|
Die Klingende Kirche! – am Herbstfest in Siblingen
Pfrn. Barbara Brunner
Was macht die Kirche an den Herbstsonntagen, Trottenfesten, Herbstfesten im Klettgau? Siblingen liess die Kirche klingen. Pfrn. Barbara Brunner Klingende Kirche – statt Gottesdienst. Am Sonntag des Herbstfestes in Siblingen erklang die Kirche in Siblingen durch ganz verschiedene Instrumente, die sich ungefähr im Viertelstundetakt abwechselten: Stimmen und Klangschalen, Geigen, Harfe, Akkordeon, Trompete und Orgel. Mit Ausnahme von Hannes Meyer, Orgel und einigen Mitgliedern der Akkordeon Spielgruppe waren alle Musizierenden in Siblingen wohnhaft. Ein buntes Programm mit Improvisationen, Volksliedern, über klassische Musik zum Blues und nochmals Improvisation ermöglichte den Zuhörenden einen Augenblick zur Ruhe zu kommen im Festgetümmel. Klingende Ruhe. Die Kirche zu öffnen,
und zu einem Moment des Innehaltens einzuladen, war unser Ziel. Im Sinne
von „no limits“ sollte für einmal nicht das gesprochene
Wort im Zentrum stehen, sondern die Musik. Die Musik hat Raum für
Gemeinschaft geschaffen: unter den nacheinander Musizierenden und unter
den z.T. auch einbezogenen Zuhörenden. Und sie hat Raum für
Ruhe, Zuhören und Loslassen geschaffen. Ein Gottesdienst in ganz
anderer Form, aber voll guter Klänge und warmer Atmosphäre ist
entstanden. Wer sich auch biblische Texte zu Gemüte führen wollte,
konnte die Ausstellung von biblischen Geschichten, gezeichnet und geschrieben
durch die Präperklasse, anschauen.
Künstlerisches Werbeplakat Trotz schlechter Prophetie. Ein erfreuliches Echo! Denn: prophezeit worden war uns, dass wir mit wenigen Zuhörerinnen zu rechnen hätten. Ins Festprogramm des Herbstfestes waren wir nicht aufgenommen worden, da die Kirche südlich der Hauptstrasse steht, und das Fest nur nördlich davon stattfindet. Dies hatte uns aber nicht abhalten können: wir fanden, dass die Kirche gerade an einem Dorffest auch ihren Platz haben soll. Neben der Präsenz der Kirche durch das Harassenklettern, wollten wir etwas im Kirchenraum veranstalten. Werben nützt. Bereits im Mai wurde
die Idee zum Projekt „Klingende Kirche“ geboren von Elisabeth
Kübler, Kornelia Bruggmann und Barbara Brunner. An einer ersten Sitzung
wurden die Fantasien gesponnen, welche Struktur am besten wäre, und
wer alles angefragt werden sollte. An einer zweiten Sitzung etwa einen
Monat vor dem Fest, wurde das Werbekonzept, der Flyer und das Programm
entworfen.
Plakatausschnitt
Obwohl die Kirche als Gebäude, und mit ihrem Projekt nicht offiziell integriert wurde ins Herbstfest, hat sich gezeigt, dass ein Bedürfnis nach Ruhe und Innehalten gerade in der Kirche ein Bedürfnis ist. Wir freuen uns, dass wir unsern Kirchenraum dafür erklingen lassen konnten! publiziert am 22. September 2004 |
Die Klingende Kirche! – am Herbstfest in Siblingen
Was macht die Kirche an den Herbstsonntagen, Trottenfesten, Herbstfesten im Klettgau? Siblingen liess die Kirche klingen.
Pfrn. Barbara Brunner
Klingende Kirche – statt Gottesdienst. Am Sonntag des Herbstfestes in Siblingen erklang die Kirche in Siblingen durch ganz verschiedene Instrumente, die sich ungefähr im Viertelstundetakt abwechselten: Stimmen und Klangschalen, Geigen, Harfe, Akkordeon, Trompete und Orgel. Mit Ausnahme von Hannes Meyer, Orgel und einigen Mitgliedern der Akkordeon Spielgruppe waren alle Musizierenden in Siblingen wohnhaft. Ein buntes Programm mit Improvisationen, Volksliedern, über klassische Musik zum Blues und nochmals Improvisation ermöglichte den Zuhörenden einen Augenblick zur Ruhe zu kommen im Festgetümmel. » alles » frühere Frontartikel