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St. Johann zieht ein Thema durch
"Johannes 03" nennt sich das besondere
Jahresprogramm der Kirchgemeinde St. Johann. Zwar stehen noch zwei "johannische"
Veranstaltungen bevor, aber ref-sh.ch hat jetzt schon nachgefragt, wie
es im St. Johann 2003 gelaufen ist. Die Antworten gibt Walter Isler, Kirchenstandspräsident.
Interviewfragen: Werner Näf
Walter Isler, Schaffhausen
Welches Jubiläum wird mit Johannes 03 gefeiert?
Für einmal ist es nicht ein Jubiläum das Anlass zu besonderen
Aktivitäten gibt, sondern schlicht der Wunsch ein spezielles Programm
unter einheitlichem Dach zu gestalten und uns auf ein Thema zu besinnen.
Die Zielsetzungen für dieses Jahr sind festgehalten:
"Der Kirchenstand erhofft sich vom Johannesjahr 03 eine Standortbestimmung
unserer St.Johann-Kirchgemeinde. Vor allem jedoch ein vertiefteres Gemeindebewusstsein
sowie neue Impulse und Anregungen für unsere St. Johann-Gemeinde."
Auch wenn noch Veranstaltungen bevorstehen: sind diese Ziele erreicht
worden bzw. noch erreichbar?
Die Fokussierung auf ein einheitliches Thema und die Formulierung klarer
Ziele war sehr bereichernd. Wir zwangen uns damit, uns immer wieder mit
diesen Vorgaben auseinander zu setzen. Somit standen für uns in diesem
Jahr der Erneuerung der verschiedenen kirchlichen Organe und der Wahl
einer Pfarrwahlkommission nicht nur die organisatorischen und administrativen
Aufgaben im Vordergrund, sondern die echte Auseinandersetzung mit unserer
Geschichte und der St. Johann Gemeinde. Dies ist uns gelungen. Damit ist
auch Kontinuität gewährleistet und die Vielfalt der gewählten
Themen hat uns immer wieder mit neuen Menschen und Ideen zusammen gebracht.
Aufgrund dieser Erfahrungen wird der Kirchenstand anfangs Jahr in einer
"Retraite" weitere Aktivitäten planen und in Angriff nehmen.
Was ist Ihres Erachtens der grösste Gewinn von
Johannes 03 für die Gemeinde und für Sie selbst?
Ich hoffe natürlich, dass viele Gemeindeglieder gleichermassen von
"Johannes03" profitierten wie ich. Einerseits befasste ich mich
eingehend mit dem Johannes Evangelium, mit der Frage: "Wer bin ich?"
gingen wir in einem Vortragszyklus unter Leitung von Pfarrer Dr. Andreas
Heieck auf die Spurensuche im Johannes-Evangelium, andererseits lernte
ich auch viel über die Geschichte unserer Kirche. Dr. H.U. Wipf gelang
es in einem begeisternden Referat mir diese doch eher trockene Materie
näher zu bringen. Die Bündelung der Aktivitäten hat mir
auch gezeigt, wie lebendig unsere Kirchgemeinde ist und wie viele Menschen
aktiv dahinter stehen.
Das Münster feiert im nächsten Jahr. Hätten
Sie Tipps?
Es liegt nicht an mir, ungefragt Tipps zu geben. Ich kann höchstens
sagen, worüber wir nachgedacht haben. Schön wäre es, wieder
einmal einen richtig grossen kirchlichen Anlass zu veranstalten, wie damals
bei der Einweihung der St. Johann Kirche. Wir würden gerne wieder
einmal so etwas machen, aber dazu braucht es einen echten Aufhänger,
den wir nicht hatten. Was wir auch überlegten, war, wie könnten
die anderen städtischen Kirchgemeinden in unser Thema eingebunden
werden. Das heisst die Frage, wie können möglichst viele Kirchgänger
von unseren Aktivitäten profitieren über unsere Gemeinde hinaus?.
Welche Veranstaltungen stehen noch bevor?
Am 18. November findet von Prof. Dr. Erich Bryner ein weiterer Vortrag
statt und zwar gleich über mehrere Johannes: "Johannes der Täufer,
Johannes der Evangelist, Johannes Christostomus in der orthodoxen Kirche".
Am 28. Dez. 03 sozusagen zum Johannes Tag schliessen wir unser Jahresthema
"Johannes03" mit einem Abschlussgottesdienst und einem abendlichen
Orgelkonzert von Peter Leu ab.
publiziert am 17. November 2003
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