanderung vergleichen.
Bei einer Wanderung nimmt man sich ein Ziel vor und wandert auf dieses Ziel hin, jedoch ohne es so schnell wie möglich erreichen zu wollen, denn der Weg ist entscheidend. Jeder Augenblick wird ausgekostet.
In unserer Kirchgemeinde wirken ab 1. Februar 2010 Miriam Gehrke-Kötter und Wolfram Kötter als Pfarrehepaar. Wenn wir im Bild der Wanderung bleiben, dann beginnt nun unser gemeinsamer Weg mit ihnen. Entscheidend ist nun nicht irgendein weit entferntes Ziel, sondern zunächst ist der tägliche gemeinsame Weg wichtig, so lernen wir uns kennen und können uns den zukünftigen Herausforderungen gemeinsam stellen. Dazu benötigen wir auch Vertrauen - Vertrauen in uns selbst, in die Weggenossen und in Gott.
Für diesen Weg haben Nathalie Schneider und ich fünf Wünsche für die Kirchgemeinde formuliert. Und diese Wünsche, man kann sie auch als Hoffnungen verstehen, sind nicht utopisch, denn ich weiss, dass wir dazu bereits aufgebrochen sind. Es ist ganz einfach – es braucht SIE als Mitglieder der Kirchgemeinde dazu und schon kann es gelingen.
Wünsche an die Kirchgemeinde von Natzhalie Schneider und Heinz Lacher
Nathalie
Ich wünsche uns eine Kirchgemeinde mit Profil
Menschen sollen nicht allein bleiben. Menschen sollen sich und andere entdecken und dabei etwas Wertvolles finden: Bewegung, Überzeugung, Begeisterung.
Heinz
Ich wünsche uns eine Kirchgemeinde mit Freiheiten
Mensch sollen und müssen sich selbst ein Urteil bilden. Freiheit wächst aus Einsicht und Einsicht aus Übersicht. Mit Gott weiten sich Horizonte und gute Möglichkeiten im Leben. Solcher Glaube macht stark und gibt Freiheit - innere und äussere, Einheit in Vielfalt.
Nathalie
Ich wünsche uns eine Kirchgemeinde mit Verantwortungsbewusstsein
Menschen sollen deutlich machen, worum es geht. Hinschauen und aufklären, zuhören und trösten, zupacken und Neues schaffen und das nicht aus Selbstzweck. Verantwortung übernehmen - ohne Überforderung und Zwang, offen für alle.
Heinz
Ich wünsche uns eine Kirchgemeinde mit Entscheidungsfreudigkeit
Menschen mit Tatkraft und Engagement. Menschen die begeistert in Bewegung geraten, Neues wagen - einer besseren Zukunft wegen, für sich und andere.
Nathalie
Ich wünsche uns eine Kirchgemeinde der Vielfalt
Menschen, die aus Überzeugung glauben und handeln. Das schliesst Irrtümer und Diskussionen nicht aus. In erster Linie aber positive Impulse - für Menschen der Kirchgemeinde Zwingli.