Ordination von Priska Rauber zur Sozialdiakonin
Priska Rauber, Sozialdiakonin in Neuhausen am Rheinfall
Priska Rauber wird am 21. März nach vierjähriger sozialdiakonischer Tätigkeit in der Kirchgemeinde Neuhausen vom Schaffhauser Kirchenrat als Sozialdiakonin ordiniert. Der Gottesdienst beginnt um 9.30 Uhr in der Reformierten Kirche in Neuhausen und wird von einem Apéro mit Überraschungen begleitet.
Seit vier Jahren bin ich bereits in der Evang.-ref. Kirchgemeinde Neuhausen am Rheinfall als Sozialdiakonin tätig. Dass ich in Neuhausen arbeite, ist wohl einer Postkarte zu verdanken. In einer Supervision durften wir eine Postkarte aussuchen, ich nahm eine X-Beliebige ohne zu schauen was für ein Sujet abgebildet war. Beim Austausch mit der Gruppe sah ich, was ich für eine Karte in der Hand hielt: Ein Bild des Rheinfalls! Dies geschah in der Entscheidungsphase des Bewerbungsverfahrens in Neuhausen am Rheinfall. Es ist nicht so, dass ich mein Leben von einer Postkarte steuern lasse, es passte einfach. Auch Gott kann mit modernen Mitteln arbeiten!
Berufliche Ausbildung
Mein beruflicher Werdegang kann man als sehr abwechslungsreich und abenteuerlich bezeichnen. Als Erstausbildung wählte ich Topfpflanzengärtnerin jedoch mit dem Traum später im Sozialen Bereich tätig zu sein. In verschiedenen Berufen und Unternehmen versuchte ich meine Bestimmung zu finden. Ich war tätig als Topfpflanzengärtnerin, Gemüsegärtnerin, Verkäuferin, Verlagsangestellte, Miterzieherin und als Köchin.
Über Umwege kam ich zu der Entscheidung mich als Sozialdiakonin ausbilden zu lassen. Im Sommer 2005 war es soweit, ich begann an der Schule für Diakonie Greifensee eine dreijährige Ausbildung zur Sozialdiakonin, die ich 2008 erfolgreich beendete. Die Ausbildung mit dem breit gefächerten Schulstoff z.B Diakonie, Psychologie, Soziologie, Spiritualität, Theologie, Ethik sowie verschiedene Beratungsmethoden (Personzentrierte -, lösungsorientiert und Systemische Beratung) konnte ich für mich persönlich und für meine Arbeit als Sozialdiakonin in der Kirchgemeinde sehr viel lernen.
Vielseitige Arbeit
In Neuhausen bin ich zu 70% angestellt. Meine Arbeit ist sehr vielseitig. Meine diakonischen Tätigkeiten sind in der Seniorenarbeit, Hausbesuche, Veranstaltungen, Seniorenferien, Freiwilligenarbeit, Sozialarbeit und zu 20% Jugendarbeit. Die Begegnungen mit verschiedenen Menschen egal welchen Alters machen mir Freude und erfüllen mich.
Ordination zur Sozialdiakonin
Im März werde ich ordiniert, auf diesen Moment freue ich mich sehr. Für mich ist die Ordination sehr wichtig, es bedeutet, dass meine Berufung und mein Handeln von der Gemeinde und der Kirchenleitung anerkannt und wertgeschätzt werden. Auch sehe ich mich durch den geistlichen Aspekt des Ordinationsaktes gestärkt und für meine Aufgabe gesegnet.
Im Sommer 2008 brach ich meine Zelte im Bündnerland ab und zog mit Sack und Pack nach Dörflingen. In Dörflingen fühle ich mich sehr wohl. Um meine Life Balance zu finden, mache ich unter anderem viel Musik, Male, lese, reise, besuche Freunde oder geniesse das Nichtstun.
Priska Rauber