Auch wir können ein Fest machen! Die Kirchgemeinde Buchberg-Rüdlingen lud ein und so viele Menschen kamen. Grosse und kleine, nahe und ferne, von den Gottesdienstbesuchern bis zu den Schifflischauklerinnen kamen alle auf ihre Kosten.
Der Festtag begann mit dem Gottesdienst. "Brot isch Läbe, Brot isch Liebi" hiess das Motto. Domenica Ammann mit ihrer singenden Säge und dem Glockenspiel und Václav Hřebec an Orgel und Klavier begleiteten den von Barbara Erdmann und Beat Frefel verantworteten Gottesdienst gekonnt und mit viel Charme. Auf dem Abendmahltisch stand ein grosser Korb mit vielen Brotsäckchen, welche die Festteilnehmer mit nach Hause nehmen konnten.
Unsere Kirchenstandspräsidentin Yvonne Fehr begrüsste im offiziellen Teil den Buchberger Gemeindepräsidenten Hanspeter Kern und den Rüdlinger Vizegemeindepräsidenten Silvio Marthaler. Beide sprachen ihren Dank für die gute Zusammenarbeit aus, Hanspeter Kern erinnerte in träfen Worten an die Erlebnisse während des Kirchenbrandes und wie sich im Laufe der Jahre das Verhältnis von Kirchgemeinde und politischen Gemeinden entwickelte. Kirchenratspräsident Wolfram Kötter wies in seiner Rede auf die Veränderungen hin, welcher die Landeskirchen unterworfen sind. Daraus ergeben sich auch Chancen und Möglichkeiten. Sie gilt es nun zu ergreifen. Zwischen den Reden sangen die beiden Chöre, die unsere Kirche als Probelokal benutzen. Der Rainbowchor und der Gemischte Chor Rheinklang erfreuten die Festgemeinde mit je zwei Liedern.
Nach dem von Rüdlingen und Buchberg gestifteten Apéro konnte es losgehen: Der Rainbowchor amtete wie immer an der Chilbi als Festwirt, die Hüpfburg und die Schifflischaukel nahmen ihren Betrieb auf, die Kinder absolvierten den Top Step Parcours, die Zuckerwatte ging weg wie nichts und auch Gelatitos Glacé fand begeisterte Abnehmerinnen.
Auf dem Friedhof fanden sich interessierte Zuhörer zu Karin Lüthis Führung ein. Dort stand nämlich ganz ursprünglich die Kirche, bevor sie in einen derart schlechten Zustand geriet, dass sich die Rüdlinger und Buchberger entschieden, am jetzigen Ort eine neue Kirche zu bauen. Das macht man ja nicht einfach so und die Zuhörerinnen hörten manche Anekdoten und hörenswerte Informationen zum Kirchenneubau und den historischen Schätzen unserer Kirchgemeinde. Wer nicht an der Führung teilnahm, konnte sich an den vor der Kirche aufgestellten Schautafeln informieren.
Jedes Fest hat ein Ende. Die Gewinner holten sich ihre Wettbewerbspreise ab, der Rainbowchor stellte das letzte Bier auf den Tisch und informierte, dass kein Gas mehr für den Grill da ist, der Hüpfburg ging die Luft aus und die Schifflischaukel stellte ihren Betrieb ein und liess die letzten Gäste, denen es nicht schlecht geworden ist, gehen.
Bald kam die Abenddämmerung, aber dunkel wurde es trotzdem nicht: Unsere Kirche an ihrem schönen Ort wird bis zur
Wii-Wanderig am Abend beleuchtet. So sieht sie noch wunderbarer aus.
Wieso haben wir eigentlich gefestet? Am 25. August 1974 wurde die Kirche nach dem verheerenden Brand eingeweiht. Chilbi feiern wir seither jedes Jahr am vierten Sonntag im August. Dieses Jubiläumsfest war aber wirklich etwas besonderes. Vielen Dank allen und den vielen, die dieses Fest möglich und es zu einem tollen Tag gemacht haben!